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New York - Eine Meteorit von der Rückseite des Mondes ist in den USA für 330.000 Dollar (250.000 Euro) versteigert worden. Ein anonymer Bieter kaufte nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions den Stein, der zu Forschungszwecken in zwei Hälften geschnitten worden war. Der fast 1,8 Kilogramm schwere und knapp 24 Zentimeter hohe Meteorit war in Libyen auf dem Plateau Dar al-Gani gefunden worden. "Er ist von einer Qualität, die jedem Naturkundemuseum alle Ehre machen würde", sagte Chefauktionator Ed Beardsley.
Der Stein war nur ein Teil einer ganzen Meteoritenschar, die am Sonntagabend (Ortszeit) in New York für mehr als eine Million Dollar versteigert wurde. "Wir haben hier Zeugnisse aus dem ganzen Sonnensystem, die überall auf der Erde gefunden wurden", sagte Beardsley. "Jeder hat eine faszinierende Geschichte. So wurde ein Stein, der 1492 über Deutschland niederging, in einer Kirche fest verschlossen - damit er nicht wieder wegflog", sagte der Auktionator. (APA/red, derStandard.at, 15.10.2012)
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Wenn man keine Ahnung hat, dann darf und soll man natürlich fragen, warum etwas so ist wie behauptet. Ob es dafür Beweise gibt.
Aber aus Ahnungslosigkeit etwas anzweifeln ist ziemlich dumm und überheblich.
Beispiel: Ich habe keine Ahnung von Flugzeugbau und Aeronautik - aber das ein mehrer hundert Tonnen schweres Flugzeug fliegen kann: "Ich bin jetzt mal so frech, und zweifel das an."
Hat mich auch gewundert, wie man darauf kommt. Soweit ich beim Rumstöbern rausgefunden habe, dürften alle Mondmeteoriten dieses Typs von der Rückseite stammen, weil nach den Daten der Mondoribter 'Clementine' und 'Lunar Prospector' nur die "Northern Farside Highlands" als Ursprungsregion in Frage kommen:
http://epsc.wustl.edu/~rlk/pape... 04_gca.pdf
(pdf hat ~900KB; der entsprechende Abschnitt ist 2.2.2. Composition of the feldspathic lunar meteorites)
vielleicht kennt man den ursprungskrater, vielleicht sind gebiete geologisch so einzigartig, dass man auch sagen kann der ist von dort.
bissl kühn ist die aussage vielleicht schon, aber ich denke man wird sich schon genauere gedanken gemacht haben.
Eigentlich günstig - wenn man bedenkt, dass Mondmeteorite noch vor einem Jahrzehnt rund um die 2.000 Dollar pro Gramm gehandelt wurden.
Wo liegt eigentlich jetzt der Gramm-Preis für Marsmaterial? Und der von einfachen (aber klassifizierten) Chondriten?
War vor Newton...
Da galt noch eine Physik für irdische und eine andere für himmlische Dinge.
Der Stein ist offensichtlich vom Himmel, also gilt für den die "himmlische Physik" wer weiß was der kann...Ich finde das durchaus logisch für den damaligen Stand der Wissenschaft.
Wieso nicht?
Wissenschaft versucht anhand von Überlegungen und Experimenten und logischen Schlüssen die Welt zu ergründen. Wenn damals das Weltall so unerreichbar weit weg war, dass viele der logischen Schlüsse zu Ergebnissen führen, die völlig anders sind, als wir es kennen, dann ist das ja nicht grundsätzlich unwissenschaftlich.
Wissenschaft ist systematisches, logisches Denken, das sich selbst kontrolliert (z.B. durch Experimente) und hinterfragt (z.B. Reproduzierbarkeit).
In diesem Sinne hat es damals noch keine Wissenschaft gegeben - nicht weil die Schlüsse zu anderen Ergebnissen geführt haben, sondern weil man die Notwendigkeit sich selbst zu hinterfragen und zu kontrollieren noch nicht gesehen hat.
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