Deutsche Telekom rechnet erst 2014 mit Aufschwung in Europa-Sparte

15. Oktober 2012, 17:21
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Weiterer Personalabbau geplant

Die Deutsche Telekom erwartet in ihrem von der Schuldenmisere geschüttelten Europa-Geschäft erst in zwei Jahren einen Aufschwung. Derzeit gehe es darum, den Umsatzrückgang zu verlangsamen, sagte Telekom-Europa-Chefin Claudia Nemat dem "Handelsblatt" in einem am Montag vorab veröffentlichten Bericht. "Das ist uns im ersten Halbjahr auch gelungen, wir haben ihn halbiert. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen und 2014 in ganz moderates Wachstum übergehen."

Personalabbau

Um dieses Ziel zu erreichen und die Kosten zu drücken, werde es auch einen weiteren Personalabbau geben, kündigte sie an. So habe der Konzern gerade erst in Ungarn mit den Gewerkschaften ein Abkommen über 500 Stellen vereinbart, "in Griechenland laufen ebenfalls Gespräche." Ein Ausstieg bei der griechischen Tochter OTE, an der die Telekom mit 40 Prozent beteiligt ist, stehe aber nicht zur Debatte. "Diese Überlegung stellt sich derzeit nicht. OTE ist profitabel und gewinnt im Mobilfunk Kunden dazu", sagte sie.

In Europa ist der Konzern in gut einem Dutzend Ländern vertreten, vor allem im Osten des Kontinents. Vergangenes Jahr litten die meisten Telekom-Ableger stark unter der europäischen Wirtschaftskrise. Der Umsatz der gesamten Sparte brach um zehn Prozent auf 15,1 Mrd. Euro ein und der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) um neun Prozent auf 5,2 Mrd. Euro. Das umsatzstarke Deutschlandgeschäft ist in den Zahlen nicht enthalten, es wird separat geführt.(APA, 15.10.2012)

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