Historische Umayyaden-Moschee bei Kämpfen beschädigt

15. Oktober 2012, 17:12
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Mohammed-Reliquien und wertvolle Bücher verschwunden

Aleppo - Bei den schweren Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen in Aleppo hat die Umayyaden-Moschee in der Altstadt schweren Schaden genommen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden in der im 8. Jahrhundert erbauten Moschee Teppiche verbrannt, Fensterscheiben zertrümmert und kostbare Gegenstände entwendet. Reliquien, die nach der Überlieferung vom Propheten Mohammed stammten, verschwanden aus einer Truhe.

Auch eine Reihe wertvoller Bücher verschwanden aus den Schränken, auf dem Boden lagen neben zahllosen Patronenhülsen zerrissene und verbrannte Koran-Exemplare. Mehrere Holzmöbel in einem Gang im Innenhof waren komplett verbrannt. Die Umayyaden-Moschee liegt in der zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Altstadt der syrischen Handelsmetropole.

Am Samstag hatten die Rebellen das Gotteshaus teilweise eingenommen, am Sonntag wurde es von den Regierungstruppen wieder zurückerobert, wie Militärvertreter und eine syrische Nichtregierungsorganisation berichteten. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SANA berief Präsident Bashar al-Assad am Montag eine Kommission ins Leben, um die Moschee zu restaurieren.

In der Altstadt liegt auch der weltberühmte Souk von Aleppo, der größte überdachte Basar im Nahen Osten. Bei den Kämpfen gerieten Ende September auch Teile des Souks in Brand, mehrere Geschäfte wurden komplett zerstört. (APA, 15.10.2012)

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