Entwicklungshelfer im Süden des Niger verschleppt

15. Oktober 2012, 16:25
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Entführer flohen in Geländewagen Richtung Mali

Niamey - Im Süden Nigers sind fünf Entwicklungshelfer und ein Fahrer verschleppt worden. Wie die Behörden am Montag mitteilten, wurden die Helfer und der Fahrer am Sonntagabend von schwerbewaffneten Männern aus ihren Häusern in der Ortschaft Dakoro im Südwesten des Landes entführt. Die Kidnapper seien sofort mit ihren Opfern in zwei Geländewagen in Richtung Agadez an der Grenze zu Mali gerast. Einer der Entwicklungshelfer wurde demnach verletzt, er stammt aus dem Tschad. Die übrigen Opfer waren Einheimische.

Ein westlicher Diplomat in der Hauptstadt Niamey sagte, möglicherweise seien die Entführer auf der Suche nach westlichen Entwicklungshelfern gewesen. Der Ort liegt in der Nähe von Maradi, der nigrischen Wirtschaftsmetropole im Grenzgebiet zu Nigeria. Dort ist die islamistische Gruppe Boko Haram ("Westliche Bildung ist Sünde") aktiv. (APA, 15.10.2012)

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