Plasma Active 3: Freies Tablet-System in neuer Version

Neuer, semantischer File Browser - Ebook Reader "Okular Active" - Noch keine Hardware verfügbar

Mit Plasma Active haben sich zentrale EntwicklerInnen des KDE-Projekts seit geraumer Zeit einem neuen Unterfangen verschrieben: Der Schafffung einer freien, ganz auf die Touch-Nutzung optimierten User Experience. Nun gibt es in Form von Plasma Active 3 eine neue Version, die wieder mit einer ganzen Reihe von Neuerungen aufwarten kann.

Files

So ist nun ein eigener Dateibrowser enthalten, der der die darunter liegende KDE-Infrastruktur für neue Möglichkeiten zu nutzen sucht: Handelt es sich dabei doch um einen "semantischen" File Browser, die Dateien sind also nicht in Verzeichnisse sortiert, sondern können per Dateietyp, Zeit oder anderen Metadaten wie Tags aufgespürt werden. Zu diesem Zweck bedient man sich Nepomuk, das auch bei KDE zum Einsatz kommt.

Die zweite neue Anwendung ist Okular Active, das als Ebook Reader für Plasma Active gedacht ist. Wie der Name schon verrät, basiert die neue Anwendung auf dem KDE-Dokumentanzeiger Okular, wurde aber auf die Touch-Nutzung optimiert. Als Dateiformate werden unter anderen PDF, EPub und Open Document unterstützt.

Eingabe

Zu den weiteren Verbesserungen gehören erweiterte Möglichkeiten zur Texteingabe, diese basieren auf Malit, das ursprünglich für das Nokia N9 entwickelt wurde. Für spätere Versionen sind weitere neue Apps zur Aufnahme geplant, auch die Portierung auf Qt5 (und in Folge KDE Framework 5) steht auf der TODO-Liste weit oben.

Hardware

Wer Plasma Active 3 auf echter Hardware installieren will, wird derzeit weiterhin auf die nicht mehr all zu aktuelle ExoPC-Hardware verwiesen. Bei den Plänen in Form von "Vivaldi" eine eigene Hardware auf den Markt zu bringen, musste man vor einigen Monaten einen signifikanten Rückschlag hinnehmen, da der chinesische Hardwarefertiger in letzter Minute zentrale Komponenten ausgetauscht hatte. Derzeit versucht man - mit einem neuen Partner im Hintergrund - einen Neuanfang. (apo, derStandard.at, 15.10.12)

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