Nokias schrägste Handy-Designs

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Mit den Windows-Phone-Modellen Lumia 800 und Lumia 900 sind Nokia zwei echte Hingucker gelungen, die mehrfache Design-Awards gewonnen haben. Dabei setzen sich die meisten Hersteller heute viel engere Grenzen - aktuelle State-of-the-art-Smartphones haben große Touchscreens, die fast die gesamte Vorderseite einnehmen und ein Gehäuse aus Aluminium oder Kunststoff - oft aus einem Stück gefertigt.

Die Uhr um etwa zehn Jahre zurückgedreht zeigt, dass früher viel stärker herumexperimentiert wurde. Angeregt von ZDnet lassen wir die innovativen bis zeitweise sehr schrägen Designs der Nokia-Handys Revue passieren (inklusive Links zu den Original-Artikeln von damals, für die Retro-Fans unter den WebStandard-LeserInnen).

foto: nokia

N-Gage

Als Spielehandys positionierte Nokia seine beiden N-Gage-Modelle aus den Jahren 2003 und 2004. Das erste N-Gage (im Bild links) musste man zum Telefonieren mit der oberen Querseite zum Ohr halten, was auch aufgrund der grauen Farbe und Form wie ein Elefantenohr wirkte. Die Serie wurde nach zwei Geräten mangels Erfolg eingestellt.

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Communicator

Als Business-Handy sehr beliebt war die Communicator-Serie (im Bild: der 9210i aus dem Jahr 2002) mit vollständiger QWERTZ-Tastatur, zwei Displays und Symbian. Ein Flash-Player war damals ebenfalls mit an Bord, GPS konnte mit einem zusätzlichen Modul genutzt werden.

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5510

Display oben, Keyboard darunter - dieses Konzept wurde 2002 mit dem 5510 über Bord geworfen. Mit der zweiteiligen Tastatur links und rechts neben dem Display sollte das SMS-Schreiben vereinfacht werden. Dank MP3-Player und vorinstallierten Spielen galt das 5510 als Multimedia-Handy.

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7650

Viel Lob für die erstmals fix integrierte Kamera heimste 2002 das 7650 ein. Beim Design setzte Nokia auf einen Slider-Mechanismus, bei dem sich das Keyboard unter dem Display verbirgt.

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7600

Das wohl ungewöhnlichste Design verpasste Nokia dem 7600, das 2003 in limitierter Stückzahl auf den Markt kam. Es war das zweite Geräte des Herstellers mit UMTS.

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Nokia 3650

Aufgrund der im Kreis angeordneten Tasten erhielt das 2002 vorgestellte 3650 den Spitznamen "Wählenscheiben-Handy". Das Design gefiel (zumindest Nokia) so gut, dass es mit dem 3660 im Jahr darauf in leicht abgewandelter Form nochmal aufgewärmt wurde. 

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Nokia N93

Eine 3,15-Megapixel-Kamera, UMTS und Symbian waren die Highlights des N93, das 2006 auf den Markt kam. Die Kamera war anders als bei heutigen Modellen nicht auf der Rückseite, sondern seitlich integriert und das Display lies sich drehen und schwenken.

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7370, 3200, 7260

Beliebt waren bei Nokia lange auch klassische Formfaktoren mit auffälligen Farb- und Materialvariationen. Im Bild von links nach rechts: 7370 aus der "L'Amour Collection" von 2006, 3200 mit durchsichtigem Gehäuse und "Do-it-yourself"-Cover zum Austauschen aus dem Jahr 2003; 7260 mit einer Kombination aus Chrom und Edelstahl von 2004. 

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7280

Aus der selben Serie wie das 7260 stammt auch das 7280, das 2004 beim Totally Fashion-Event in Shanghai präsentiert wurde. Die Modelle sollten "klassisches Art Déco-Design mit einer modernen, aufregenden Formensprache verbinden", hieß es damals in der Nokia-Aussendung.

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7700

2004 als "Media"-Phone vorgestellt, bot das 7700 bereits einen Touchscreen, Browser, Musikstreaming, eine integrierte Kamera , UKW-Radio und Unterstützung für MMS.

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7200

Später als andere Hersteller, schloss sich Nokia mit dem 7200 Anfang 2004 dem Klapphandy-Boom an. Die Gehäuseschalen konnten Nutzer selbst austauschen. VGA-Kamera, zwei Displays, UKW-Radio und ein Browser zählten zu den Highlights des Modells.

UserInnen gefragt

Welches dieser Nokia-Modelle haben Sie sich zugelegt? Posten Sie unter dem Artikel! (Birgit Riegler/derStandard.at, 12.11.2012)

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