Tansania verkauft Elfenbein, um Elefanten zu schützen

Das Land hat nach eigenen Angaben mehr als 137 Tonnen Elfenbein

Arusha - Tansania will erneut versuchen, ein seit Jahren geltendes Moratorium für den Handel mit Elfenbein zu lockern: Das Land wolle einen Teil seiner Elfenbein-Vorräte verkaufen und die Gelder im Kampf gegen die Wilderei von Elefanten einzusetzen, sagte der Vize-Minister für natürliche Ressourcen und Tourismus, Lazaro Nyalandu.

Natürlich verstorbene Tiere

Verkaufen wolle Tansania nur das Elfenbein von Tieren, die auf natürlichem Wege gestorben seien, sagte er. Das Land verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 137 Tonnen Elfenbein. Tansania zählt zu den Ländern, in denen die meisten Elefanten leben.

Kritiker: Verkauf wird Wilderei verstärken

Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES hatten im Jahr 2007 ein neunjähriges Moratorium für den Handel mit Elfenbein beschlossen. Tansania versuchte bereits 2010, dieses zu umgehen. Die Mehrzahl der Staaten lehnte den Vorstoß auf einer Konferenz aber mit der Begründung ab, der Verkauf würde die Wilderei nur verschärfen, statt sie einzudämmen. (APA, 15.10.2012)

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