Pinzgauer Skigebiete wachsen weiter zusammen

Ski Alpin Card als Erfolgsgeschichte - Verbindung zwischen Schmittenhöhe und Saalbach Hinterglemm geplant

Salzburg (APA) - Die vor zehn Jahren begonnene enge Kooperation der drei Pinzgauer Skigebiete Saalbach-Hinterglemm/Leogang, Kaprun/Kitzsteinhorn und Schmittenhöhe in Zell am See hat sich bewährt. Diese Bilanz zogen Vertreter der drei Skiregionen am Montag bei einem Pressegespräch. Zu einer im Jahr 2002 erstmals gemeinsam aufgelegten Saisonkarte sind zahlreiche übergreifende Aktivitäten wie beispielsweise Jugendprojekte gekommen.

Umweltsenat in Wien lehnt Projekt ab

In einem nächsten Schritt wollen die Skigebiete auch über Liftverbindungen näher zusammenwachsen. "Wir prüfen derzeit eine Variantenabfahrt nach Viehhofen, um unseren Gästen einen Anschluss ins Glemmtal zu ermöglichen", sagte Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG. Die Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm und die Schmittenhöhebahn denken in Viehhofen über eine gemeinsame Talstation samt Parkplätzen nach. Einen Zeitplan für die Realisierung wollte Egger nach den negativen Erfahrungen mit der Erweiterung der Schmittenhöhe in Richtung Piesendorf nicht nennen. Das von den Salzburger Behörden genehmigte Projekt "Hochsonnberg" war im Juni vom Umweltsenat in Wien abgelehnt worden. "Wir haben Mitte Juli dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof erhoben", sagte Egger. Mit einer Entscheidung des VwGH rechnet der Bergbahnenchef in frühestens einem Jahr.

30 Mio. Euro an Investitionen

Die drei Pinzgauer Skigebiete haben seit 2002 - dem Start der Ski Alpin Card - rund 383 Mio. Euro in neue Lifte, Beschneiungsanlagen und Qualität investiert. Zusammen erwirtschaften die Skigebiete pro Jahr rund 100 Mio. Euro Umsatz. "Von jedem umgesetzten Euro gehen 40 Cent in Investitionen", berichtete Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm. Im heurigen Winter werden erneut knapp 30 Mio. Euro investiert. Unter anderem wurde im Skicircus Saalbach-Hinterglemm ein Schlepplift auf den Bärenkogel durch eine Sechser-Sesselbahn ersetzt, auf der Schmitten wurde die Sonnengratbahn zwischen Sonnenalm und Schmitten-Gipfel modernisiert. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 831 im Jahr 2002 auf mittlerweile 1.006 Personen gestiegen. Teil der Kooperation ist ein Qualifizierungsverbund: 750 Beschäftigte nahmen in den vergangenen Jahren an 115 Kursen und Workshops teil, um den Service für die Gäste zu verbessern.

Vorteile für junge Skigäste

Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehören auch gezielte Angebote für junge Skigäste: An Samstagen kostet die Tageskarte für Jugendliche unter 19 Jahren in den drei Gebieten zehn Euro. Wurden im ersten Winter 11.000 dieser vergünstigten Karten verkauft, waren es in der vergangenen Saison schon knapp 24.000 Stück, berichtete Peter Präauer, Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun AG. Viel Zuspruch gebe es auch für die kostenlose Benützung der Lifte durch Schulklassen im Rahmen des Turnunterrichts. (APA, 15.10.2012)

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