Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

15. Oktober 2012, 09:32
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Sorgen um Berichtssaison belasten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 43,81 Zähler oder 0,51 Prozent auf 8.577,93 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg leicht um 11,82 Zähler (plus 0,06 Prozent) auf 21.148,25 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel unterdessen um 6,23 Punkte oder 0,30 Prozent auf 2.098,70 Punkte.

Der FTSE Straits Times Index schloss kaum verändert bei 3.043,05 Zählern mit einem minimalen Plus von 1,30 Punkten oder 0,04 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verbilligte sich unterdessen etwas um 4,6 Zähler oder 0,10 Prozent auf 4.505,50 Einheiten.

Marktbeobachtern zufolge hätten zum Wochenstart verschiedene Faktoren für unterschiedliche Kräfte gesorgt. So herrschten zum einen die Sorgen um ein weltweit nachlassendes Wirtschaftswachstum, die die Befürchtung einer schwachen Berichtssaison nach sich zogen. Zum anderen sorgten überraschend gute Export- und Inflationsdaten aus China für den Gegentrend. Die Inflation in China hat sich auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren abgeschwächt.

Unternehmensseitig rückten Softbank in den Fokus. Für Montagvormittag war eine mit Spannung erwartete Pressekonferenz angekündigt worden, der zufolge der japanische Mobilfunkriese bis zu 70 Prozent des US-Konkurrenten Sprint Nextel übernimmt. Die Transaktion habe ein Volumen von bis zu 20,1 Mrd. Dollar (15,5 Mrd. Euro), teilte Softbank mit. Nach Angaben von Softbank haben die beiden Unternehmen zusammen 96 Mio. Nutzer. Die Übernahme soll bis Mitte 2013 abgeschlossen sein. Es ist die größte Auslandsübernahme, die ein japanisches Unternehmen jemals getätigt hat. Softbank-Papiere rasselten an der Tokioter Börse im Vorfeld der Bekanntgabe um 5,30 Prozent auf 2.268 Yen nach unten.

In China gaben die Kupferwerte Yunnan Copper Industry nach enttäuschenden Zahlen 2,36 Prozent auf 16,13 Yuan ab. Die ZTE-Titel rasselten um zehn Prozent auf 9,45 Yuan nach unten. Auch der chinesische Handy- und Netzwerkhersteller erwartet Verluste für das dritte Quartal.

Auch beim Stahlhersteller Angang Steel sorgte die Ankündigung, einen Fehlbetrag für die ersten neun Monate zu erwarten, für kräftige Kursabschläge. Die Stahlwerte gingen mit einem Minus von 2,26 Prozent auf 4,33 Hongkong Dollar aus dem Handel.

An der Börse in Sydney verzeichneten Newcrest Mining mit einem Abschlag von 2,12 Prozent auf 27,25 australische Dollar die größten Kursbewegungen innerhalb des S&P/ASX 20. Auch die Indexschwergewichte BHP Billiton (minus 0,57 Prozent auf 33,35 australische Dollar) und Rio Tinto (minus 1,03 Prozent auf 55,82 australische Dollar) zählten zu den größeren Verlierern. Die Bankwerte Westfield gewannen unterdessen 1,16 Prozent auf 10,47 Dollar dazu. Macquarie verbesserten sich leicht um 0,24 Prozent auf 29,08 australische Dollar. (APA, 15.10.2012)

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