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Der Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments konnte sich nicht darauf einigen, den Bankberatern die Provisionen zu streichen. Der entschärfte Antrag geht den Verbraucherschützern nicht weit genug.
Vor wenigen Wochen sah es so aus, als würden Bankberater in Europa um ihre Provisionen für verkaufte Finanzprodukte umfallen. Das europäische Parlament wollte diese streichen, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Damit ging es sogar über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus, die lediglich ein Provisionsverbot für unabhängige Bankberater verlangte.
Viele Berater stecken nämlich in einem Dilemma: Sie erhalten Prämien von den Fondsgesellschaften, wenn sie deren Produkte verkaufen. Statt mit einer passenden Geldanlage gehen Kunden deshalb oft mit Produkten nach Hause, die sie nicht brauchen oder die sie sich nicht leisten können.
Auf eine automatische Streichung der Provisionen konnte sich der Wirtschaftsausschuss des europäischen Parlaments dann aber doch nicht einigen. Buchstäblich in letzter Minute änderte er den Antrag ab und beschloss eine entschärfte Variante.
Jetzt soll es genügen, wenn die Berater ihre Provisionen offenlegen. Auch davon, dass sie sie auch an ihre Kunden weitergeben müssen, ist keine Rede mehr. "Urplötzlich" habe sich dieser Meinungswechsel vollzogen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Dass der mündliche Änderungsantrag im Parlamentsausschuss durchging, war jedenfalls ungewöhnlich. Verbraucherschützern geht der neue Antrag nicht weit genug.
Die neue Formulierung werde der "Lebenswirklichkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten viel gerechter" als ein generelles Provisionsverbot, sagt dagegen Markus Ferber, CSU-Abgeordneter und Berichterstatter im Wirtschaftsausschuss. Jedes Land könne selber darüber entscheiden, ob es Provisionen verbieten, zu ihrer Herausgabe verpflichten oder nur ihre Offenlegung verlangen wolle. Auch der SPD-Abgeordnete Udo Bullmann verteidigt die Abschwächung der Zeitung gegenüber. Für die Grünen dagegen ist klar: Die Finanzlobby hat Druck gemacht.
Verboten wurden Provisionen bisher in Großbritannien, den Niederlanden und Australien. Geschehen sei das nicht etwa aus "Gutmenschentum", sagte der Wirtschaftsrechtsprofessor Julius Reiter gegenüber der Süddeutschen Zeitung, sondern "aufgrund der tiefen Einsicht, dass die Finanzbranche nur Vertrauen zurückgewinnen kann, wenn sie dem Kunden wieder dient."
Das EU-Parlament diskutiert das insgesamt fast 400-seitige Dokument - neben den Provisionen geht es etwa auch um eine Mindesthaltefrist für Börsenaufträge, die den Hochfrequenzhandel begrenzen soll - in der kommenden Woche. Die Verhandlungen mit den Regierungen sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Richtlinie Mifid II soll 2014 in Kraft treten. (part/APA, derStandard.at, 15.10.2012)
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...vielleicht hat sie da ja was verpasst!
http://derstandard.at/135025840... tsanierung
werden doch seit wochen alle verschärfungen schrittweise zurückgenommen. gerade erst kam die meldung, dass eine bankenaufsicht auf frühestens 2014 verschoben wird - was wohl heißt sie kommt nie.
genauso wurde damals die diskussion über schärfere regulierung der finanzbranche geführt - bis heute - über 4 jahre nach der krise gibt es dazu nicht.
und natürlich nicht vergessen die aufgeweichten sparziele für die südlichen euroländer.
die einzige bisherige maßnahme ist die lächerliche transaktionssteuer die den investoren ob ihres volumen überhaupt nicht weh tut. kriegen sie doch immerhin für staatsanleihen garantierte abnahme und hohe zinsen. zumal diese steuer letztlich nur zur erhöhung des eu-budgets dienen wird-angekündigt wurde es ja
Es tut mir Leid, aber ihr werdet einfach kein Glück haben bei dem Versuch uns zu kontrollieren. Wir, die Mächtigen und Reichen, haben einfach den nötigen Einfluss auf die derzeit am Werk befindlichen Politdarsteller, um jeden Versuch einer Kontrolle zu verhindern, bzw. verhindern zu lassen; und das ist gut so, liegt doch die Kompetenz und auch die Macht in unseren Händen. Freuen sie sich doch mit Hr. Baumgartner und lesen sie weiterhin die besten Zeitungen (HEUTE und ÖSTERREICH), um so ihrem proletarischen Denkmustern weiterhin jene Geistesnahrung zukommen zu lassen, die sie auch verdauen können; und überlassen sie die Herrschaft über das Finanzsystem uns, die wir es erfunden haben und verstehen
Klar hat die Finanzlobby das gekippt und sicher haben die alle Hebel dafür in Bewegung gesetzt - aber in Österreich hat diese Lobby (und die anderen) ihre Politiker an noch einer sehr viel kürzeren Leine.
Wie blind muss man sein, um zu übersehen, dass die EU immer nur in Interesse der Banken gegen die BürgerInnen entscheidet?
Unglaublich wie lange hier zugesehen wird, wie die Lobbyistenmafia Demokratie und Parlamente ausschaltet.
Die EU hat es jedem Land freigestellt, ob es diese Provisionen verbieten möchte oder nicht.
Leider überlässt es die EU aber nicht den Staaten, sich an den Rettungsaktionen für Banken zu beteiligen, die diese zweifelhaften Finanzgeschäfte tätigen.
Etwa so wie beim Umweltschutz oder bei der sozialen Sicherheit. Hier lässt man den Wettbewerb wüten und alles zerstören. Einzig bei den Privilegien für Banken und Konzerne setzt die EU der nationale Selbstbestimmung Grenzen.
Durch die EU sind die Finanzmärkte erst liberalisiert worden (freier Kapitalverkehr!)
Ohne EU und Euro wäre die Finanzkrise vermutlich auf die USA und GB beschränkt geblieben. In Spanien hätte es keine Immobilienblase gegeben und in Griechenland wären die Schulden nicht höher als die in Österreich! (s. Schuldenstand 2001)
Es liegt weniger an der mangelnden Ausbildung der Bereater sondern am enormen Verkausfdruck der "Berater"!
Diesen Verkausdruck gibt es beim AWD etc. wie auch bei allen Banken und Versicherungen!
Ältere Bankberater werden zudem auf die Straße gesetzt und durch wesentlich jüngere "Verkäufer" ersetzt, die sind billiger und widersprechen auch nicht so leicht denn die Beratungsqualität stand und steht bei den Banken sowieso nie im Mittelpunkt!
Ich hoffe doch, dass glaubt niemand.
Allerding verkauft der keiler von der generali eben nur generali produkte.
AWd'ler sind ja die unabhaengigen finanzoptimierer :-p
Aber soweit sind wir noch nicht, dass wir fuer die ehrlich finanzberatung geld am tisch legen. Lieber reden wir uns ein, die anlageberater sind alle altriusten, die uns uneigennuetzlich helfen wollen.
Bleibt trotzdem die alte Schei.e.
Verstehe sowieso nicht, wie man damit Werbung machen kann, das die Mitarbeiter jetzt, nach gefühlt 100 Jahren, SOGAR eine Ausbildung machen. Einfach nur peinlich.
Man sollte kleinen Kindern im gleichen Atemzug wie "Mit Messer, Gabel, Schere, Licht - spiel man nicht" beibringen: Finger weg von 3 Buchstaben-Finanzdienstleistern.
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