Kaffee mit einem Hauch von Pups

24. Oktober 2012, 16:51
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Warum der "Elexpresso", Kaffee aus Elefantenscheiße, jetzt in Luxushotels angeboten wird

Personal-Butler-Service, individuelle Diätmenüs zum Sonnenaufgang - es gibt fast nichts, was Luxushotels heute nicht leisten können. Deswegen schlägt das Angebot immer absurdere Kapriolen. So wird in den Anantara-Hotels auf den Malediven neuerdings der sogenannte Black Ivory Coffee angeboten. Das "schwarze Elfenbein" kommt zustande, indem Elefanten Kaffeebohnen fressen, diese verdauen und wieder ausscheiden. Dabei werden Proteine abgebaut und der Kaffee weniger bitter.

Abgesehen von der angeblichen Qualität des Produkts ist es wohl die extrem geringe Menge, die diesen Kaffee in den Ruch des Wertvollen bringt. 10.000 Kaffebohnen müssen die Mahouts beziehungsweise ihre Frauen für ein Kilogramm gerösteten Kaffee aus der Scheiße klauben. Das führt zu dem stolzen Preis von 1.100 Dollar pro Kilogramm. Produziert wird der Kaffee in der Golden Triangle Asian Elephant Foundation in Thailand, einer Stiftung der Hotelgruppe. 

Damit sind wir auch schon beim einzig wirklich positiven Aspekt dieser mehr als seltsamen Kaffeespezialität: Acht Prozent der Einnahmen aus dem Kaffeeverkauf gehen an die Elefantenstiftung, um die medizinische Versorgung der Tiere zu verbessern. (Tanja Paar, derStandard.at, 24.10.2012)

  • Eine wahre Goldgrube tut sich für jene auf, die Elefanten richtig zu füttern wissen.

    Eine wahre Goldgrube tut sich für jene auf, die Elefanten richtig zu füttern wissen.

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