Timoschenko-Prozess auf 13. November vertagt

15. Oktober 2012, 11:01
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Oppositionsführerin klagt über Rückenschmerzen

Charkiw - Ein zweiter Prozess gegen die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist wegen ihres Gesundheitszustandes zum sechsten Mal vertagt worden. Ein Gericht in der Stadt Charkiw setzte am Montag den neuen Termin in dem Verfahren wegen Steuerhinterziehung auf den 13. November an. Die erkrankte Oppositionsführerin verweigerte ihre Teilnahme an der Verhandlung erneut unter Hinweis auf ihre Rückenschmerzen.

Der Chef der Berliner Universitätsklinik, Karl M. Einhäupl, bestätigte nach einer Untersuchung, dass die 51-Jährige weiter in einer Klinik in der ostukrainischen Stadt Charkiw in Therapie bleiben müsse. Eine Videoübertragung aus dem Krankenhaus in das Gericht lehnte Timoschenko, der zwölf Jahre Haft drohen, ab.

Die Ex-Regierungschefin war vor einem Jahr in einem international kritisierten Prozess wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Straflager verurteilt worden. Sie darf deswegen nicht bei der Parlamentswahl Ende Oktober kandidieren. (APA, 15.10.2012)

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