Michael Haneke erhielt Orden der französischen Ehrenlegion

Der österreichische Regisseur wurde für seinen Einsatz für das unabhängige Kino ausgezeichnet

Wien/Paris - Frankreich hat den österreichischen Filmemacher Michael Haneke (70) mit dem Ritterorden der Ehrenlegion ausgezeichnet. Der französische Staatspräsident Frabcois Hollande wolle damit einen Regisseur ehren, der sich für das unabhängige Kino einsetzt, das Frankreich verteidigt und weltweit unermüdlich fördert, teilte der Elysée-Palast am Sonntag mit.

Haneke gewann im Mai 2012 auf dem Festival in Cannes mit "Amour" die Goldene Palme. Einen Offiziers-Orden der Ehrenlegion erhielt die Produzentin und Ex-Präsidentin von "Unifrance Films" Margaret Menegoz.

Die Ehrenlegion gilt als der älteste noch heute vergebene und wichtigste französische Orden an Franzosen, aber auch Ausländer. Er wurde 1802 vom Ersten Konsul Napoleon Bonaparte, dem späteren Kaiser, gestiftet. Die Ordensgrade sind: Ritter, Offizier, Großoffizier, Kommandeur und Großkommandeur, die höchste Stufe. Über hundert Österreichern wurde dieser Orden seit 1955 verliehen. Zu den Trägern gehören neben mehreren Bundespräsidenten und den ehemaligen Außenministern Alois Mock und Peter Jankowitsch auch Wissenschafter und Künstler. (APA, 15.10.2012)

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