Erste Testversion von Kernel 3.7 bringt viel Neues

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64-Bit-ARM-Support, überarbeitetes Mode-Setting für Intel-Chips und Performance-Verbesserungen für btrfs

Mit der Veröffentlichung von Kernel 3.7 RC1 hat Linux-Maintainer Linus Torvalds nun das "Merge Window" für die Aufnahme neuer Funktionen in die kommende Version der Software geschlossen. Und so wie es aussieht, wird es wieder eine ganze Reihe von Verbesserungen geben.

ARM

So gibt es nun erstmals Unterstützung für die neue 64-Bit ARM-Architektur, dies noch bevor die ersten Geräte mit entsprechenden Chips überhaupt auf dem Markt sind. Torvalds stößt sich in seiner Release-Ankündigung übrigens daran, dass der 64-Bit-Support in einem vollständig separaten Code-Zweig implementiert ist. Solch eine Herangehensweise habe sich in der Vergangenheit immer als Fehler erwiesen, insofern warte er schon darauf, wie lange es dauere bis die ARM-Maintainer dies ebenfalls erkennen.

Xen

Apropos ARM: Erstmals kann nun ein Kernel so kompilierte werden, dass er auf mehreren ARM-Prozessorgenerationen läuft. Auch bietet die Virtualisierungslösung Xen nun erstmals ARM-Support, dieser auf die neuen A15-Chips beschränkt.

Grafik

Zu den Verbesserungen in Fragen Grafik gehören ein vollständig überarbeiteter Mode-Setting-Code für die Intel-Treiber sowie ein reduzierter Stromverbrauch bei Radeon-Chips. Auch der Nouveau-Treiber wurde in weiten Teilen umgearbeitet.

btrfs

Weitere Fortschritte macht die Performance des Dateisystems btrfs: Dies betrifft vor allem fsync-Operationen, was sich aber auf die allgemeine Geschwindigkeit signifikant auswirken soll. Zudem wurde das Hard-Link-Limit innerhalb eines einzelnen Verzeichnisses angehoben.

Download

Kernel 3.7 RC1 kann ab sofort über die Seite des Projekts in Form des Source Codes heruntergeladen werden. Die fertige Version sollte in rund zwei Monaten zum Download stehen. (apo, derStandard.at, 15.10.12)

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