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Mit der Veröffentlichung von Kernel 3.7 RC1 hat Linux-Maintainer Linus Torvalds nun das "Merge Window" für die Aufnahme neuer Funktionen in die kommende Version der Software geschlossen. Und so wie es aussieht, wird es wieder eine ganze Reihe von Verbesserungen geben.
So gibt es nun erstmals Unterstützung für die neue 64-Bit ARM-Architektur, dies noch bevor die ersten Geräte mit entsprechenden Chips überhaupt auf dem Markt sind. Torvalds stößt sich in seiner Release-Ankündigung übrigens daran, dass der 64-Bit-Support in einem vollständig separaten Code-Zweig implementiert ist. Solch eine Herangehensweise habe sich in der Vergangenheit immer als Fehler erwiesen, insofern warte er schon darauf, wie lange es dauere bis die ARM-Maintainer dies ebenfalls erkennen.
Apropos ARM: Erstmals kann nun ein Kernel so kompilierte werden, dass er auf mehreren ARM-Prozessorgenerationen läuft. Auch bietet die Virtualisierungslösung Xen nun erstmals ARM-Support, dieser auf die neuen A15-Chips beschränkt.
Zu den Verbesserungen in Fragen Grafik gehören ein vollständig überarbeiteter Mode-Setting-Code für die Intel-Treiber sowie ein reduzierter Stromverbrauch bei Radeon-Chips. Auch der Nouveau-Treiber wurde in weiten Teilen umgearbeitet.
Weitere Fortschritte macht die Performance des Dateisystems btrfs: Dies betrifft vor allem fsync-Operationen, was sich aber auf die allgemeine Geschwindigkeit signifikant auswirken soll. Zudem wurde das Hard-Link-Limit innerhalb eines einzelnen Verzeichnisses angehoben.
Kernel 3.7 RC1 kann ab sofort über die Seite des Projekts in Form des Source Codes heruntergeladen werden. Die fertige Version sollte in rund zwei Monaten zum Download stehen. (apo, derStandard.at, 15.10.12)
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Mit Ubuntu/Mint und derzeit Kernel 3.6 ist sie nicht so übel. Es sollten allerdings Features wie internes Raid noch nicht produktiv eingesetzt werden, sondern etwa das Root-Dateisystem auf einer einzelnen oder mit mdadm "traditionell" gespiegelten Platte verwendet werden. Bei mir läuft es auf einer relativ kleinen SSD, /dev/sda1 on / type btrfs (rw,relatime,compress,ssd_spread,discard,subvol=@)
Achtung: soll das von Ubuntu/Mint genutzte "apt-btrfs-snapshot" verwendet werden, darf der "btrfs subvolume set-default" Befehl nicht verwendet werden.
Auch nicht im Experimentier-Rausch das @(Haupt)-Subvolume entfernen, das artet dann in Gefrickel aus beim nächsten BootVERSUCH :)
Die beschreibbaren Snapshots sind ein Hauptfeature.
Gesunde Softwareentwicklung bedingt regelmäßige Restrukturierung von Komponenten um steigender Codekomplexität und veränderten Anforderungen Rechnung zu tragen. Tut man das nicht, dann hat man die Wahl zwischen Entwicklungsstillstand, gänzlicher Neuentwicklung, oder teuer, zäher und fehleranfälliger Weiterentwicklung. Die Kunst ist, die gesamte Codebasis in einen Zustand zu halten, dass das Refactoring einzelner Komponenten möglichst unabhängig von den andere Komponenten glückt.
Wenn man rock-solid Kernel haben will, dann sollte man nicht zum -rc1 greifen, sondern zu einer LTS-Version a la 3.2.
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