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So schön verziert wird die männliche Brustwarze zu einem besonderen Anblick.
Anatomie und Physiologie weiblicher Brustwarzen und Warzenhöfe sind nicht umsonst so, wie sie eben sind. Auf die Stillfunktion der sogenannten Mamille ausgerichtet, produzieren die im Warzenhof liegenden Duftdrüsen ein Pheromon, das dem Säugling über die Nase den Weg zur Muttermilch weist. In der Brustwarze selbst enden die Milchgänge, über die der Säugling schlussendlich seine Nahrung bezieht. Und nicht nur der Nachwuchs profitiert davon, auch die Frau selbst, ist doch Brustwarze inklusive Warzenhof eine erogene Zone, die bei Berührung die sexuelle Erregung erhöht.
Die Aufgaben der weiblichen Mamille sind also klar definiert. Warum aber besitzt der Mann Brustwarzen, wo er doch weder stillen kann noch eine Stimulation als besonders erregend empfindet?
Die Antwort findet sich am Beginn der Ontogenese. "Schon bei der Befruchtung der Eizelle steht fest, welches phänotypische Geschlecht sich entwickelt. Es ist abhängig davon, ob ein männlicher (XY) oder ein weiblicher (XX) Chromosomensatz vorhanden ist", sagt Katrin Schäfer, stellvertretende Leiterin am Institut für Anthropologie der Universität Wien. Genetisch beziehungsweise theoretisch betrachtet ist also von Anbeginn an klar, ob ein Bub oder ein Mädchen das Licht der Welt erblicken wird.
Praktisch sieht die Sache aber etwas anders aus: Bis zur zehnten Schwangerschaftswoche nämlich ist der menschliche Embryo "phänotypisch weiblich". Erst zu diesem Zeitpunkt sorgt das Y-Chromosom dafür, dass sich aus den zunächst bipotenten Gonadenanlagen ein männlicher Hoden entwickelt. Das darin produzierte Testosteron bedingt dann die Ausbildung des männlichen Phänotyps, sprich: Die Ausbildung von Penis und inneren Geschlechtsorganen - Nebenhoden, Samenleiter und akzessorische Geschlechtsdrüsen (Samenbläschen, Prostata und Cowper-Drüsen) - wird angekurbelt. "Später trägt das Testosteron zur Verhinderung der Brustentwicklung bei", ergänzt Schäfer.
Tritt das Y-Chromosom also auf den Plan, ist die Entwicklung von Brustwarzen beim Mann nicht mehr aufzuhalten. Sie existieren bereits, noch bevor die phänotypische Entscheidung über Bub oder Mädchen fällt.
Die Natur hält sich mehrere Wochen offen, ob ein Embryo Mann oder Frau wird. Wozu? Vielleicht, weil der Mensch in grauer Vorzeit ein Zwitter war? Wieso aber hat dann die Evolution keine Veränderung gebracht und den Bauplan eines Embryos revolutioniert?
Der deutsche Human- und Evolutionsbiologe Carsten Niemitz sagte dazu in einem Interview von ntv.de: "Richtig zwittrig sind unsere Vorfahren wahrscheinlich noch vor über 500 Millionen Jahren gewesen." Dass eine halbe Milliarde Jahre später diese Anlage allerdings nach wie vor gilt, ist für den Verhaltensforscher kaum nachvollziehbar.
Tatsache ist laut Katrin Schäfer: "Weder damals noch heute hatte die Brustwarze im männlichen Organismus eine Funktion." Konkret hat sich daraus nie ein Vorteil für das Überleben oder die Reproduktion ergeben. Und als Selektionsnachteil hat sich das genetische Merkmal ebenfalls nicht erwiesen. Der Mensch pflanzt sich ungeachtet dessen fort.
Außerdem steht der Verdacht im Raum, die männlichen Mamillen könnten doch als Stillorgan dienen. Zumindest geht das aus Aufzeichnungen des deutschen Humanbiologen Alexander von Humboldt hervor. Er berichtete 1799 von einem venezolanischen Bauern, der sein Kind nach dem Tod seiner Frau über mehrere Monate gestillt haben soll. Ein Mythos? Oder besitzen Männer tatsächlich die Anlage zur Milchbildung und lässt sich diese Fähigkeit eventuell sogar durch Hormongaben künstlich erzeugen?
"Ja, physiologisch ist das durchaus möglich, denn der männliche Organismus besitzt alle Anlagen zur Milchbildung", so die Anthropologin. Ob sich Mann mit der Rolle des stillenden Vaters auch identifizieren könnte, sei hier dahingestellt. (Regina Walter, derStandard.at, 17.10.2012)
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weil der mensch von haus aus als weiblicher phänotyp entsteht.
kommen dann entsprechende, kostenintensive, hormone hinzu, wird das männliche erscheinungsbild generiert, sowie das männliche gehirn(dies braucht wieder extra hormone).
die beibehaltung der nippel beim mann hat keinerlei selektionsnachteile, also werden sie toleriert.
meiner meinung nach hat dies auch einen verhaltensbiologischen grund:
da das stillen an sich beim kind und bei der mutter glückshormone ausschütten lässt und deshalb männer auf brüste stehen. aber auch mädchen werden gestillt, und dies würde im umkehrschluss nur belegen, wieso es sinn macht, dass der männernippel für damen auch anziehend ist.
wer hat eine bessere idee?
"wo er doch weder stillen kann noch eine Stimulation als besonders erregend empfindet?"
was? männl. nippel sind sehr wohl erogene zonen! ich stimuliere meinen partner sehr gerne in diesem bereich, hab noch nie eine negative rückmeldung gekriegt, auch nicht bei ex-partnern... ok, gut einmal, da hab ich vll ein bissl zu fest zugebissen, aber das kommt nicht wieder vor.
man könnte vll meinen, dass ich einen kleinen harmlosen nippel-fetisch hab, also nehmt mir bitte nicht die freude daran. männl. brustwarzen find ich nämlich sehr toll. :)
schonmal daran gedacht dass nippel beim mann neben den unten genannten gründen ganz einfach auch als stärker innervierte zone sensibler auf berührung ansprechen und damit als indikator für eventuelle gefahr dienten.
sind immerhin direkt beim herzen platziert, das möglichst keinen schaden nehmen soll!
Modularer Längsbaukasten :)
VW hats vor- bzw. ... eigentlich nachgemacht.
Je mehr gleiche Teile, desto effizienter die Produktion.
Ist doch logisch, oder ?
Und dass wir Männer keine richtigen Möpse haben ist auch logisch, würden wir doch zu keiner Arbeit mehr kommen vor lauter grapschen :)
Naja, wenn man Laktation bei Männern durch die gleiche Methode wie bei Frauen induzieren kann (mechanisch), ist das Testen nicht so schwer und die Sache vom Humboldt auch nicht so unwahrscheinlich.
Vielleicht aber war das ein trans*-Mann und nicht sein biologisches Kind. Weiß man heute halt nicht!
Es gibt Frauen, die mögen Brustberührung nicht und es gibt einige Männer, die da auch erogene Zonen haben.
Und das ist auch noch ziemlich heftig gestreut und nicht geschlechtsabhängig AFAIK
Wie kann man da so schrecklich verallgemeinern?
Zumal erogene Zonen da nicht mal für irgendein Geschlecht Sinn machen würden - im Sinne der Fortpflanzung.
Mal absehen davon, dass sie bei Menschenfrauen im Vergleich mit anderen Primaten ziemlich unterentwickelt ist, ist sie wesentlich erregbarer und innervierter als die männliche Eichel bzw. die kleine Stelle am Bändchen. (Doppelt so viele Nervenenden, 80k warens glaub ich)
Sowas wird eher nicht Zufall sein, da gerade Nerven viel "kosten" und Unterschiede der Geschlechte extra angelegt werden müssen in der Kindesentwicklung, anders als bei Nippeln, die default eh da sind.
Eine gängige Theorie hat mit Partnerbindung und Zufriedenheit mit der Beziehung zu tun -> Verringerung von Fremdgehen&Kuckuckskindern. Frau weiß drüber hinaus, dass Mann an ihrem Wohlergehen Interesse hat -> guter Mann.
ja ... warum sollte ein klitoris in irgendeiner art und weise einen biologischen vorteil bringen? ... eine nicht erregbare frau hat ja so viele gründe regelmäßig geschlechtsverkehr zu haben wie eine erregbare frau ...
ja, auch mit ihrem posting, wenn sie es sich nochmals genau durchlesen und durchdenken. es mag sein, dass die klitoris, die sich aus der penisanlage entwickelt, also auch default da is, dazu beigetragen hat, dass sich der homo sapiens dadurch mehr vermehrt hat, aber funktion in dem sinn ist das keine. die klitoris ist genau das gleiche wie die brustwarzen bei männern, eine anlage, die nicht stört und praktisch ist, auch für mich als mann.
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