Dax schließt moderat im Plus

15. Oktober 2012, 19:00
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Hoffnung auf Beruhigung der Eurokrise

Frankfurt am Main - Der DAX hat am Montag moderat zugelegt. Die Hoffnung auf eine Beruhigung der Eurokrise trieb bis zum frühen Nachmittag die deutschen Standardwerte an und half dem DAX zum Sprung über die Marke von 7.300 Punkten. Kurz nach US-Börsenstart begannen Anleger jedoch damit, Gewinne einzustreichen. Der deutsche Leitindex schloss mit plus 0,40 Prozent bei 7.261,25 Punkten. Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um 0,75 Prozent auf 11.315,33 Punkte nach oben. Der TecDAX zeigte sich mit 0,19 Prozent im Plus bei 815,83 Punkten.

"Nach gemischten Wirtschaftszahlen aus den USA verflog die anfänglich positive Stimmung wieder etwas", sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Zusätzlich habe die Vorsicht zugenommen. "Die Tage der Entscheidung rücken näher", kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank und verwies auf den möglichen spanischen Rettungsantrag und den Troika-Bericht.

Zu den größten Gewinnern im DAX zählten Finanzwerte, nachdem die Citigroup in den USA den Markt mit ihren Quartalszahlen überzeugen konnte. Die Aktien der Commerzbank stiegen um 1,42 Prozent und die der Deutschen Bank um 0,98 Prozent. Für die Titel der Aareal Bank ging es im MDAX um 1,22 Prozent hoch. Im Gegensatz zur Konkurrenz musste die Großbank für das vergangene Quartal zwar einen herben Gewinneinbruch verkraften, operativ aber übertraf die Citigroup die Erwartungen der Analysten.

Ein Übernahmeangebot des US-Investors Advent für Douglas sorgte für einen Kurssprung der Aktien des Handelsunternehmens. Mit plus 8,09 Prozent auf 37,615 Euro waren sie der größte MDAX-Gewinner. Die im Besitz von Advent befindliche Beauty Holding Three AG bietet den Douglas-Aktionären 38,00 Euro je Aktie in bar.

Im DAX bewegte eine Übernahme in den USA die Titel der Deutschen Telekom. Der japanische Mischkonzern Softbank will die Mehrheit am US-Mobilfunkunternehmen Sprint übernehmen. Für den Bonner Konzern sahen Börsianer eher positive Aspekte. Die angekündigte Übernahme in den USA senke die Gefahr eines preistreibenden Bieterwettkampfes um das Unternehmen MetroPCS, das die Telekom-Tochter T-Mobile USA übernehmen will, hieß es. Dass die Aktie dennoch um 1,32 Prozent nachgab, wurde vor allem auf Unternehmensaussagen zurückgeführt. Die Telekom rechnet wegen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds bei ihren europäischen Töchtern und Beteiligungen erst ab 2014 mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation. (APA, 15.10.2012)

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