BRIC Country Rotator Index-Zertifikat

15. Oktober 2012, 09:12
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Indien ist derzeit vor Russland, China und Brasilien am schwersten gewichtet

BRIC - mit diesem Akronym hat der Chefökonom von Goldman Sachs, Jim O'Neill, Ende 2001 die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China als meistversprechende Wachstumsmärkte mit enormem Kurspotenzial ausgerufen. Mit dem simplen Grundsatz aller Trendfolgemodelle „Von einem Trend erwartet man, dass er sich fortsetzt." hat sich Anfang Juni 2006 die UBS der Optimierung von BRIC-Investments verschrieben. Der BRIC Country Rotator Index investiert zwar immer in alle vier BRIC-Staaten, jedoch mit halbjährlich jeweils zum Ultimo der Monate Juni und Dezember - wechselnden Gewichtungen. Derjenige Länderindex, der über die letzten sechs Monate die beste Performance ausweist, wird in der nächsten Periode zum Schwergewicht.

Aktuell nimmt der UBS India ADR Index mit 40 Prozent Gewichtung diese Spitzenposition ein, gefolgt vom RTX Russian Traded Index (30 Prozent) und dem HSCEI Hang Seng China Enterprise Index (20 Prozent). Das Schlusslicht im Portfolio stellt der MSCI Brazil Index mit 10 Prozent Gewichtung. Auf Sicht der letzten 36 Monate konnte der Index auf Basis des Rotationsmechanismus alle vier Einzelindizes hinter sich lassen: Am besten schlägt sich noch der RTX mit nur sechs Prozentpunkten Abstand, am schlechtesten der MSCI Brazil (minus 26 Prozentpunkte gegenüber dem Index).

Der beste Performer des letzten Halbjahres erhält die höchste Gewichtung

Da der UBS BRIC Country Rotator Index per 31.06.1998 auf 100 Indexpunkte normiert wurde und das Open End-Zertifikat auf diesen Index (ISIN: CH0025779734) bei einem Stand von 487,68 Punkten zu 100 Euro emittiert wurde, ergibt sich ein etwas unhandliches Bezugsverhältnis von 0,205052 (Indizes je Zertifikat). Die Notierung sämtlicher Einzelindizes in Fremdwährung bedingt ein Wechselkursrisiko gegenüber dem in Euro denominierten Zertifikat - daher liegt das Zertifikat trotz positiver Indexperformance über die letzten drei Jahre in etwa gleichauf mit dem Kurs zu Beginn dieser Periode.

Da das Zertifikat bereits an der Börse eingeführt ist, entfällt ein Ausgabeaufschlag. Die Emittentin erhebt eine Managementgebühr von 0,25 Prozent pro Quartal. Die Geld-Brief-Spanne beträgt zwei Prozent - das erscheint üppig, kann zum Teil aber durch die abweichenden Handelszeiten der Referenzbörsen und die dadurch mangelhaften Absicherungsmöglichkeiten gerechtfertigt werden.

ZertifikateReport-Fazit: Investoren, die zum einen an die BRIC-Staaten glauben und zum anderen sicher sind, dass diese sich nicht gerade in einem Seitwärtsmarkt bewegen denn dann kauft ein Trendfolgesystem immer teuer und verkauft billig , sollten sowohl die Volatilität der zugrundeliegenden Indizes als auch das Fremdwährungsrisiko in ihre Investitionsentscheidung einbeziehen.

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