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Wien - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) glaubt, dass die Zustimmung zum Fiskalpakt ein Hauptgrund für sein historisch schwaches Abschneiden bei der Wiederwahl zum SPÖ-Chef war. Möglicherweise sei auch die Neupositionierung in der Bundesheer-Debatte nicht ideal kommuniziert worden. Entsprechende Angaben machte er in mehreren Interviews Sonntagabend einen Tag, nachdem er beim Parteitag in St. Pölten nur gut 83 Prozent der Delegierten überzeugen hatte können.
In der "ZiB1" verteidigte Faymann den Fiskalpakt: "Das sind Maßnahmen, die sind notwendig." Im "Kurier" verspricht er rhetorische Besserung. Man müsse die Europa-Politik besser erklären.
Er habe verstanden, dass man über viele Fragen bereits "in einem früheren Stadium reden" müsse, erklärte Faymann in der "Kronen Zeitung". Dem Kanzler ist auch bewusst, dass die Kehrtwende der SPÖ von der Wehrpflicht zum Berufsheer "nicht ideal vorbereitet worden" sei.
Dass er so viele Streichungen bekommen hat, nimmt Faymann in der "ZiB" eher fatalistisch hin: "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann - nicht einmal in der eigenen Partei."
Oberösterreichs SPÖ-Obmann Josef Ackerl trat am Montag im Ö1-"Morgenjournal" für einen weiteren Parteitag vor der Nationalratswahl ein, bei dem man Geschlossenheit zeigen könne. Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter beurteilte diese Idee im APA-Gespräch aber "skeptisch".
Kräuter findet, dass sich die Funktionäre im Wahljahr lieber draußen bei den Wählern umtun sollten statt auf Parteitagen. Ein Bundesparteirat zur Listenerstellung stehe ohnehin an. Ähnlich sieht das Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller, die Ackerls Wunsch, das Wahlprogramm auf einem Parteitag zu beschließen, auch skeptisch beurteilt.
Kommunikationsdefizite werden in roten Reihen jedenfalls reihenweise angesprochen. Ackerl reichen Faymanns Erklärungen nicht gänzlich aus. Er findet, dass "die Partei breiter agieren muss", dass die Funktionäre und Mitglieder mehr miteinander diskutieren und letztlich mitreden dürfen sollen.
Burgstaller will von den Faymann-Streichern wissen, wer sie sind, und was sie wollen. "Zur Tagesorndung überzugehen allein ist mir auch zu wenig", hielt sie im ORF-Radio fest. Doch die Kritiker "sollen auch artikulieren, was sie gerne anders hätten" - und nicht anonym bleiben.
Kritik an Faymann kam hingegen von Vorarlbergs SPÖ-Parteischef Michael Ritsch: Der wahre Grund für Faymanns Absacken bei der Vorsitzenden-Wahl sei in dessen Nicht-Erscheinen vor dem U-Ausschuss zu orten, meint Ritsch. In den "Vorarlberger Nachrichten" (Montag-Ausgabe) meint er: "Das war ein klares Zeichen der Delegierten, dass sie mit der ganzen Abhandlung des U-Ausschusses einfach nicht einverstanden sind. Da gibt es nichts schönzureden." (APA, 14.10.2012)
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andreas koller hat in den salzburger nachrichten schon aufgezeigt woran es hakt:
http://www.salzburg.com/nachricht... len-32122/
nicht der große vorsittzende ist das problem, sondern die parteimitglieder, die ihm die gefolgschaft verweigern. am besten parteitage, wahlen und dergleichen plunder ersatzlos streichen.
schließlich war ja der werner eh beim interview mit dem armin wolf, das muss genügen, das war härter als jeder parteitag für ihn, ehrlich! werner ist so genial, der braucht keine spö, der ist sich selbst genug, denn die menschen lieben ihn!
oder die location. oder das gute buffet? vielleicht waren alle so zufrieden, dass sie sich gedacht haben: "eigentlich ist alles so toll und so super in der spö, das ist fast zu perfekt - na, dann streich ich halt ausnahmsweise mal den werner, obwohl er der beste ist, nur so, ohne mir was dabei zu denken!"
so oder ähnlich haben bestimmt viele gedacht! ganz, ganz sicher!
aber er darf es sowieso nicht benutzen. Die gesamte Parteispitze befindet sich seit Faymanns unterwürfigen Leserbrief und seither täglich fortgesetzten Kniefällen - samt dazugehörigen Inseraten - in der Geiselhaft von Heute, Österreich und Krone.
und gsuacht, dass er einen grund findet, für das grottenschlechte abschneiden.
aber wie immer ist er wohl (mir ist es eh wurscht) am falschen dampfer. warum, weiss jeder hier sowieso.
er ist ja nichtmal manns genug, für fehler einzustehen, die man - mit sehr viel gnade und güte auch als polit. feind - durchlassen könnte.
wenn man wüsste, dass sich generell was ändert, es ihm leid tut (falls da was wäre ...). aber den lakaien ostermayer hinschicken ist ... fad.
ich weiss bis heute nicht, ob fay immer noch inseriert, wo und wieviel und ob ihm das taugt.
verkaufen will, redet man nicht vom schwachen Ergebnis weil ein Kanzler Österreichs Verantwortung für etwas unpopuläres übernommen hat sondern vielmehr davon, weil ein Parteivorsitzender nicht die Verantwortung für seine falsche und korrupte Art an die Spitze zu kommen annehmen will. Und solang wird der Wähler eben für DUMM verkauft - es geht ja weiter in diese Richtung wie man sieht.
Inseratitits gravis leidet. Diese Krankheit, wird durch den Kontakt mit KZ, Oggi und Austria übertragen, befällt vor allem die Gehirne von Politikern. Er ist schwer ansteckend und nur durch Quarantäne einigermaßen in den Griff zu bekommen. Am besten gleich bei der nächsten Wahl, bevor es nicht schon zu spät ist. Typischen Anzeichen: Vermeidungssucht und Erinnerungslücken.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Mediamil-Komplex zerschlagen werden muss.
Ich bin als einfacher Genosse, ohne jedes Amt oder Abhängigkeit von der Partei, mit unserer aktuellen Parteispitze genauso unzufrieden. Nur wie organisiert man die Graswurzelrevolution? Die Amtsinhaber, auch wenn Sie ähnlich unzufrieden sind, haben alle Abhängigkeiten und Interessenkonflikte, die zur "Selbstzensur" führen. Keiner will der Königsmörder sein. Das kann namlich auch voll in die Hose gehen, siehe Edlinger vs. Riedler in Graz 2010. Also was tun? Warten bis Faymann nach schwachem Wahlsieg 2013 und erneuter Kanzlerschaft irgendwann von selber abtritt?
Das Problem ist wohl, dass weit und breit kein Nachfolger in Sicht ist. - Burgstaller und Voves werden genannt, aber 1. gehen Landeshauptleute schon aus Eigeninteresse nicht gerne in den Bund und ob Burgstaller wirklich Kanzlerin kann, möchte ich auch bezweifeln.
Mit halbwegs akzeptablen Beliebtheitswerten gibt es im Bund nur Heinisch-Hosek oder Hundstorfer (oder Prammer) - da tut sich auch niemand wirklich hervor.
Es ist trostlos - man muss wohl auf Schwarz/Blau warten, um Faymann loszuwerden.
dermaßen dümmlich-brutal den wunderbar gearbeitet habenden Korruptions-U-Ausschuß abzuwürgen und ihm dann noch erlaubt, eine frech-schwachsinnige Abschlußerklärung (eigentlich: Abschuß-Erklärung) abzugeben, darf man sich nicht wundern oder Kommunikations-Probleme vorschieben.
Die Watschn war verdient !
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