Überblick: Die geplanten Sparmaßnahmen

27. August 2003, 15:47
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Vor allem Einschränkungen bei den Investitionen

Wien - Auf Grund ihres knappen Budgets im Jahr 2003 haben die Universitäten in den vergangenen Wochen zahlreiche Sparmaßnahmen in den Raum gestellt. Diese reichen von Einsparungen bei den Reinigungskosten bis zu Einschränkungen bei der Aufnahme neuer Studenten. Grundtenor: An praktisch allen Unis werde heuer kaum investiert werden können.

Im Anschluss eine Übersicht über die geplanten Einsparungen an den Hochschulen.

UNIVERSITÄT WIEN: An der Uni Wien sind Investitionskürzungen geplant, außerdem wurde ein Aufnahmestopp für neues Personal verhängt. Ausnahmen gibt es nur, wo die Uni zu Schadenersatzleistungen bei laufenden Verfahren gezwungen wäre oder bei bereites erfolgten Zusagen für Berufungen des Lehrpersonals. Außerdem werden laufende Aufwendungen gekappt, so soll es etwa bei den Reinigungskosten zu Einsparungen kommen.

TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN: Die Technische Universität (TU) Wien nimmt im Herbst alle Erstsemestrigen auf. Dies betonte TU-Rektor Peter Skalicky nach Budgetgesprächen im Bildungsministerium am Donnerstag in einer Aussendung. Am Dienstag hatte Skalicky in der ORF-Sendung "Report" in den Raum gestellt, auf Grund der Budgetnot im Wintersemester in den Studienrichtungen Informatik und Architektur keine Studienanfänger aufzunehmen. Nun habe das Ministerium aber zugesagt, den von der TU aufgezeigten Mehrbedarf zur Verfügung zu stellen, so Skalicky.

VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN: Eingestellt werden sollen Tierrettung sowie die Aufnahme und Gratis-Behandlung von aufgefundenen Wild- und Haustieren. Dringend nötige Investitionen würden erneut aufgeschoben.

UNIVERSITÄT INNSBRUCK: Geplant sind vor allem Einsparungen bei Investitionen, ein Aufnahmestopp und die Reduktion von Überstunden. Keine Sparmaßnahmen soll es bei der Lehre geben.

UNIVERSITÄT LINZ: In vielen Bereichen soll es zu einem Investitionsstopp kommen.

UNIVERSITÄT KLAGENFURT: Gespart werden soll bei Investitionen, der Gebäudeerhaltung und der Nachbesetzung vakanter Stellen. Explizit ausgeschlossen wurde eine Streichung von Lehrveranstaltungen.

UNIVERSITÄT GRAZ: Bei den Investitionskosten wurden sämtliche Beschaffungsvorgänge gestoppt. Auch der Lehr- und Forschungsbetrieb könnte nicht mehr in der bisherigen Form aufrecht erhalten werden.

UNIVERSITÄT SALZBURG: Auch an der Uni Salzburg werden Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

TECHNISCHE UNIVERSITÄT GRAZ: Auch an der TU Graz wird weniger investiert. Außerdem würden die Mittel nicht mehr reichen, um für die Berufung neuer Professoren wettbewerbfähige und marktübliche Gehälter zu zahlen.

MONTANUNI LEOBEN: Die eigentlich für Investitionen vorgesehenen Mittel sollen in die Personalausgaben fließen. Im Raum steht auch die Streichung von Lehrveranstaltungen.

MUSIK-UNIVERSITÄT WIEN: An der Musik-Uni Wien können Investitionen nicht mehr durchgeführt werden, der Lehrbetrieb im kommenden Studienjahr sei "nicht mehr im vollen Ausmaß garantiert".

UNIVERSITÄT FÜR ANGEWANDTE KUNST: Investitionen und Ankäufe für die Bibliothek können nicht mehr getätigt, Gerätereparaturen nicht durchgeführt werden. Softwareankäufe, Ausstellungen und Publikationen müssen reduziert werden. In der Uni gebe es laut Rektor Gerald Bast sogar Stimmen, die ein teilweises Zusperren im Herbst vorschlagen. (APA)

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