Felix Baumgartner absolvierte Rekordsprung

14. Oktober 2012, 20:36
  • Felix Baumgartner "20 Tonnen leichter" nach seinem Rekordsprung.
    foto: reuters/balaza gardi/redbull/handout

    Felix Baumgartner "20 Tonnen leichter" nach seinem Rekordsprung.

  • Ausstieg in über 39.000 Meter Höhe.
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    foto:red bull, stefan aufschnaiter/ap/dapd

    Ausstieg in über 39.000 Meter Höhe.

Am Sonntag hat es nach mehreren Verschiebungen doch geklappt, der Wind zeigte in Roswell Gnade. Extremsportler Felix Baumgartner begab sich auf die Reise in die Stratosphäre, um aus rund 39.000 Metern abzuspringen. Er landete heil.

Roswell - Und so endete die Geschichte: Der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner ist nach seinem Rekordsprung am Sonntag um 12.16 Uhr Ortszeit (20.16 Uhr MESZ) sicher in der Wüste von New Mexico gelandet. Er war aus 39.045 Metern Höhe abgesprungen, sein freier Fall dauerte vier Minuten und 19 Sekunden. Der 43-jährige Salzburger riss bei der sicheren Landung jubelnd die Hände in die Höhe und schaute total entspannt (glücklich) drein. Applaus auch in der Mission Control in Roswell, Angehörige umarmten sich. Die Mission Stratos, die nicht ausschließlich, aber in erster Linie Red Bull fasziniert hat, war geglückt. Die Kapsel ist übrigens 25 Minuten später gelandet. Baumgartners erste Reaktion: "Mir sind 20 Tonnen Last von meinen Schultern gefallen. Dazwischen dachte ich, wir müssen abbrechen, weil die Visierheizung nicht funktioniert hat." Ad Sprung: "Teilweise war es richtig gefährlich, ich dachte, ich verliere im Trudeln das Bewusstsein."

Ein paar Minuten davor taumelte er etwa eineinhalb Minuten lang, ehe er wieder Kontrolle über seinen Körper bekommen hat. Baumgartner erreichte eine Geschwindigkeit von 1342,8 km/h, die 1,24-fache Schallgeschwindigkeit. Er durchbrach damit als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer.

Ein Rekord bleibt Kittinger

Nach bangen 90 Sekunden freiem Fall begann Baumgartner mit der Mission Control und seinem Mentor Joe Kittinger zu kommunizieren, der sich darüber sehr freute. Nach rund vier Minuten zog er die Reißleine seines Fallschirms, womit Kittinger den Rekord vom längsten freien Fall aus dem Jahr 1960 behalten hat (4:36 Minuten). Es sei dem 84-jährigen Amerikaner vergönnt, der einst aus einer Höhe von 31 Kilometer abgesprungen ist. Als einer der ersten Gratulanten stellte sich Arnold Schwarzenegger via Twitter ein: "Gratulation Felix. Es war ein Vergnügen, dir zuzusehen."

Bundeskanzler Werner Faymann war noch schneller mit einer Aussendung: " Sein Sprung war für Millionen Menschen weltweit ein faszinierendes Ereignis. Ich bin aber zuallererst froh, dass alles gut gegangen ist."

Es ist also gut gegangen. Dabei hatte es lange danach ausgesehen, als würde die Mission wie schon am Dienstag scheitern. Schuld hatte der Wind in Roswell. Der ist eben oft stärker als ein von Menschen geschaffener Ballon, der mit Helium gefüllt wird und fast 40 Kilometer hoch steigen soll. Der Countdown des Stratosphären-Sprungs wurde mehrmals gestartet und mehrmals gestoppt.

Um Punkt 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit passierte das nicht mehr für möglich gehaltene, der Ballon hob samt Kapsel und Baumgartner ab. Das Werbe-Konzept von Red Bull ging auf. Der Aufstieg dauerte rund zweieinhalb Stunden. Der 43-Jährige saß zu diesem Zeitpunkt bereits stundenlang in der Kapsel, die an einem Kran befestigt und mit dem Ballon verbunden war. Baumgartner atmete weiterhin, wie schon zuvor im Wohnwagen, reinen Sauerstoff ein. Um den Wagemutigen in der Kapsel kühl zu halten, wurde mit einem Schlauch kalte Luft hinein geblasen.

Servus TV hielt die Zuschauer stundenlang bei Laune, der öffentlich-rechtliche ORF hielt wacker mit. (red, DER STANDARD 15.10.2012)

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ui =

uninteressant

Brr

Sind denn niemandem Kittingers Brusthaare aufgefallen? Die sind ja mindestens 15cm lang.

Mich erinnert

Baumgartner an diesen Helden:

Bei der Macht von Grayskull...!!

http://www.he-man.org/collectin... php?id=510
http://he-man.wikia.com/wiki/Stratos

Mondlandung

Dieser Sprung aus 39 Kilometer Höhe ist mit allen seinen Unwägbarkeiten ist mit der Mondlandung vergleichbar.

Würden alle Chinesen gleichzeitig aus 39 Km Höhe herunterspringen,

hätte das eine (geringe) Auswirkung auf die Erdrotation?

Ist einfach zu berechnen:
1,3 Mrd Chinesen mit 50 kg Durchschnittgewicht:
65 Mln Tonnen.
Derart geringe Masseverlagerung hat eine sehr geringe Auswirkung auf die Rotationsgeschwindigkeit.

falsche Fragestellung

Richtige Fragestellung: Würde man alle Chinesen auf 39km Höhe bringen, hätte das eine Wirkung auf die Erdrotation?

Ich vermute, das ist wie bei der Pirouette beim Eislaufen. Aber gibt es so viel Helium? Ohne, dass wir von der Sonne borgen müssen.

.. hängt wohl von der Landung ab....

.. und davon, ob sie einen Fallschirm benutzen.

:-)

Es war wie die Außenwette von Wetten Dass,....

mit Jäger und ohne Gottschalk.

Toll - aber warum Baumgartner?

Es gäbe viele andere Österreicher/innen, die ich liebend gerne aus großer Höhe hinabstürzen sehen möchte :)

ohne....

.....Schirm, nehme ich an.....

mit
Regenschirm.

War vorher skeptisch,

habs mir angesehen und muss sagen!

Tolle Leistung, interessant!

Aufregend war auch die Höhe in Verbindung mit der Ballonform, wenn man sich denkt, das sind 0,002 Hüllenstärke!

Gewaltig war die Ausstiegsaufnahme und der Absprung!

Gratulation!

sorry eine Null zu viel nach dem Komma - Hüllensärke 0,02mm - Stimme sonst zu

nachdem du keine Einheit dazugeschrieben hast, ist die Anzahl der Nullen eh frei wählbar.....
:-)

Die spannendste Fernsehsendung seit langem

... und auch noch marketing-technisch perfekt aufbereitet. Auch die BBC-Doku werden sich viele sehr gern ansehen. Viel besser als die meisten, mindestens genauso teuren Fernsehserien und Hollywood-Blockbuster.

Und ein Mensch, der in dieser Höhe aussteigt und springt hat so oder so meinen Respekt.

Good Show.

Die NZZ siehts ein wenig anders:

"... um das Publikum an einer im Grunde genommen todlangweiligen Fernsehübertragung dranbleiben zu lassen."

die langeweile haengt sicher vom betrachter ab. ich fands z.b. bereits cool, dass der ballon beim dekomprimieren noch mal ein bisschen aufstieg, weil ja die "schwere" luft entwichen ist. und die zweieinhalb stunden waren voll von solchen details. ich weiss nicht, was im orf gezeigt wurde, aber der life feed war recht gut.

ich denke trotzdem, die NZZ sieht das besonders kritisch, weil sie nichts mit verdient und bandbreite an ein anderes medium verliert.

ohne spektakel geht bei uns rein gar nix weiter.
so schlecht das ist, hat einer reagiert, der mit seinem kapital eines zustande bringen kann.

es geht doch in der marktwirtschaft um was anderes: transparenz.
http://www.telegraph.co.uk/finance/n... ydive.html

ich bin für offenlegungspflicht von wesentlich mehr geschäftlichen details als leider üblich. wem gehört was, und auch ums fünfte eck, auch wenn rein privat, ab 10 mille oder so muss pflicht werden.

Der ORF hat auch nichts mitverdient und sich gleichzeitig prostituiert. Naja, Hauptsache Spektakel.

dem orf hätte das langfristig quoten gekostet, was die parteien im "rat" nicht wollen.

wenn er nicht voll mitmacht, gucken die leute nämlich servus TV, und das könnte ihnen versehentlich besser zusagen, so insgesamt und überhaupt, wenn sie mal angefixt sind.

Ich glaube viele sind frustriert,

weil man nichts gewinnen konnte!

Heutzutage ist es ja üblich dass man bei jeder verblödeten Sendung 3 Autos, 5 Handys oder 5.000€ gewinnen kann.
Hätte es RTL übertragen wäre sicher solch eine Frage gekommen.
Wie heißt der Pilot von RB Stratos
1.Felix Baumgartner
2.Felix Waldgartner

Im Grunde genommen wars genauso aufgezogen wie die von dir genannten Blödsendungen.
Nur ohne die noch blöderen Fragen.

ja, genau, mit einer sogenannten "Mehrwert"nummer, die ständig besetzt ist zum Anufen :D

Wie heisst die absprungregion

A) stratosphaere
B) baumgartner hoehe

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