Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Der beste Beweis dafür, wie kurz das menschliche Gedächtnis in der Politik sein kann, sind die jüngsten Regional- und Senatswahlen in Tschechien. Die unreformierten tschechischen Kommunisten, die sich auch zwei Jahrzehnte nach der Wende weigern, klar zu ihrer stalinistischen Vergangenheit auf Distanz zu gehen, etablierten sich vielerorts als tonangebende politische Kraft.
Der Gedächtnisverlust bezieht sich auch auf ein anderes Problem des heutigen Tschechien, die Korruption. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass mit Jirí Dolejš eben jener kommunistischer Politiker sensationell die relative Mehrheit in einem Prager Senatskreis erhielt, der vor wenigen Jahren mit verdeckter Kamera aufgenommen wurde, als er sich bereiterklärte, gegen Bezahlung zugunsten von Glücksspiel-Lobbyisten zu intervenieren und ein entsprechendes Gesetz zu beeinflussen.
Und auch der Christdemokrat Jirí Cunek, der mit fast fünfzig Prozent das beste Einzelergebnis aller Senatskandidaten einfahren konnte, erlebt eine politische Auferstehung. Vor einigen Jahren, als Cunek Vizepremier war, paralysierte dessen Bestechungsaffäre über Monate das damalige Kabinett. Es folgte eine beispiellose Intervention der Staatsanwaltschaft, weil das Überleben der Regierung auf dem Spiel stand. Der Fall wurde schnell zu den Akten gelegt. Nun darf sich Cunek als Held feiern lassen, auch wenn sein Triumph einen schalen Beigeschmack hinterlässt. (DER STANDARD, 15.10.2012)
Mehr als zwei Monate nach der verlorenen Landtagswahl fand die niederösterreichische Posse ein seltsames Ende.
Die bewusste Betonung des Andersseins macht aus fremdbestimmten Außenseitern lediglich selbstbestimmte Außenseiter
Die Regierung nimmt die Bankenrettungen auf die leichte Schulter
In absehbarer Zeit wird niemand mehr Kontrolle über das gesamte Land ausüben können
Die Abschaffung des allgemeinpolitischen Mandats würde die Krise der ÖH besiegeln
Will Obama aus seiner zweiten Amtszeit einen Erfolg machen, muss er sich beeilen
Der ÖSV-Präsident soll Österreichs Sportler innert drei Jahren für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro fit machen
Radler sind relativ schnell und sehr verletzbar, gefärbte Radwege sind ihnen ein sinnvoller Schutz
Schwarze Kreisverkehre, rote Öffis? Die Grünen würden schnell Veruntreuung vermuten
Wie die Wahlbeteiligung steigen und die ÖH wieder mehr Einfluss gewinnen könnte
Das kollektive Gedächtnis hat die Schauspielerin als "Über-Frau" abgespeichert - Mit ihrer Operation gerät dieser Status ins Schwanken
Der Zeitplan, den die EU-Partnerländer für die Verabschiedung der Zinsrichtlinie festgelegt haben, lässt Spielchen nicht zu
Und was bleibt den Grünen? Zunächst einmal: Arbeit
Den Konsumenten für die miserablen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken verantwortlich zu machen, greift zu kurz
Spindelegger spricht zur Partei und sich selbst: Leistung zählt - sonst noch was?
Das Euroland mit dem maroden Bankensektor strudelt also weiter, statt ein klares Signal an die Märkte und die EU zu versenden
Warum wir nicht "Muslimas" schreiben? Es heißt "Musliminnen" und "Muslimin"
Zuerst Kärnten, jetzt Salzburg: Fehlentwicklungen in der Politik werden abgestraft
In den vergangenen Monaten hat sich die Lage in Nigeria verschärft
Die soziale Schieflage bei Einbürgerungen bleibt
Es darf nicht sein, dass nun im Prozess wieder unsauber gearbeitet wird
Die neue Kampagne des Verbands Österreichischer Zeitungen zeigt, dass die sozialen Medien nicht richtig verstanden werden
Unser System muss und soll mehr Parteien aushalten
Terrorermittlungen als Online-Netzwerkspiel
dem Volk, "Gedächtnisverlust" vorwerfen ? Ist das Ihr Verständnis von Demokratie ? Nur wenn's Ihnen passt ist es demokratisch ?
Wenn rechtskonservative Ideologien nur Wirtschaftsdiktatur und ewiggestrige Sparquälereien auftischen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Leute ihr Heil in der diktatorischen Vergangenheit suchen, in der es vielen nämlich wirtschaftlich besser gegeangen ist, als jetzt in den sogenannten Demokratien, die Sie jetzt plötzlich auch noch selbst definieren wollen.
der autor verwechselt offenbar sein gedächtnis mit dem gedächtnis der tschechen.
möglicherweise erlebten viele tschechen den kommunismus nicht ganz so schrecklich, wie der autor, der ihn selbst nicht erlebt hat, sondern ihn nur aus den westlichen medien kennt.
und möglicherweise erleben viele tschechen den kapitalismus als schrecklicher als der auslandskorrespondent eines neoliberalen, westlichen mediums.
deshalb eine demokratische wahl zu diskreditieren, ist so armselig, wie man es von kulturkämpfern eben gewohnt ist.
Kein Wunder, dass Kommunisten in Tschechien wieder gewählt werden.
Weil die Lügen und Versprechungen der Kapitalisten immer mehr von den Menschen erkannt werden.
Unter dem Kommunismus ging es sehr vielen Menschen besser. Es gab keine Arbeitslosen, keine hohen Mietpreise, keine Obdachlosen, jeder bekam Arzt, Medizin und Krankenhaus kostenlos.
Immer mehr Menschen erkennen, was der Kapitalismus für eine Schweinegesellschaft ist, wo es eine Handvoll Superreiche gibt und alle anderen immer ärmer werden.
Der Wähler hat immer Recht - auch wenn er Unrecht hat.
Das ist mal in einer Demokratur wie sie in Europa vorherrscht so.
Aber machen Sie sich nix draus, Hr. Schuster, es wird nix ändern.
Denn wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann hätte man sie schon längst abgeschafft! :-)
ohne kollektiven Gedächtnisverlust hätte es nie einen erfolgreichen Politiker Haider, Strache und Konsorten gegeben. Das ungebildete Volk wird immer da mitstimmen wo Versprechungen gemacht werden, auch wenn diese nicht zu halten sind. Hinterfragen will man gar nicht, denn dann könnten ja Träume sterben.
dass sich ÖVP und SPÖ damals auf einem sehr positiven Reformweg befanden - die 90er waren, was die Regierung betrifft, weitgehend skandalfrei - das war in den 80ern und vor allem den 2000ern ganz anders.
Man hat eine anständige Regierung abgewählt, um endlich wieder eine unanständige zu bekommen - na bravo!
diese 2 Aussetzer als Beispiel für kollektiven Gedächtnisverlust zu nennen.
Die richtige Frage ist: Warum werden diese Leute auch trotz das o.g. gewählt?
Antwort: Weil ihre Gegner noch schlechter sind!
Das ist das Traurige an der aktuellen tschechischen Politik.
.. in Linz wird der Ausbau der Autobahn Richtung Budweis behindert, wie es nur geht.
Tschechien hat dabei viel zu gewinnen.
Dafür ist aber seit Jahren in Tschechien der Baufortschritt = NULL.
Was also haben die Regierungen seit den Kommunisten wirklich verbessert?
Arm sterben, ist für mich keine Leistung...
die geringere Umweltverschmutzung,
die bessere Versorgung mit Obst und Gemüse,
der freiere Umgang miteinander,
die Möglichkeit auch durch Arbeit und Unternehmertum Geld zu verdienen,
das Aufblühen der Städte,
das Ende des Polzeistaates
um nur einige Kleinigkeiten zu nennen.
Waren Sie denn wirklich noch nie in Tschechien?
scheinbar waren die tschechen, die die kommunisten wählen, auch noch nie in tschechien.
oder sie erkennen einfach milch und honig nicht, der sie geschmeidig umfliesst :)
aber warum bloss?
sind sie unbelehrbar? undankbar? gar dumm?
oder ist ihre lebensrealität vielleicht doch eine andere?
die Politik wird transparenter, die Parteienherrschaft zurückgedrängt, die Wirtschaft brummt; und trotzdem gewinnt Haider fast jede Wahl, bis seine Partei an die Macht kommt, die Flüchtlingsströme von Deutschland nach Österreich umlenkt und eine Politik der Korruption und Vetternwirtschaft einführt.
Ich denke, es gab damals viele dumme, unbelehrbare und undankbare Österreicher.
Ältere Menschen halten an den Denkweisen und Realitäten der ersten Lebenhälfte fest, auch wenn das nicht rational ist. Und jüngere protestieren gerne, auch wenn das was sie ablehnen besser ist als das, was sie installieren wollen.
die !Wirklichkeit! die !wir! heute spüren ist also die absolut obektive, echte Wirklichkeit?,
und eine Stimme für die FPÖ war eine Stimme gegen die heutige !Wirklichkeit! ?
... oder war das nur ein leicht abbaubares Posting, nicht kontaminiert durch irgendeine Art von Sinn?
heute spüren ja sehr viele das gleiche: dass es ziemlich bergab geht. die unten spüren das sehr stark, die oben schwafeln immer noch um den heissen brei herum.
eine stimme für die fpö war genauso zeitverschwendung wie eine stimme für alle anderen parteien.
und wenn Sie probleme mit sinnerfassung haben, sollten Sie daran arbeiten.
es war nicht dumm, es war absehbar sinnlos (aus meiner sicht).
das wissen, dass es sinnlos ist, eine partei zu wählen entspringt aber nicht der klugheit sondern der resignation verknüpft mit erfahrung/enttäuschung (aus meiner sicht).
ich halte die menschen nicht für dumm, weil sie hoffen, ich halte sie subjektiv für bemitleidenswert.
im übrigen wählen auch sehr kluge menschen parteien. das wahlverhalten sollte man nicht überbewerten. es macht nur einen kleinen teil im grossen spektrum eines menschen aus aber nicht den menschen an sich. wenn ein mensch in einem teil seines daseins also an etwas sinnloses glaubt, ist er noch lange nicht dumm, sondern er irrt. und das tun wir alle, da oder dort.
amen müsst ich jetzt noch sagen :)
Die Umwelt wird nach wie vor verschmutzt.
Obst und Gemüse gab es auch im Kommunismus, nur viel billiger.
Freierer Umgang miteinander? Wenn sie das meinen, irren Sie sich gewaltig. Wer mehr Geld hat, hat jetzt das Sagen. Freiheit für Geld. Ist das besser?
Viele Arbeitslose, das ist jetzt die große Wahrheit. Die "Möglichkeit" gut bezahlte Arbeit zu finden, ist sehr eingeschränkt. Städte blühen nicht auf, sie ersticken im Abgas und Lärm der Automassen.
Polizei gibt es jetzt mehr als früher.
Ich bin sehr sehr oft in Tschechien. Und ich sage Ihnen nochmals: Viele Menschen dort sehnen sich nach dem Kommunismus zurück.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.