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Die hektische Betriebsamkeit der Österreicher im Spiel gegen Kasachstan lässt sich am Passnetzwerk deutlich nachlesen: Über 90 Minuten entwickelte sich ein multiples Beziehungsgefüge - zugleich Ausdruck für die beharrlichen Bemühungen im Aufbauspiel und die darin auftretenden Probleme. Die starke Querverbindung zwischen den beiden Innenverteidigern Prödl und Pogatetz ist eine Folge des Pressings der Kasachen, die den Fluss der Österreicher früh zu unterbinden versuchten.
Die Zähigkeit der Spieleröffnung setzte sich in einem verhältnismäßig faserigen, immer wieder abreißenden Kombinationsspiel fort. Lief in der ersten halben Stunde das meiste über den linken Flügel, entwickelte sich über die Gesamtdauer des Spiels zwischen Garics, Arnautovic und Junuzovic ein Dreieck auf der rechten Seite, das seine Impulse von Kavlak, dem unermüdlichen Antreiber im zentralen Mittelfeld, erhielt. Meist versandeten die Kombinationen jedoch in der konsequent gestaffelten und mit kettenhundartiger Rigidität zu Werke gehenden kasachischen Defensive, der es auch musterhaft gelang, Spitze Harnik aus dem Spiel zu nehmen.

Relativ isoliert erscheint Ivanschitz, dessen Beweglichkeit und Übersicht diesmal weniger Anschluss fanden als zuletzt. Auch der linke Verteidiger Fuchs erzeugte deutlich weniger Offensivimpulse als gewohnt. Dass dem Spiel der Österreicher im Unterschied zum Match gegen Deutschland letztlich auch die Präzision fehlte, dokumentiert sich an den verhältnismäßig schwachen Werten in der Statistik der angekommenen Pässe: Vor allem Junuzovic, Arnautovic und Ivanschitz liegen darin weit unter ihren durchschnittlichen Koeffizienten. Dies brachte jene fruchtlose Unruhe ins Spiel, die sich in einer allgemeinen Lähmung manifestierte. Insofern mündete das Spiel aus netzwerkanalytischer Perspektive in eine dichte Ereignislosigkeit und war somit weit entfernt vom heuer bereits Gezeigten.(Helmut Neundlinger, DER STANDARD, 15.10.2012)
SCHLÜSSELSPIELER*
1. Pogatetz 165 (89/76)
2. Junuzovic 156 (72/84)
3. Arnautovic 137 (60/77)
4. Garics 133 (77/56)
5. Kavlak 130 (69/61)
6. Prödl 127 (76/51)
7. Harnik 100 (27/73)
8. Fuchs 84 (49/35)
9. Baumgartlinger 78 (41/37)
9. Ivanschitz 78 (32/46)
11. Almer 66 (44/32)
12. Janko 27 (8/19)
*gegebene und angenommene Pässe
ERFOLGREICHE PÄSSE IN PROZENT
1. Weimann 100,0 (2 von 2)
2. Prödl 92,1 (70 von 76)
3. Baumgartlinger 90,2 ( 37 von 41)
4. Kavlak 89,9 ( 62 von 69)
5. Pogatetz 88,8 (79 von 89)
6. Garics 88,3 ( 68 von 77)
7. Almer 86,4 ( 38 von 44)
8. Jantscher 85,7 ( 6 von 7)
9. Harnik 85,2 ( 23 von 27)
10. Fuchs 79,6 ( 39 von 49)
11. Arnautovic 76,7 (46 von 60)
TEAMANTEIL ERFOLGREICHER PÄSSE
1. Pogatetz 14
2. Prödl 13
3. Garics 12
4. Kavlak 11
5. Junuzovic 10
6. Arnautovic 8
7. Fuchs 7
7. Baumgartlinger 7
7. Almer 7
10. Ivanschitz 4
10. Harnik 4
DIE MEISTEN PÄSSE / PASSVERSUCHE
1. Prödl-Pogatetz 21
1. Almer-Pogatetz 21
3. Garics-Arnautovic 20
4. Pogatetz-Prödl 18
5. Junuzovic-Arnautovic 15
5. Pogatetz-Kavlak 15
5. Garics-Junuzovic 15
8. Arnautovic-Junuzovic 14
9. Junuzovic-Harnik 12
9. Arnautovic-Harnik 12
11. Garics-Harnik 11
11. Kavlak-Junuzovic 11
11. Arnautovic-Garics 11
11. Ivanschitz-Harnik 11
11. Garics-Prödl 11
16. Kavlak-Garics 10
16. Harnik-Junuzovic 10
16. Pogatetz-Fuchs 10
16. Prödl-Junuzovic 10
AM ÖFTESTEN ANGESPIELT
1. Junuzovic 84
2. Arnautovic 77
3. Pogatetz 76
4. Harnik 73
5. Kavlak 61
6. Garics 56
7. Prödl 51
8. Ivanschitz 46
GABEN DIE MEISTEN PÄSSE
1. Pogatetz 89
2. Garics 77
3. Prödl 76
4. Junuzovic 72
5. Kavlak 69
6. Arnautovic 60
7. Fuchs 49
8. Almer 44
Die Analytiker
FAS.research mit Sitz in Wien und New York war schon bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 sowie den EM-Endrunden 2008 und 2012 im Einsatz und analysiert exklusiv für den STANDARD Österreichs WM-Quali-Spiele. Team: Ruth Pfosser, Helmut Neundlinger, Wolfgang Streibl und Harald Katzmair.
Der Ansatz
Die Spielzüge werden aufgenommen und codiert. Der Datensatz wird netzwerkanalytisch ausgewertet, das Ergebnis wird interpretiert. In der Grafik werden die Ballwege zu den drei wichtigsten Passpartnern verdeutlicht. Die Kreisgrößen ergeben sich aus den Summen angekommener und abgegebener Pässe.
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- schon im Laufe der ersten Hälfte wurde die linke Seite konsequent ignoriert - ich hab immer noch keine Ahnung warum. Waren die Gegenspieler da noch aggressiver?
Junuzovic hat mich enttäuscht. Von ihm erwartet man sich mehr gefährliche Passes.
Baumgartlinger hat mir wieder gut gefallen eigentlich - der schaffts Stabilität im defensiven Mittelfeld herzustellen, auch wenn ich immer das Gefühl hab dass er nicht der Mann ist für große Spieleröffnungen, scheint er immer was sinnvolles zu tun mit dem Ball (und auch ohne).
Ich freu mich auf Dienstag, und hoff auf einen Sieg. Vielleicht beginnen wir mit 2 Stürmern - gerne auch mit Weimann.
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