Monti sieht Trendwende in Italien nahen

Der Ministerpräsident sieht eine Erholung 2013, die Liquiditätsspritzen der Fed findet er übertrieben

Mailand - Der italienische Regierungschef Mario Monti rechnet damit, dass Italien 2013 eine wirtschaftliche Trendwende erlebt. Italien sei am Rande des Abgrundes gestanden, habe aber durch die eingeführte Bilanzdisziplin, durch Reformen und sein "außergewöhnliches Potenzial" günstige Aussichten, die Krise zu überwinden, sagte Monti in einem Gespräch mit Auslandsjournalisten. Für 2013 sieht er einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von nur noch 0,2 Prozent; die OECD prognostiziere, dass das Wirtschaftswachstum allein durch die Liberalisierungsreform binnen zehn Jahren um vier Prozent angekurbelt wird. Mit den übrigen Reformen (Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Renten, Steuern) werde das Land in naher Zukunft wichtige Wachstumsimpulse erfahren.

Steuerhinterziehern "den Krieg erklärt"

Die neuralgischen Punkte Italiens sieht Monti in Steuerhinterziehung und Korruption. Seine Regierung habe den Steuerhinterziehern "den Krieg erklärt", die Erfolge würden sich demnächst zeigen. Auch das vor der parlamentarischen Hürde stehende Antikorruptionsgesetz werde mittelfristig Wirkung zeigen.

Ausführlich widmete sich Monti dem Thema Zentralbanken. Die US-Zentralbank Fed sei kein Modell für Europa bzw. für die Europäische Zentralbank (EZB). Die Liquiditätsspritzen der Fed finde er übertrieben. Europa sei anders strukturiert, benötige insofern ein anderes Zentralbankmodell. Ursprünglich habe die EZB als Vorbild die Deutsche Bundesbank genommen, inzwischen habe sich die Bundesbank aber Blößen gegeben. "Beobachter meinen, dass die Bundesbank den Machtverlust noch nicht verdaut hat, den sie durch die Abgabe zahlreicher Kompetenzen an die EZB erlitt", meinte er und kritisierte, dass sich die deutsche Notenbank gegen die Meinung aller anderen europäischen Zentralbanken stelle. (tkb, DER STANDARD, 15.10.2012)

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Monti erfindet seine eigenen Positivprognosen. -

Das Phänonem ist nach den Jahren unter B zwar nicht ganz neu, hat aber für diese Regierung eine neue Qualität. Vor einigen Tagen gabs eine Probe: "Der Aufstieg ist in uns!" die nicht sehr populär wurde. Von den versprochenen "strukturellen Reformen" ist keine einzige nicht einmal bis in den Entwurf gekommen. Setze voraus das der Professor den Unterschied kennt zwischen Kürzung, Reform und struktureller Reform. Einzig positiv der spread, insbesondere nach der letzten Intervention Dragis, dem anderen Supermario. Die italienische Presse wagt keine Bewertung der Wirtschaftsentwicklung in Bezug auf Monti. Beschränkt sich auf Einzelbetrachtungen, in der Regel alle negativ.Die Summe will keiner machen, wer weiß wer morgen regiert. Ein Schauspiel.

Einzig positiv der spread

ja, der ist aber "ER". Was glaubst was los ist, wenn einer der Politkasperln Ministerpraesident wird. Egal ob Bersani, Renzi, Alfano o. wer sich da so alles nicht anboete

Wow

Nach einem Päderasten haben die nun einen Seher als Premier - wenn das kein Fortschritt ist...

Goldman Monti kommt jetzt mit den Durchhalteparolen.

der monti sieht italien immer vor der trendwende

schon seit mittlerweile 2 jahren. aber natürlich passiert nichts, weil sie die wirtschaftsindikatoren um keinen deut gebessert haben - im gegenteil sie werden immer schlechter.

in einem neuen index den ich kürzlich gesehen habe hat italien mittlerweile eine ähnliche konkurrenzfähigkeit wie griechenland und spanien (nur mehr marginal besser) dazu kommen die steigenden staatsschulden. das wird dort nix mehr werden.....

Was war das fuer ein Index?

http://www3.weforum.org/docs/WEF_... 011-12.pdf

Lesen sie dieses Document da werden sie sehen dass Italiens Unternehmen extrem stark sind. Was in Italien nicht funktioniert ist der Arbeitsmarkt (danke Gewerkschaften), der Finanzmarkt, und die Buerokratie. Uebrigens alles Dinge welche direkt von der Politik beeinflussbar sind. Und Monti setzt genau da an!

was hast du da gelesen ?
die vw-ag wirtschaftsnews oder das manager-magazin ?
Dilloweise Wahnwitz geht um.

Vor allem wenn's ihn am Ruder lassen.

wollen Sie uns etwa erklären, dass Italien mit Berlusconi heute besser dran wäre als mit Monti?

Nicht allen Ernstes, oder?
Oder haben Sie gar erwartet, dass Monti den Scherbenhaufen binnen weniger Wochen in einen aufblühenden Vorzeigestaat verwandelt?

Kritisieren ist ja sehr opportun aber irgendwie vermisse ich bei vielen hier die Kompetenz zu erklären WAS sie kritisieren und vor allem wer es wie besser machen könnte.

...und wenn mal was kommt, sind es meist so geniale Ideen wie "das Geldsystem abschaffen/reformieren"

WER dem volk die entscheidungen der konzerne verkaufen darf ist doch völlig unerheblich und ändert nicht das geringste an den entscheidungen selbst - politiker sind keine entscheidungsträger, also hör auf sie als solche darzustellen oder ihnen irgendeine bedeutung zuzusprechen - sie sind austauschbare marionetten, und geben das auch ganz offen zu:

https://www.youtube.com/watch?v=d5dC7hI0t8E

https://www.youtube.com/watch?v=Kfpgl6NqF0I

Stimmt, Monti ist so korrupt, dass er sogar von der Kirche Steuern will. Den ärmsten der Armen Geld wegnehmen, wie kann er nur...

In einem so katholischen Land wie Österreich würde er sich das nicht trauen!

Wow! Ein völlig nutzloses Posting voller wirrer Unterstellungen.

Aber der Nick signalisiert ja schon, dass da einer den Verfasser wirrer Sex- und Machtfantasien verehrt.

Nein, ich bin mir nur sicher, dass der Herr Monti unbedingt in seinem jetzigen Amt bleiben möchte und darum Dinge "vorhersieht", die nicht unbedingt mit der Wirklichkeit übereinstimmen (werden).

Deshalb hat Monti auch öffentlich gesagt, dass er dann eigentlich nicht mehr kandidieren will. Passt gut zusammen.

Da ist aber jemand wirklich gut informiert.

Mir ist es immer wieder ein Rätsel, wie jemand mit so wenig Wissen (ist ja kein Fehler) dann trotzdem so sehr überzeugt sein kann etwas sinnvolles beitragen zu können (ist dann ein Fehler).

Aber ich respektiere und bewundere Ihren Mut und die nicht vorhandene Befürchtung sich zu blamieren.

nein, will

er nicht. Wozu auch ?

Wenn ich Pest und Cholera vergleiche,
habe ich am Ende immer ein schlechtes Ergebnis.

Aber dein Versuch die Pest als bessere Variante als die Cholera hinzustellen ist amüsant.

stimmt, nur

das Monti Arzt u. Spital in einem ist

guter Lösungsvorschlag...

Geldsystem reformieren hast noch vergessen, dann entsprichst voll dem, was ich oben meinte.

War sicher nur eine plakative Antwort um das von mir geschriebene subtil zu unterstreichen.

Bravo!

um das geldsystem zu reformieren muss man mal jene loswerden die das geldsystem zum selbstschutz entsandt hat - zb. monti

hier fehlt mir wiederum die Rothschild-Verschwörungs-Geschichte. Außerdem brenne ich darauf zu erfahren, wie Monti den Grundstein für dieses nur dem Machterhalt weniger dienenden Geldsystems vor etlichen hundert Jahren gelegt hat. Unglaublich, was diese Illuminaten, Freimaurer und Rothschilds alles bewerkstelligen konnten und können.

Sonst auch ein wirklich interessantes und sinnvolles Posting.

ich schreib weder was von rothschild noch von illuminaten - also hör auf zu weinen und reiss dich zamm

Ich hab's schon wieder vergessen - wem gehört nochmal (deiner Meinung nach) der Panamakanal?

Haha...

multinationalen konzernen deren eigentümerstruktur sehr gut verschleiert ist - und ja, manche namen tauchen wiederholt auf, stellen aber keineswegs die spitze der pyramide dar.....

ausserdem liegt die agenda inzwischen eh offen, und ist für jeden klar und deutlich zu erkennen:

https://www.youtube.com/watch?v=b... re=related

https://www.youtube.com/watch?v=q... =fvwp&NR=1

also wo ist das problem?

Dieses Jahr steigen die Staatsschulden auf eine neue Rekordhöhe!

Das wird nicht nur ein nomineller Rekord sein, das wird auch ein Rekord in % des BIP werden. Vermutlich werden es so 123-125% des BIP werden.

2013 wird dann das "einnahmenseitige Sparen" erst so richtig die Wirkung entfalten und die Realwirtschaft so richtig in die Knie gehen. Genauso wie wir wir auch in Griechenland nach den einnahmenseitigen Sparpaketen gesehen haben.

Die Verantwortlichen können einfach nicht erkennen, das Menschen der Realwirtschaft, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die irren Staatsabgaben in einem globalen Wettbewerb einfach nicht mehr erwirtschaften können.

Bald wird auch kaum mehr einer zur Arbeit gehen und sich durchs Garteln irgendwie selber versorgen.

deswegen gibt es in Italien ja auch immer 2 Zahlen:

Eine ohne die Hilfszahlungan an D (und F), wo sich kaum etwas ändert. Und eine mit den Hilfszahlungen über EFSF und ESM.

Damit klar, wo die Marie hin geht.

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