Spanische Opposition für Härte gegenüber Merkel

Premier Rajoy soll die deutsche Kanzlerin "mit derselben Härte behandeln, die er gegenüber Arbeitslosen und Rentnern" zeigt, sagt Oppositionsführer Rubalcaba

Madrid/Berlin/Brüssel - Spaniens sozialistischer Oppositionsführer Alfredo Pérez Rubalcaba hat die Regierung zu mehr "Härte" gegenüber Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert. Ministerpräsident Mariano Rajoy solle Merkel "mit derselben Härte behandeln, die er gegenüber (spanischen) Arbeitslosen und Rentnern" zeige, sagte Rubalcaba am Sonntag bei einer Wahlkampfveranstaltung in der baskischen Stadt Vitoria. Im Baskenland sind für den 21. Oktober Neuwahlen angesetzt.

Der Chef der sozialistischen PSOE-Partei forderte Rajoy dazu auf, "keine Stärke gegenüber den schwachen Spaniern und keine Schwäche gegenüber den starken Deutschen" zu zeigen. Der Regierungschef solle bei Merkel die Interessen Spaniens verteidigen. (APA, 14.10.2012)

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12 Postings

"keine Stärke gegenüber den schwachen Spaniern und keine Schwäche gegenüber den starken Deutschen"

"Der Regierungschef solle bei Merkel die Interessen Spaniens verteidigen"

Bei dem geschimpfe auf D fällt mir immer wieder auf wie einfach das doch für Spanier oder Griechen ist, müssen die doch nur an sich selber denken.

Spanien und Italien muessen der Merkel dankbar sein!

Wenn mán sich die Bedingungen anschaut zu welchen den Spaniern und Italienern Milliardenhilfe zugesagt hat, kann von "hart anfassen" wohl keine Rede sein.
Reine Polemik!

Dieselbe schwarze Regierung, die ohne Versprechen antrat...

und bisher nur ein Schaden an Spanien war, soll der ebenso schwarzen, deutschen Regierung mit Härte gegenübertreten.

Die Härte des Schwachen

besteht im Nachgeben.

Das Versprechen der EU war das wir alle reicher werden (als Mitglied der EU).

Dies hat sich nun als Lüge herausgestellt.

Wann werden die Lügner zur Verantwortung gezogen werden?

Das Versprechen war jedenfalls nicht,

dass spanische Banken und Sparkassen Immobilienkredite an jedermann verteilen mit bis zu 120% der Investitionssumme - d.h. mit NULL Eigenkapitalanteil plus neuem Auto. Und dann wundert man sich über den Immobiliencrash und will Härte gegen Merkel. Witzfiguren.

Ah ja?

Fragt sich bloß, woher die billige Kohle kam, die die spanischen Banken auf einmal in Massen zu verleihen hatten.

Und nebenbei: Ich erinnere noch ausgezeichnet, wie die gleichen Herrschaften, die heute moralscheißend über Spaniern herfallen, eben dieses Spanien als leuchtendes Beispiel für das "gelungene EU-Projekt" feierten.

Die kam von ueberall! Das ist ja das Problem. Hat ja auch niemanden gestoert.
Weder den Politiker (die Steuereinnahmen sprudelten und die AL war niedrig), die Banken (Gewinne), die Anleger (ditto) die kleinen Sparer die sich innerhalb weniger Jahre ein Wochenendhaeusl hier und dort zulegen konnten. Die Gewerkschaften (neue Mitglieder), die Linken (Sozialzuckerl fuer jedermann finanziert von den Politikern), die Rechten (der Kapitalismus ist unbesiegbar).
Jetzt ist die Party zu Ende, und zwar fuer alle.
Heute der EU oder dem Euro dafuer verantwortlich machen wollen ist dabei das Allerletzte und echt billig.
Aber billig ist ja jetzt in Mode in der Krise!

Hätten deutsche Banken sagen sollen,

sie geben Spaniern kein Geld?

Na das wäre erst lustig gewesen.

Ja keine Ahnung, woher kam die billige Kohle denn?

Vielleicht aus einer angehenden Immobilien-Blase? Vielleicht selbst irgendwoher gepumpt im Vertrauen auf ewiges Wachstum? Man muss unbedingt Banken aufteilen, damit keine einzelne auf die Idee kommt, systemrelevant zu sein. Aber genau das Gegenteil haben die dort gemacht: die haben mit Bedacht alle gecrashten Banken zu BANKIA zusammengafasst, um die EU unter Druck zu setzen.
Aber was sag ich denn: die Merkel war's. Und die ist auch schuld an der Jugendarbeitslosigkeit.

Und woanders haben "sie" es nicht gemacht?

Mein lieber @widiwutsch, wenn die Reihe an Ihnen sein wird - und das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen -, werden Sie dann über die faulen, verschwenderischen Deutschen zetern?

Wenn es dann endlich so weit sein wird,

werde ich mein Schicksal vertrauensvoll der europäischen Solidarität überantworten und schauen, welche Stützungszahlungen aus Griechenland oder Spanien mein Land erreichen werden.
Aber Spaß beiseite: Spanien hat ein anderes Problem als Griechenland. Ich habe nichts über "faule Spanier" geschrieben - die sind halt nicht rechtzeitig aus ihrer Immo-Blase raus und scheinen darüber hinaus ein fragwürdiges Bildungswesen zu haben, das direkt aufs Arbeitsamt führt, sind aber ansonsten anders gelagert als Griechenland und verfügen auch über ernstzunehmende industrielle Ressourcen.

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