Kodak sammelt Geld für Neuanfang

14. Oktober 2012, 15:15

Der Fotopionier führt Gespräche mit Hedgefonds, nach dem Insolvenzverfahren will Kodak als Druck-Spezialist weitermachen

New York - Der insolvente Fotopionier Kodak will bei Investoren laut einem Zeitungsbericht mehrere hundert Millionen Dollar für einen Neuanfang einsammeln. Kodak führe Gespräche mit Hedgefonds und anderen Investoren, berichtete das "Wall Street Journal". Dabei gehe es um Kredite oder Beteiligungen, hieß es.

Gesundheitsleistungen gekappt

Kodak braucht unter anderem noch Geld, um die Finanzierung für die Zeit des Insolvenzverfahrens zurückzuzahlen. Die Hoffnung auf mehrere hundert Millionen Dollar aus der Versteigerung von mehr als 1.100 Patenten erfüllte sich bisher nicht. Vor wenigen Tagen kappte Kodak die Gesundheitsleistungen für frühere Mitarbeiter und Hinterbliebene, die auf 1,2 Milliarden Dollar (0,93 Milliarden Euro) geschätzt werden.

Kodak war Anfang des Jahres in ein Insolvenzverfahren gegangen. Das Unternehmen hatte die klassische Fotografie entscheidend geprägt, kam mit dem Wechsel zu digitalen Bildern aber nicht mehr zurecht. Kodak will nach dem Insolvenzverfahren als Druck-Spezialist weitermachen. (APA, 14.10.2012)

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Good luck!

Die Ausarbeitungen von Kodak waren immer klasse. Ein Neuanfang sein ihnen vergönnt -- mit neuen Ideen, einem visionären Management und einer engagierten Belegschaft kann das Unmögliche möglich werden.

Das Management bei Kodak hatte den Weitblick einer Blindschleiche und in den letzten 20 Jahre so gut wie jeden Trends verschlafen. Diese Leistung muss erst mal jemand überbieten! Jetzt warten nur mehr die Geier auf Ihre Mahlzeit.

RIP
(Rest in Peaces)

Crowd Funding, geht schon.

Totalverlust

Kodak Aktionäre verlieren faktisch alles-durch Chapter 11. Wer sind die Aktionäre? Vor allem die Mitarbeiter, die mit Aktien des eigenen Unternehmens (abge)speist wurden!

Gesundheitsleistungen gekappt

von jetzt auf gleich den Ex-Mitarbeitern den Teppich unter den Füßen weggezogen. Bei Meldungen wie diesen gefällt mir das österreichische System deutlich besser.

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