Syrien soll Streubomben einsetzen

14. Oktober 2012, 12:49
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Augenzeugen: Wird von Hubschraubern aus auf Aufständische geworfen

Damaskus/New York - Die syrische Luftwaffe setzt nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten im Krieg gegen die Aufständischen auch weithin geächtete Streubomben ein. Dies würden Videos und Berichte von Augenzeugen belegen, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Sonntag in New York mit. Demnach wurde die Streumunition unter anderem aus Hubschraubern abgeworfen.

Streubomben verteilen große Mengen von Sprengkörpern über weite Flächen, Menschen werden wahllos verletzt und getötet. Als Blindgänger sind sie vor allem für die Zivilbevölkerung gefährlich. Einer 2008 unterzeichneten Konvention, die den Gebrauch der heimtückischen Bomben verbietet, hat sich Syrien nie angeschlossen.

Human Rights Watch warf dem syrischen Regime Geringschätzung der Zivilbevölkerung vor. Die Organisation forderte Syrien auf, den Einsatz dieser rücksichtslosen Waffen, die Menschen töteten oder zu Krüppeln machten, sofort beenden.

Streumunition ist nach Angaben der Aktivisten vor allem an Orten entlang der Autobahn von Aleppo nach Damaskus sowie in der nordwestlichen Stadt Maarat al-Numan eingesetzt worden. Dort hatte es in der vergangenen Woche massive Gefechte zwischen Rebellen und Regierungstruppen gegeben.

Im Juli hatte HRW zum ersten Mal den Verdacht geäußert, dass das Regime von Bashar al-Assad Streumunition einsetzt. Damals waren Videoaufnahmen aus einer Region nahe der Stadt Hama aufgetaucht. (APA, 14.10.2012)

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