US-Präsident Obama bricht nächsten Rekord

14. Oktober 2012, 10:15

Über vier Millionen Spender haben Kampagne bereits unterstützt - Romney attackiert Amtsinhaber wegen Benghazi-Angriff

Washington - Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA hat Amtsinhaber Barack Obama einen weiteren Rekord gebrochen. Mehr als vier Millionen Spender hätten die Kampagne des Präsidenten bereits unterstützt, schrieb Wahlkampfmanager Jeremy Bird am Samstag in einer E-Mail an Obamas Anhänger.

Noch nie hat ein Kandidat in einem Präsidentschaftswahlkampf so viele Spender hinter sich scharen können. Während der republikanische Herausforderer Mitt Romney vor allem auf zahlungskräftige Großspender setzt, sammelt Obamas Wahlkampfteam meist kleine Beträge bei zahlreichen Unterstützern ein.

Mit 181 Millionen Dollar hatten Obama und seine demokratische Partei im September den bisher höchsten Spendenbetrag im laufenden Wahlkampf eingeworben. 

Romney macht Benghazi zum Thema

Unterdessen machen die Republikaner den jüngsten Terrorangriff von Benghazi zum Wahlkampfthema. Obama verstricke sich immer mehr in eine Verleugnung der Tatsachen, warf Mitt Romney seinem Rivalen auf einer Kundgebung in Richmond (Virginia) vor. "Die amerikanischen Bürger haben ein Recht zu wissen, was vor sich geht."

Romney bezog sich auf frühere Äußerungen der US-Regierung, wonach sich der Anschlag auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt am 11. September aus einer Protestaktion gegen das anti-islamische Video aus den USA entwickelt habe. Vor wenigen Tagen hatten Beamte des Außenministeriums in Washington aber bestätigt, dass es am Abend des Anschlags keine Demonstration wegen des Videos gab und es sich somit um einen gezielten Terrorakt handelte. Seitdem steht die US-Regierung zunehmend unter republikanischem Beschuss: Ihr wird angelastet, die Bedrohungslage vor dem Anschlag nicht richtig eingeschätzt zu haben.

Die Regierung weist das entschieden zurück. Der Sprecher des Weißes Hauses, Jay Carney, erklärte, die früheren Angaben hätten Informationen entsprochen, die damals vorgelegen seien. Ähnlich hatte sich zuvor auch Vize-Präsident Joe Biden in einer TV-Debatte mit dem republikanischen Vize-Kandidaten Paul Ryan geäußert. Romney sagte der "Washington Post" zufolge dazu, Bidens Äußerung habe nur noch mehr Fragen aufgeworfen. (APA, 14.10.2012)

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24 Postings
"Mehr als vier Millionen Spender hätten ..."

Immer wieder rührend, wie man versucht, Obama zum Kandidaten der kleinen Leute zu machen.

Aber so die ganz herzzerreißenden Geschichten wie vor vier Jahren fehlen. Nichts mehr zu lesen von der armen alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, die morgens jobbt, abends zur Abendschule geht und dann noch ein paar Dollar für Obama abzwackt ...

ja und ... bei romney kann man sich sogar so eine inszenierung sparen, weil es ihm niemand abnimmt

Das Geld, das Obama mit all den Kleinspendern rein gekrigt hat, das kriegen Pro-Romney Superpacs von 2-3 Großspendern.

Er hat viele Rekorde, die meisten ermordeten Menschen als Friedensnobelpreisträger zum Beispiel.

Obama hat ihn immer noch eher verdient als die Frau Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, auch genannt Mutter Teresa. (Obwohl sie nie Mutter war.)

Schauen Sie Mal

wer noch aller diesen Preis hat.

sagt Ihnen der name henry kissinger etwas?

laut reps

soll dann deshalb gleich wieder ein krieg vom zaun gebrochen werden, nicht?
damit die waffenschmieden in den us endlich wieder gscheit ausgelastet sind.

Obamas Kampagnenwebseite verzichtet ja auch auf das Standardsicherheitsfeature CVV -

das hat nach Schätzungen der Kampagne schon etliche Millionen Dollar an Extragebühren an die Kreditkartenfirmen gekostet.
Warum also verzichtet Obama auf ein leicht zu implementierendes und kostensparendes Feature? Die Vermutung liegt nahe, daß damit automatisierte Kleinspenden ermöglicht werden sollen - bei Spenden unter 50$ muß die Kampagne keinerlei Aufzeichnungen führen (Spenden unter 200$ müssen nicht veröffentlicht werden, aber die Kampagne muß darauf achten, daß die Höchstgrenze nicht überschritten wird). So könnten theoretisch Spender über die Höchstgrenze spenden, ohne aufzufallen. Spenden von Ausländern könnten auch möglich sein.

sie versteifen sich auf details. die wirklich essentielle frage ist: was ist denn die alternative?
ein romney, der seine standpunkte alle 10min aendert, je nachdem zu oder mit wem er spricht?

ich hab diesen code noch nie gebraucht

für den us wahlkampf würd ich sowieso nix spenden

Auch hier eine Ergänzung Ihrer Informationen

"Although GAI's findings were most prominent with Obama for America, the “CCV loophole” is a problem across the political spectrum. The report found nearly half of Congress is at least vulnerable to fraud and foreign donations.
Of the 446 House and Senate members who have an online donation page, 47.3% do not require the three or four digit credit card security number (officially called the Card Verification Value, or the CVV) for Internet contributions.
During his run for U.S. Senate, then Republican candidate Marco Rubio’s campaign donation website didn’t have CVV protection. The Government Accountability Institute found considerable international interest in the Rubio campaign."
Ergibt doch gleich ein differenzierteres Bild oder?

Es hat aber nur ein Präsidentschaftskandidat dieses Problem - fun fact: um Obama-Fanartikel zu kaufen braucht man wieder CVV.
Und die ganze Geschichte ist ja nicht neu: schon 2008 war's das gleiche Spiel bei Obama. Warum hat man daraus nichts gelernt? Da gibt's eigentlich nur eine logische Antwort darauf...

Hier kommen weitere Informationen

"Schweizer and Boyer present no hard data that show Obama’s 2012 campaign has benefited from widespread foreign or fraudulent donations.
Obamas "Truth Team" blog states that “Obama for America” does not accept contributions from foreign nationals and takes voluntary steps to ensure that the campaign is in compliance with federal election law. At the campaign’s Chicago headquarters, staff manually review each transaction flagged as potentially fraudulent by their third-party credit card processing service, officials wrote.
The president’s campaign also requires a copy of a valid passport from any apparently eligible contributor with a foreign mailing address or from a contributor making a gift from a foreign IP address.

Sorry, aber die Propagandaabteilung der Obama Kampagne nehmen Sie doch als Quelle nicht ernst?

Wie Sie vielleicht bemerkt haben, ging es mir um eine ausgewogene Information zu der Sache. Dass Sie aus politisch motivierten Quellen von dieser Sache berichten, stört Sie ja anscheinend auch nicht die Sache ernst zu nehmen oder?

Meine Informationen sind aber tatsächliche Fakten, nicht Behauptungen einer politischen Kampagne...

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bezweifele ja nicht, dass es Fakt ist, dass es möglich wäre Wahlspendenbetrug zu begehen. Bewiesen ist ein tatsächlicher Betrug jedoch noch nicht. Und üblicherweise lässt man Beschuldigte Stellung nehmen in einer fairen Berichterstattung.

Er ist der Antichrist

... bis Ende März soll jeder US Bürger sein Mal tragen... = RFID Chip implantiert unter der Haut

und einen hut aus alufolie?

US-Präsident Obama bricht nächsten Rekord

Was, der Friedensnobelpreisträger der die meisten Toten zu verantworten hat?

1. Falsch. Sagt Ihnen Henry Kissinger was?

2. Hat Obama um den Friedensnobelpreis gebeten? Nein. Beschweren's sich bei dem Nobelpreis-Kommittee, dass sie einem Praesidenten in Kriegszeiten den Preis gegeben haben.

Den wenigsten davon

muss man auch nur eine Träne hinterherweinen!

Lernen'S Geschichte.

Von dem Rekord ist er noch weit entfernt. Hauptsache polemisieren.

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