Doppelsieg für Red Bull, Triple für Vettel

14. Oktober 2012, 09:50
  • Sebastian Vettel ganz vorne weg.
    foto: dapd/alangkara

    Sebastian Vettel ganz vorne weg.

Sebastian Vettel gewinnt den GP von Südkorea vor Mark Webber und Fernando Alonso, feiert seinen dritten Sieg in Folge und übernimmt die WM-Führung

Yeongam - Sebastian Vettel ist seinem Ziel, der jüngste Dreifach-Weltmeister in der Formel 1 zu werden, näher gekommen. Der 25-jährige Deutsche feierte am Sonntag im Grand Prix von Südkorea einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor seinem australischen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber und übernahm mit seinem insgesamt 25. GP-Triumph auch die WM-Führung.

Nach dem vierten Saisonerfolg, dem dritten en suite nach Singapur und vor einer Woche in Suzuka, führt Vettel nun sechs Punkte vor dem spanischen Ferrari-Star Fernando Alonso, der in Yeongam Dritter wurde. Vier Rennen stehen in diesem Jahr noch aus, das nächste folgt am 28. Oktober in Noida mit dem Grand Prix von Indien, wo Vettel erneut Titelverteidiger ist.

Boxencrew und Auto

Die ersten drei Positionen waren bereits nach der ersten Runde bezogen. Vettel kam zu Beginn vom zweiten Startplatz am besten weg und wehrte sich in den folgenden Kurven erfolgreich gegen die Attacken von Polesetter Webber, der selbst mit Alonso zu kämpfen hatte. Danach lieferte der Doppelweltmeister ebenso wie seine Boxencrew, die ihn bei den Reifenwechseln in 2,8 bzw. 2,9 Sekunden jeweils perfekt abfertigte, eine fehlerlose Vorstellung.

"Ich bin sehr erleichtert, das war ein fantastisches Rennen, besser hätte es nicht laufen können. Die Basis für diesen Sieg war der gute Start. Obwohl ich von der schmutzigen Seite weggefahren bin, habe ich es geschafft, an Mark vorbeizuziehen. Ich habe dann mein KERS voll ausgequetscht, um vorne zu bleiben", lautete der erste Kommentar von Vettel nach der Siegerehrung, bei der er den Pokal vom südkoreanischen Premierminister Kim Hwang-sik erhalten hatte.

"Danach haben wir das Rennen kontrolliert. Lediglich der rechte Vorderreifen hat uns ein wenig Sorgen bereitet. Aufgrund unseres Vorsprungs hatten wir aber dieses Problem im Griff. Ich danke dem ganzen Team für dieses perfekte Rennen, vor allem den Mechanikern, die seit dem Rennen am vergangenen Sonntag in Japan keine Pause hatten und mit Vollgas jede Nacht durchgearbeitet haben. Ich hoffe, wir nehmen diesen Schwung jetzt nach Indien mit", richtete der neue WM-Leader den Blick auch gleich wieder nach vorne.

Mit Lauda gleichgezogen

Vettel, der zuletzt nach dem Rennen am 13. Mai in Montmelo/Barcelona WM-Spitzenreiter gewesen war, hat nun mit 25 GP-Siegen in der "ewigen" Bestenliste bereits mit Österreichs dreifachem Weltmeister Niki Lauda und dem legendären Schotten Jim Clark gleichgezogen. Nur noch sechs Piloten haben in der Königsklasse mehr Rennen gewonnen als der Red-Bull-Star.

Einer von diesen ist der um sechs Jahre ältere Alonso, der in Südkorea allerdings keine Chance gegen die "Bullen"-Power und damit auf seinen 31. Sieg hatte. "Wir sind ein wenig hinter den Red Bulls zurück, die im Moment schwer zu besiegen sind", gestand der Asturier, dessen brasilianischer Teamkollege Felipe Massa Vierter wurde. "Trotzdem können wir zufrieden sein. Wir haben es heute mit diesem Ergebnis geschafft, in der Konstrukteurs-WM McLaren zu überholen. Das hätte uns vor ein paar Wochen keiner zugetraut."

Der Teppich

Der britische Rennstall erlebte in Yeongam ein Desaster. Ex-Weltmeister Jenson Button schied nach einer Kollision mit dem zuletzt im Heimrennen in Suzuka drittplatzierten Sauber-Piloten Kamui Kobayashi bereits in der Anfangsphase aus, sein Landsmann und Teamkollege Lewis Hamilton erreichte von Startplatz vier nur Rang zehn und hatte am Ende mit einem grünen Teppich-Teil, der sich in seinem rechten Fahrzeug-Seitenschacht verfangen hatte, zu kämpfen.

Damit schaut es auch in der Konstrukteurs-WM bestens für Red Bull aus. Komfortable 77 Punkte beträgt der Vorsprung nach dem Doppelerfolg in Südkorea auf die Scuderia Ferrari, die ihrerseits sechs Zähler vor McLaren liegt. In der Fahrer-WM läuft jetzt alles auf ein finales Duell zwischen Vettel und Alonso hinaus, hat der in Yeongam fünftplatzierte Finne Kimi Räikkönen (Lotus) als WM-Dritter doch bereits 48 Punkte Rückstand auf Vettel.

Ein erfreuliches Ergebnis brachte der Sonntag auch für das zweite "Bullen"-Team. Der Franzose Jean-Eric Vergne wurde unmittelbar vor seinem australischen Teamkollegen Daniel Ricciardo Achter, womit Toro Rosso insgesamt sechs Zähler in Südkorea eroberte.(APA/red, 14.10.2012)

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Ja, aber WAYNE INTERESSIERT dieses langweilige Rennen !!!

etxrem fad gestern

IMHO hat die Ferrari-Stallorder Alonso geschadet

oder zumindest nicht geholfen.

Der zum fraglichen Zeitpunkt eindeutig schnellere Massa hätte Alonso entweder die Benutzung von DRS ermöglichen und so an Webber heranbringen,

oder

Webber unter Druck setzen und so dessen Reifenverschleiß steigern können, was wiederum Alonso eine Chance geboten hätte.

Danach pfeift man ihn wieder zurück und alles ist so peinlich wie vorher ...

"Man of the Race"

ist (für mich) eindeutig Hülkenberg durch sein beherztes Überholmanöver.

Es gehört auch ein bisserl Glück dazu, dass man zur rechten Zeit am rechten Ort ist ... :-)

Eines fällt auf:

Als RB dominant war, fand Ferrari sofort etwas illegales an der Fahrzeugkonstruktion (wozu dann noch eine technische Abnahme vor Saisonbeginn?)
Durch die von der FIA befohlenen Änderungen geriet RB etwas ins Hintertreffen (Ein Sommerloch sozusagen)
Und jetzt hat offensichtlich RB das Fahrzeug wieder so weit im Griff, dass sie der Konkurenz um die Ohren fahren können.

Die Frage ist, wie lange sich Ferrari das bieten läßt, bevor wieder die FIA auf Zuruf eingreifen muß

fast Chancengleichheit

Wenn Vettel in dieser Saison zum 3. mal WM wird, können auch die Neider endlich zugeben, dass Vettel einer der besten Racer ist und es nicht nur seinem Auto zu verdanken hat. Wenn man die ganze Saison betrachtet gab es nie wirklich ein Team das durchgehend ein dominates Auto hatte. Die Kräfte haben sich ständig verschoben einmal Mclaren, Lotus, Mercedes, Ferrari und jetzt ist Red Bull am Zug. Selbst jetzt ist Ferrari fast auf Augenhöhe mit Red Bull.

Hm - zuerst schreiben sie, dass der Fahrer (Vettel in diesem Fall) sozusagen der Faktor ist, der den Sieg einbringt.
Dann schreiben sie gleich darauf, dass man sieht dass immer wieder ein anderes Auto dominiert hat. Der Ferrari nun fast auf Augenhöhe mit dem Red Bull ist.

Also was nun - Fahrer oder Auto?
(meine Meinung falls es interessiert: zu 95% alleine das Auto)

Vettel kann besser mit einem schlechteren Auto umgehen als Webber

Webber, als auch Button und Massa sind nur gut, wenn das Auto sehr gut liegt. Alonso als auch Vettel haben das Talent, auch ein weniger gutes Auto an eine halbwegs erträgliche Performance heranzubringen.

Der RB hat ganz stark unter dem Verbot der "speziellen" Motorsteuerung (fetteres Gemisch beim Gaswegnehmen)gelitten, was vor allen Dingen beim Anbremsen in die Kurve zu Problemen geführt hat - und das hat Webber mehr als Vettel geschadet. Das haben sie nun offensichtlich durch einen neuen Diffusor wieder in den Griff bekommen.

Aber, letztes Rennen hatte Massa sicher die bessere Hand bei der Abstimmung!

Vettels Leistung ist sicher hoch zu bewerten, ich hoffe aber immer noch auf eine Antwort von Ferrari!

Vielleicht, aber:

1. Für die Entwicklung eines Autos ist ein guter Fahrer der die richtigen Rückmeldungen bei den wenigen Tests gibt aber essentiell.
2. Webber hat heuer sicher das selbe Auto wie Vettel und er ist auch schnell aber er ist nun mal im Gegensatz zu Alonso und Vettel ein schlechter Starter.
3. Nur ein guter Fahrer ist in der Lage die maximale Leistung seines Autos zu erkennen und es nicht völlig zu überfahren.

dann sehen sie sich mal die leistungen von alonso und massa im gleichen auto an...

Nun Massa wollte Alonso überholen, wurde aber zurück gepfiffen.
Den Rest darf man sich ausdenken.

Bei Mercedes schreit gleich jeder : "Das Auto wurde jetzt für Schumi umgebaut (seit er im Quali Duell führt)" - bei Ferrari ist das wieder nicht so. Für jeden Fall eine andere Argumentation, so sieht es aus.

Wenn sich der Nr. 1 Fahrer mehr von irgendwas wünscht, wird das Auto eben so angepasst bis es zu seinem Fahrstil besser passt. Die Nr. kann kacken gehen.

Gott sei Dank hat RB noch ein 2tes Standbein, wo mehr Action abgeht.
Diese Formel langweilt mittlerweile

wow, ein weißes pünktchen auf grauem grund, das hat echt was magisches und ist ein visueller hochgenuss!

Aus dem Weltall springen ist jetzt für den Zuschauer auch nicht umbedingt ein "Bringer". Außer der Fallschirm geht nicht auf. Aber das will niemand und würde ausserdem dazu führen, dass diese neue Sportart bald Nachwuchsprobleme bekommen würde

Ferrari Muße rasch noch eine Regeländerung zum Nachteil von RB durchsetzen, sonst wird das heuer nix mehr mit dem Titel

Sie hätten Massa von der Leine lassen müssen!

Im Idealfall hätte er Vettel unter Druck gesetzt. Angesichts der Reifen, wer weiß ...
Oder er hätte Webber jagen(überholen können. Dann hätte ihn vielleicht auch Alonso gekriegt (weil ja Webber durch Kampf gegen Massa Zeit verloren hätte.).
Und falls es nicht funktioniert hätte, hätter noch immer 4. werden können. Aber so war es feig und fad.

Was mir auffällt ist das Massa seit den letzten Rennen schneller ist als Alonso.
Sollten die Ferraris noch ein wenig Denken würde ich den Stallorder für 2013 Aufheben und jeder fährt für sich.
Schaden kann es nicht und würde der Konstruktions WM auch genug Geld reinspülen.

es ist völlig unrealistisch dass es massa auch nur mit webber hätte aufnehmen können. deswegen wars eigentlich logisch, dass man massa hinter alo hielt, hätte jedes andere team auch so gemacht, aber eben nicht so offen wie ferrrari sondern irgendwie hinten rum, während man vordergründig von "gleichen chancen" heuchelt. oder glaubst du wirklich dass webber gestern hätte gewinnen dürfen? :)

Ich glaube das ehrlich gesagt nicht.

Schau dir doch einmal die Geschehnisse der bisherigen Rennen an. Immer wieder gab es Situationen, in denen gerade bei einem Fahrer der Reifen besser funktioniert, beim anderen weniger. Erinnere dich doch an Japan, da hat es ebenfalls von den Zeiten her so ausgeschaut, als ob der Button problemlos an Kobayashi vorbeiziehen würde. Aber irgendwann geht der Reifen beim Schnellerfahrenden dann doch ein, und der Vorausfahrende hat ihn eventuell gespart. Das wiederholt sich diese Saison dauernd. Massa war zwar wieder nicht schlecht, aber sicher auf Dauer nicht schneller als die Fahrer vor ihm.

Eben zu diesem zusätzlichen Reifenverschleiß hätte Massa den Webber auch treiben können, wodurch er leichtere Beute für Alonso gewesen wäre.

jaja ...

... hätti, wari, tätti

hätt aber auch nur was gebracht, wenn massa gewinnt ... und das hätte er tendenziell eher nicht geschafft. dass alonso noch an webber vorbeigekommen wäre, bezweifle ich ... und wie hätte das erst ausgeschaut, wenn massa auf p2 liegt und sich in der letzten runde hinter webber und alonso zurückfallen lässt?

feig, naja. im nachhinein ist man immer gscheiter. in diesem fall fand ich die stallorder ausnahmsweise vertretbar und immerhin sinds an mclaren vorbeigekommen.

VETTEL HERRRRRRRRRRRRLICH!

Es ist einfach der pure Irrsinn. UNSER DOMINATOR zeigt den staunenden Buben, wo der deutsche Hammer hängt. Eine Dominanz, dem Willen entsprungen, dem Glauben folgend, der Moral verpflichtet, dem Siege strebend.

Ein echter Racer halt.

hamms das aus dem stürmer?

Ich mag den edelpifke....immer so schön selbstironisch ;)

lol

regie: leni riefenstahl
drehbuch: göbbels

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