Verunreinigte Spritzen: Schon 15 Meningitis-Tote in den USA

14. Oktober 2012, 09:21

Insgesamt fast 200 Menschen erkrankt - Erste Betroffene zieht gegen Herstellerfirma vor Gericht

Washington - In der Affäre um verunreinigte Schmerzspritzen in den USA sind bereits 15 Menschen gestorben. Insgesamt seien über 200 Menschen an Hirnhautentzündung erkrankt, teilte die US-Gesundheitsbehörde am Samstag (Ortszeit) mit. Die landesweite Meningitiswelle wurde offenbar durch pilzverseuchte Schmerzmittel-Injektionen ausgelöst, inzwischen zog eine erste mutmaßliche Betroffene vor Gericht.

Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC auf ihrer Internetseite mitteilte, traten inzwischen in 13 Bundesstaaten Erkrankungen auf, die mit den verseuchten Steroid-Injektionen in Verbindung gebracht werden. Es seien 205 Meningitis-Fälle gemeldet worden. Landesweit wurden den Angaben zufolge rund 14.000 Patienten in 23 Bundesstaaten mit der verseuchten Injektion behandelt. Sie wurden inzwischen fast alle gewarnt und aufgefordert, bei geringsten Symptomen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit die Ursache von ihrem Arzt abklären zu lassen.

Die Meningitis greift Gehirn und Rückenmark an. Die Krankheit bleibt oft lange unentdeckt, weil die ersten Symptome einer Grippe ähneln. Die Betroffenen müssen im Krankenhaus intravenös Medikamente gegen den Erregerpilz erhalten.

Herstellerfirma gibt Lizenz zurück

Das zur Gruppe der Steroide gehörende Schmerzmittel wird üblicherweise in den Bereich des Rückenmarks gespritzt, um Rückenschmerzen zu lindern. Die mit dem Pilz verseuchten Injektionen wurden von der Firma NECC in Massachusetts hergestellt. Das Unternehmen rief inzwischen alle Injektions-Dosen zurück, stellte seine Produktion ein und gab seine Lizenz zurück.

Außerdem werden sich die Verantwortlichen vor Gericht verantworten müssen: Ein erstes mutmaßliches Opfer reichte in Minnesota Klage gegen den Hersteller ein. Darin gibt die Klägerin Barbe Puro an, sie habe eine Woche nach der Behandlung ihrer Rückenschmerzen unter Kopfschmerzen und Übelkeit gelitten. Ob der Arzt, den sie konsultierte, tatsächlich eine Verbindung mit der Spritze nachweisen könnte, ging aus der Klageschrift nicht hervor.

Firmen wie NECC arbeiten in der Regel nur für eine begrenzte Anzahl von Ärzten sowie für Kliniken; sie unterliegen damit nicht denselben strikten Vorgaben wie die großen Pharma-Unternehmen. Als Konsequenz der Affäre wurden nun zunehmend Rufe nach einer schärferen Kontrolle auch dieser Firmen laut. (APA, 14.10.2012)

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20 Postings
Vermutlich sind nun mehr menschen......

..... an der impfung gestorben als an einer natürlichen erkrankung .............. ist eigentlich paradox

Lesens doch erstmal den Artikel - und verstehen ihn!

An welcher Impfung?

Das war ein Schmerzmittel.

Ein sehr starkes Analgesikum auf Steroidbasis

gegen ansonsten unbeherrschbare Rückenschmerzen, das direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt wird - schon bei der Anwendung kriegt man Angst... Und wenn das verunreinigt ist, wird es saugefährlich.

Das Witzige ist, ...

...dass mich in einem Monat eine derartige Behandlung erwartet.
Mir wär's lieber, hätt ich das alles später erfahren.
Aber die USA sind ja nicht da, bei uns. So tröst ich mich darüber hinweg.

shivering
Stuhl

Also, ich...

...finde das Posting nicht, das per Mail schon vor "einiger Zeit" einlangte.
Jedenfalls: Danke für's Daumendrücken.

Also, die Behandlung(en) werden eine ganze Woche dauern (Mo bis Mo), ich weiß noch nicht, was mich alles noch erwartet, aber bei meiner Phantasie bin ich eher froh, das nicht zu wissen... ;-)

Wie lange die - wenn überhaupt vorhandene - Wirkung anhalten wird, kann mir keiner sagen.
Schaumamal.

also:
liebe Grüße

Stuhl

Da drücke ich mal vorsorglich alle verfügbaren Daumen.

Wie lange hält diese Therapie anschließend vor?

Man muss auch dazusagen: unbeherrschbar durch wen. Wenn 14000 Steroid-haltige Injektionen in den Rückenmarkskanal von Patienten mit Rückenschmerzen gespritzt werden, dann fragt mich sich schon, ob das nicht eine gänzlich überzogen invasive Vorgehensweise ist, und ob es da nicht bessere und sicherere, wenn auch zeitaufwendigere und weniger gut zu verkaufende Behandlungen gegeben hätte.

Ende

... meine Anteilnahme für alle Betroffenen!

Aspergillus fumigatus

ist überall massiv auf der Überholspur und ist längst ein gesundheitliches Riesenproblem geworden.

bledsinn.
nur immunsupprimierte patienten bekommen eine aspergillose. gesunde nie.

Und wenn es auch so wäre

bliebe es doch trotzdem ein Riesenproblem, weil es eben, besonders in Krankenhäusern, viele solche Patienten gibt.

http://www.welt.de/gesundhei... dlich.html

Na hallo

afaik waren das Epidurals, wenn man Aspergillus ins Rückenmark spritzt hat man natürlich ein Problem.
Da braucht der Pilz nicht auf der Überholspur zu sein, und mit Immunschwäche hat das auch nichts zu tun.
Hinter der Blut Hirnschranke toben sich ansonsten harmlose Mikroben ordentlich aus.

Ja, mich müssen Sie nicht überzeugen.

Es ist nur so, dass dieser Pilz auch sonst immer mehr von sich reden macht und es vielleicht auch auf diesem Wege passiert ist, dass er eine Medikamentenproduktion besiedeln konnte.

das liegt aber nicht am pilz, sondern an der zunehmenden immunschwäche vieler menschen: klinisch gereinigte körper, abgekochtes wasser für babies, verabreichung von antibiotika ohne indikation.

Exserohilum

Hier allerdings handelt es sich bisher in erster Linie um Infektionen mit Exserohilum, eine Aspergillusinfektion wurde nur im ersten Fall beschrieben.

Da sieht man mal wie rigoros den Pharmariesen auf die Finger geschaut wird, während die kleineren Unternehmen durch Sicherheitslücken schlüpfen können, weil für sie nicht die gleichen Regeln gelten.

Nichts gegen Klein- und Mittelbetriebe, aber wenn jemand Medikamente produziert müssen für alle die gleichen strengsten Medikamentvorgaben gelten, denen auch die "Großen" unterliegen - auch wenns teurer ist. Ist ja keine Jeans, deren Material sich je nach Qualität schneller durchscheuert.

und romney/ryan schreien immer noch nach "less regulations"

es geht um Jobs und Kohle - Romney sind die Menschen doch egal wie man ja an seinem Sager bei der Spenderzusammenkunft sehen (hören) konnte

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