Angeschossener Präsident Mauretaniens zur Behandlung in Paris

14. Oktober 2012, 20:53
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Hintergründe des Zwischenfalls weiter unklar

Nouakchott/Paris - Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz ist zur Behandlung einer Schussverletzung in ein Pariser Krankenhaus geflogen worden. Abdel Aziz war am Samstag von einer Kugel im Arm getroffen worden. Bei den Schüssen aus einer Armeeinheit soll es sich nach offiziellen Angaben um einen Unfall gehandelt haben. Kurz vor seinem Abflug am Sonntag teilte Abdel Aziz der mauretanischen Bevölkerung mit, es gehe im gut.

"Ich möchte allen Bürgern versichern, dass nach einem Unfall, den eine Armeeinheit versehentlich verursacht hat, mein Gesundheitszustand gut ist", hieß es in einer Erklärung des Präsidenten. "Ich mache gute Fortschritte, und es besteht kein Grund zur Sorge." Ein von der Regierung veröffentlichtes Foto zeigt Abdel Aziz in seinem Krankenbett in der Hauptstadt Nouakchott. Sein rechter Arm ist von einem Krankenhaushemd und einer Decke bedeckt.

Der Präsident sei von einer Kugel in den Arm getroffen worden, sagte Kommunikationsminister Hamdi Ould Mahjoub am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur AMI. Der 55-jährige Präsident sei auf dem Rückweg nach Nouakchott gewesen, als eine Militäreinheit "versehentlich" auf ihn geschossen habe, meldete AMI. Der Grund für den Vorfall blieb weiterhin unklar.

Abdel Aziz, ein ehemaliger Armeeoffizier, übernahm 2008 in einem Militärcoup die Macht in dem Wüstenstaat im Nordwesten Afrikas. Im folgenden Jahr wurde er zum Präsidenten gewählt. Frankreich war in Mauretanien Kolonialmacht. (APA, 14.10.2012)

  • Mauretaniens Präsident Mohamed
Ould Abdel Aziz bei einer Pressekonferenz im April 2009.
    foto: epa/ei hadj

    Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz bei einer Pressekonferenz im April 2009.

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