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Paris/Bern - Im Zuge der Zerschlagung eines riesigen französisch-schweizerischen Netzes aus Geldwäsche und Drogenhandel sind Ermittlungen unter anderem gegen eine Pariser Grünen-Politikerin eingeleitet worden. Insgesamt liefen gegen neun Verdächtige Ermittlungen, darunter auch gegen die Grünenpolitikerin und Vize-Bürgermeisterin des 13. Stadtbezirks, Florence Lamblin, verlautete am Samstag aus Polizeikreisen. Nach Angaben der Polizei geht es um Geldwäsche in Höhe von 40 Millionen Euro.
Acht der neun Verdächtigen seien gegen Kaution auf freiem Fuß, darunter Lamblin, die neunte Person sei in Untersuchungshaft, hieß es weiter. Am Samstag sollten noch acht weitere Verdächtige dem Richter vorgeführt werden. Insgesamt waren in dieser Woche im Zusammenhang mit dem Geldwäschering 17 Menschen in Frankreich und drei weitere in der Schweiz festgenommen worden. Die Ermittler beschlagnahmten mehrere Millionen Euro. In Lamblins Haus sollen rund 400.000 Euro in bar gefunden worden sein.
Lamblins Anwalt Jérôme Boursican, sagte, seine Mandantin sei "Opfer eines Justizirrtums". Sie habe 350.000 Euro auf einem Schweizer Konto gehabt, das Geld stamme aus einem Familienvermögen. Beim Transfer des Geldes von der Schweiz nach Frankreich sei möglicherweise versäumt worden, Vermögenssteuer zu entrichten. Nach Angaben des Bürgermeisters des 13. Bezirks, Jérôme Coumet, reichte Lamblin den Rücktritt vom Amt des Vize-Bürgermeisters ein. Ihr Anwalt sagte jedoch, Lamblin habe sich nur vorübergehend von diesem Amt zurückgezogen, bis er eine "Einstellung des Verfahrens" erreicht habe. (APA, 13.10.2012)
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Reden wir Tacheles! In der Schweiz gebunkertes Geld (Schwarzgeld?), nicht versteuert,... - egal, ob Geldwäsche oder nicht, die Dame ist als Grünen-Politikerin sicherlich eine lauthalsige Verfechterin der Vermögenssteuern. Zahlen sollen freilich nur die Anderen. Selbst vergißt man geflissentlich darauf.
In Frankreich gibt es ja eine Steuerdaten-CD mit kopierten Bankdaten aus der Schweiz. Da brennt einigen der Hut! Frau Lagarde hat den Griechen übrigens eine Kopie davon zukommen lassen. Die wollten zuerst aus Datenschutzbedenken nichts davon wissen, und können jetzt, wo Frau Lagarde als IWF-Präsidentin zornig wird, den verlegten Datenträger nicht mehr finden. Hui!
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