Österreichischer Waldrapp von Jägern schwer verletzt

14. Oktober 2012, 15:35
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Italienische Vogelschutzorganisation empört

Rom/Wien - Ein Waldrapp aus Österreich ist in der toskanischen Ortschaft Cecina ein Opfer der italienischen Jagdleidenschaft geworden: Der Vogel wurde von einigen Förstern von Bleikugeln schwer verwundet aufgefunden, teilte die Vogelschutzorganisation Lipu (Lega italiana protezione uccelli) mit.

Der mit GPS-Sender ausgestattete Waldrapp hatte verletzte Füße und Flügel. Er wurde einer Operation unterzogen, doch es war vorerst nicht klar, ob er gerettet werden kann. Das Tier hatte viel Blut verloren habe. Außerdem hätten sieben Bleikugeln die Flügel schwer in Mitleidenschaft gezogen, berichteten ein Sprecher der Vogelschutzorganisation.

Der Verband verurteilte die Schussattacke auf den Vogel. "Das Waldrappteam aus Wien bemüht sich, diese beinahe ausgestorbenen Zugvögel zu retten. Es ist skandalös, dass diese Vögel bei uns angeschossen werden", kommentierte Lipu den Vorfall.

Illegale Jagd war der Hauptgrund dafür, dass der Waldrapp im 17. Jahrhundert in Europa ausgerottet wurde. Um diese Art besser kontrollieren zu können, werden die Vögel mit GPS-Sendern ausgestattet, die sie wie einen Rucksack tragen. Das Waldrappteam, das vom Tiergarten Schönbrunn unterstützt wird, zieht Waldrapp-Küken aus Zoos mit der Hand auf und zeigt ihnen mit Ultraleichtflugzeugen die Flugroute in geeignete Wintergebiete. (APA, 13.10.2012)

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