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Jürgen Melzer schlägt erst im Achtelfinale auf.
Wien - Jürgen Melzer greift ebenso wie der topgesetzte Juan Martin Del Potro (ARG) erst am Mittwoch in das mit 550.000 Euro dotierte Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle ein. Der zweifache Wien-Sieger hat als Nummer vier ein Freilos und trifft nach der am Samstag u.a. von Doppel-Paralympics-Sieger Günther Matzinger vorgenommenen Auslosung entweder auf Steve Darcis (BEL) oder Gilles Muller (LUX).
Bis kurz vor Nennschluss hat es laut Turnierdirektor Herwig Straka noch mehrere Anfragen von Top-20-Spielern gegeben, doch man entschied sich für den auf Platz 142 zurückgefallenen Letten Ernests Gulbis. Ein bisschen wohl auch eine politische Entscheidung, denn Melzer hätte dann als Nummer 5 des Turniers schon in Runde eins ins Turnier starten müssen.
Während Melzer am Samstag noch im Anflug vom dieswöchigen Einsatz in Shanghai war, verfolgten Österreichs Nummer 2, Andreas Haider-Maurer, ebenso wie auch Turnierbotschafter Thomas Muster die Auslosung im Spieler-Hotel Marriott mit Interesse. Für den Wien-Finalisten 2010 Haider-Maurer zog Matzinger einen Qualifikanten. "Ich hoffe, du bist zufrieden damit", sagte der zweifache Goldgewinner von London und Haider-Maurer lächelte.
"Ein Qualifikant ist immer schwierig, weil der hat schon ein paar Siege geschafft", sagte der 25-jährige Niederösterreicher, der am Dienstag spielen wird. "Aber ich muss mich auf mein Spiel konzentrieren. Die letzten Wochen sind ganz gut verlaufen. Ich habe Selbstvertrauen und bin gut vorbereitet", meinte Haider-Maurer, der sich seit Ende August auf Challenger-Ebene zwei Titel sowie ein Finale und einen Platz nahe an den Top 100 (aktuell 101.) erspielt hat.
Der dritte Österreicher im Hauptbewerb ist Thiem, der im Vorjahr in der Wiener Stadthalle die (zweite) Karriere von Thomas Muster beendet und seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour gefeiert hatte. Für ihn wird es gegen den Weltranglisten-59. Lukas Lacko (SVK) eine schwierige erste Aufgabe.
"Pensionist" Muster ist angesichts des baldigen Jahrestags seines letzten ATP-Tour-Spiels nicht nostalgisch. "Das ist alles vorbei und abgehakt. Ich bin jetzt Turnier-Botschafter. Das ist sehr reizvoll, und ich versuche dem Turnier zu helfen", erklärte Österreichs mittlerweile 45-jährige Tennis-Legende. Der French-Open-Sieger von 1995 und sein Manager, Turnierboss Herwig Straka, sind sich einig: Trotz der starken Konkurrenz mit Moskau und Stockholm in derselben Woche darf man auf das Wien-Feld mit großer Zufriedenheit blicken.
"Del Potro ist ein Super-Typ, ist sehr erfolgreich und hat noch Potenzial nach oben, und auch Tipsarevic ist vom Typ her toll", sagte Muster über die zwei Top-Ten-Männer. Nicht zu vergessen ist neben Lokalmatador Melzer freilich auch Tommy Haas.
Der 34-jährige Deutsche spielte vor einem Jahr am Vogelweidplatz noch Qualifikation, nun ist er die Nummer 3 des Turniers und Nummer 21 der Welt. Am 2. Jänner dieses Jahres warf ihn die Rangliste noch auf Platz 205 aus. Haas ist wohl für viele ältere Kaliber ein Vorbild, sein sensationelles Comeback hat ihm viel Respekt auf der Tour eingebracht.
Für den Deutschen mit steirischen Wurzeln und auch für Tipsarevic erhofft sich Turnierboss Straka reges Publikumsinteresse. "Es heißt ja, dass Wien die Stadt mit dem größten Serben-Anteil nach Belgrad ist", sagte der Steirer. Und dass der Weltranglisten-Neunte ein Spieler ist, dem man gerne zuschaut, hat sich auch in Wien herumgesprochen. (APA, 13.10.2012)
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Ich habe Österreichs größten Tennis-Helden durch knapp drei Jahrzehnte begleitet. Und er mich. Er weiß nichts davon, aber das macht nichts. Es war trotzdem aufregend. Eine Erzählung aus der Sicht eines Fans
1. Runde Freilos, 2. Runde machbarer Gegner, die 3. Runde ist dann schon das Viertelfinale und da wär Haider-Maurer/Qualifiikant/Paire (7)/Lorenzi der Gegner. Durchaus machbar für Melzer, hier ins Semifinale zu kommen, dann wäre aber aller Del Potro der Gegner.
Klingt ganz gut, ist für den Melzer aber mMn ein Nachteil.
Melzer braucht -gerade im Moment- Spielpraxis und Selbstvertrauen. Vermutlich hätt ihm ein Qualifikant mehr genützt - und wenn er gegen den Ausgeschieden wär, hätt er das Achtelfinale eh nicht verdient gehabt.. ;)
spielpraxis?
er hat grad die asientournee hinter sich mit (nach seinem w.o.) vier spielen auf hohem niveau.
selbstvertrauen?
er hat andujar und dolgopolov geschlagen,
ob da jetzt ein erstrundensieg so bitter nötig ist?
nein, melzer und keiner seiner betreuer sind traurig über das freilos, ganz im gegenteil.
mehr pause nach der asientournee + sichere zweite rde.
und für deine letzte zeile zahlst drei euro ins phrasenschwein ;-)
Also ich finde es eine Unsitte, dass die Favoriten in vielen Turnieren ein Freilos erhalten.
Jetzt fangen sogar die kleinen Turniere damit an.
Die Organisatoren sollten eigentlich merken, dass sie damit ein Eigentor schiessen. Und man nimmt den Spieleren mit einem hohen Ranking die Möglichkeit zur Teilnahme.
Man sollte diese Unsitte wieder abschaffen, auch bei den Masters Turnieren.
die organisatoren machen das aus folgendem grund:
durch das freilos gelingt es leichter, auch zu den kleinen 250er turnieren gute spieler anzulocken, können diese spieler doch zwei tage später anreisen.
(topspieler wie del potro haben genug spiele zu bestreiten)
gute entscheidung der ATP, das zuzulassen!
der organisator kann es sich nicht aussuchen, wer bei seinem turnier nennt und antritt, also melzer auf vier ist ein zufall plus "politische entscheidung" s.o.
sicher hätte melzer auch ohne freilos gespielt.
aber EIN turnier hat mit dem lockmttel freilos begonnen und die anderen haben aus konkurrenzgründen nachgezogen bzw. nachziehen müssen bzw. gerne nachgezogen, weil es dem veranstalter nichts kostet.
die atp hat es abgesegnet.
die atp UND die veranstalter sind bestrebt, spitzenspieler zu den turnieren zu bringen.
und es ist gescheiter so, als mit früher üblichen hohen startgeldern, wo dann für die restlichen weniger preisgeld übrig geblieben ist.
nein, aber es zeigt, dass dein steuerbeispiel mit der kassierin im hofer blödsinn ist.
daher zurück zum sport:
nenn mir eine einzige sportart oder sonst einen grund, warum
"ein besserer sportler eher sogar eine runde mehr bestreiten müsste"?? (deine worte!)
Bei *allen* k.o. sportarten werden die guten bevorzugt, sei es durch setzung oder durch freilos.
und selbst beim marathon, einer der "fairsten" sportarten ueberhaupt - weil einfach jeder hingehen und teilnehmen kann - duerfen die schnellsten vorne starten.
als einzige ausnahme faellt mir die startreihenfolge bei den speed-events ein, aber das hat andere gruende
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