Warum iPods nicht Schnee von gestern sind

  • Bunt und schlank: Apples iPods haben immer noch eine große Zielgruppe.
    foto: apa

    Bunt und schlank: Apples iPods haben immer noch eine große Zielgruppe.

Der iPod Touch nähert sich immer mehr dem iPhone an. Doch der Musikplayer hat auch ohne Telefonie eine große Zielgruppe

Apples neue iPods haben in den letzten Generationen bewiesen, dass sie sich vom iPhone bis auf Design und dem Fehlen der Telefon-Option immer weniger unterscheiden. Die Frage, ob ein iPod in der heutigen Zeit überhaupt noch von Bedeutung ist und wie viel Sinn die Produktion eines solchen macht, ist also durchaus berechtigt. 

Für Teenager und Kinder

Diese Frage hat sich Mashable beim Testen des Gerätes ebenfalls gestellt und kam am Ende zu dem Schluss, dass ein iPod Touch durchaus noch sinnvoll ist. Vor allem Teenager und Kinder hätten so ein eigenes Gerät, mit dem sie Fotos und Videos machen können, die Möglichkeit haben darauf zu spielen, Musik zu hören und im Internet zu surfen. Das Ganze ohne den negativen Nebeneffekt einer Telefonrechnung, die am Ende die Eltern bezahlen müssten.

Leicht und bunt

Apple hat sich beim Designen des neuen iPods anscheinend auch Gedanken über diese Zielgruppe gemacht, denn das dazugehörige Armband ist perfekt für kleine Unfälle, bei denen so ein Gerät runterfällt, aber noch rechtzeitig aufgefangen werden kann. Die Bildsprache der neuen iPod Touches sagt in seiner Farbenvielfalt bereits ebenfalls einiges über die Zielgruppe aus. Diese ist ein starkes Unterscheidungsmerkmal zum iPhone, welches nur in schwarz und weiß verfügbar ist, allerdings auch um einiges schwerer ist. 

Kein 3G

Neben den Farben sind auch die detaillierten Designmerkmale unterschiedlich: Apple hat den iPod Touch etwas kurviger gemacht, was ihn etwas jugendlicher wirken lässt. Das Retina-Display ist vollkommen gleich: Eine Auflösung von 1136 x 640 Pixel. Auch Features wie FaceTime oder Find My iPod lassen den iPod Touch fast wie ein iPhone wirken. Auf Siri wurde ebenfalls nicht vergessen, allerdings ist der Sprachassistent nur mit einer WLAN-Verbindung nützlich. Sobald man sich außerhalb einer WLAN-Reichweite befindet, ist auch Siri vollkommen unnötig, denn 3G wird auf dem iPod Touch nicht unterstützt.

Eigentlich ein Musikplayer

Die Kamera am iPod Touch hat fünf Megapixel, also drei Megapixel weniger als das iPhone und macht laut Mashable auch nicht so gute Fotos, denn bei schlechteren Lichtverhältnissen könne der iPod Touch einfach nicht mithalten. Auch bei der CPU hat man auf den A5 gesetzt, das iPhone läuft mit einem Dual-Core A6-Prozessor. Zum Spielen eigne sich das Gerät hervorragend, das Retina Display mache Spielern Spaß. Und nicht zu vergessen ist, dass der iPod ursprünglich zum Musikhören gedacht war.

Großer Preis für einen kleinen Musikplayer

Ein großer Unterschied zum iPhone ist der Akku: Dieser hält deutlich länger als der des Telefons, angeblich fast doppelt so lang. Die 32-Gigabyte-Version gibt es um 329 Euro, 64 Gigabyte kosten 429 Euro. Wer mit weniger Speicher auskommt, kann zum iPod Nano greifen. Diesen gibt es mit 16 Gigabyte um 179 Euro. (red, derStandard.at, 13.10.2012)

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