Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Fast konnte man glauben, sie hätten wirklich etwas miteinander: Zwar gibt es in Hugo Wolfs Spanischem Liederbuch kein einziges Duett, und so wechselten sich Angelika Kirchschlager und Ian Bostridge auch am Donnerstag im Konzerthaus mit den einzelnen Liedern ab, dabei stellten sie allerdings - bei einer eigenen Auswahl und Reihenfolge des Teils mit den "weltlichen Liedern" - durch Blicke, Gesten und auch beiläufige Berührungen Bezüge her, die zwischen den Nummern fast so etwas wie verstreute Fragmente einer Liebesbeziehung erahnbar machen konnten.
Zunächst jedoch ließen die beiden aus dem "geistlichen" Teil alle Innigkeit und Verzweiflung sprechen, luden aber auch die sinnlichen Bilder darin beinahe erotisch auf, wie sie umgekehrt die körperhafte Bodenständigkeit der umfangreicheren zweiten Gruppe auf existenzielle Abgründigkeit abklopften - und sich dabei anscheinend gegenseitig immer mehr übertrumpfen wollten.
Theatralische Fantasien
Kirchschlagers Stimme ist unverkennbar ein wenig schwerer und herber geworden und musste an diesem Abend zunächst noch warm werden; Bostridge stieß zuweilen an die Grenzen des Tonumfangs und der Kraft. Aber beide boten eine intensive Gestaltung großer Szenen, die eben auch vom theatralischen Aspekt lebten.
Jederzeit geerdet wurde das Ganze vom Pianisten Julius Drake, der es verstand, sich trotz absoluter Präsenz nie in den Vordergrund zu spielen, sondern stets atmend mitzugestalten. Dennoch sorgte er für etliche markante Akzentuierungen und für eine fast orchestrale Klangfülle.
Berauschend legte er auch seinen Part bei der Zugabe an, wo Bostridge und Kirchschlager sich endlich noch ein echtes Duett gönnten: Liebhabers Ständchen von Robert Schumann wurde mit stürmischer Dringlichkeit auf die Spitze getrieben, als ginge es bei jenem Mädchen, das dem Jüngling ihr "Nein" ins Gesicht schmettert, zumindest in der Fantasie gleichzeitig zur Sache. Aber hallo! (Daniel Ender, DER STANDARD, 13./14.10.2012)
Georg Nigl und Gérard Wyss mit Schuberts "Die schöne Müllerin" - Mit zeitgenössischer Begleitung absolvierte der ehemalige Sängerknabe Nigl seinen Liederabend
Bassbariton Erwin Schrott widmet sich einem Herzensprojekt und singt am Mittwoch aus seinem Tango-Repertoire
Pianist Maurizio Pollini im Wiener Konzerthaus: Die Interpretationen des 71-Jährigen sind gehetzt, flach, ohne Prägnanz
Die Wiener Philharmoniker und Dirigent Tugan Sokhiev im Wiener Konzerthaus
Zyklus bietet in vierter Saison außerdem Edita Gruberova und Pretty Yende auf
Pianist Till Fellner im Mozart-Saal
Fünf Sterne de luxe: Finale des Gastspiels der Berliner Philharmoniker mit Mahlers Zweiter
Berliner Philharmoniker im Wiener Konzerthaus
Marc Minkowski präsentierte den "Fliegenden Holländer" zweimal
Die Wiener Symphoniker mit Dirigent David Stern
Esa-Pekka Salonen und das Philharmonia Orchestra
Hilary Hahn, Sakari Oramo und Wiener Philharmoniker
Fatoumata Diawara gilt als hoffnungsvolle Sängerin aus dem Musikland Mali: In ihren Texten bezieht sie Stellung gegen Genitalverstümmelung und arrangierte Heirat
Die New Yorker Philharmoniker mit Dirigent Alan Gilbert
Arcadi Volodos mit Werken von Schubert, Schumann und Brahms im Konzerthaus
Die Wiener Akademische Philharmonie gastiert am 9. Juni mit prominenten ehemaligen Mitgliedern im Wiener Konzerthaus
Marino Formenti ist nicht nur ein profilierter Interpret zeitgenössischer Musik, sondern auch Festivalleiter und kreativer Entwickler ungewöhnlicher Projekte
"Eroica", "La Reine" und "Don Juan ou Le festin de Pierre"
Sängerin Patricia Petibon und Pianistin Susan Manoff mit einem Recital: Viel Jubel, vier Zugaben
Das Klangforum beendete seinen Zyklus im Konzerthaus
Pianist Piotr Anderszewski im Konzerthaus
Schlafwandlerisches Zusammenspiel: Saxofonist Branford Marsalis gastiert mit Pianist Joey Calderazzo in Wien
Personale mit Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager und dem Pianisten Fazil Say gewidmeter Zyklus
Universal bat zu einer Neuaufnahme von Giuseppe Verdis "Simon Boccanegra" mit Thomas Hampson
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.