Ronaldo kann Russland nicht knacken

12. Oktober 2012, 23:10
21 Postings

Spanien in Weißrussland und England gegen San Marino völlig ungefährdet - Italien biegt Armenien in zweiter Hälfte - Niederlande erledigen Pflichtaufgabe, bleiben hinter Rumänien

Spanien bleibt auf dem Weg Richtung Titelverteidigung bei der WM-Endrunde 2014 in Brasilien auf Kurs. Der regierende Welt- und Europameister setzte sich am Freitagabend gegen Weißrussland ungefährdet 4:0 durch. Am Dienstag wartet auf die nach zwei Spielen makellosen Iberer nun das Gruppen-Gipfeltreffen mit Frankreich in Madrid. Dreifacher Torschütze in Minsk war Barcelona-Angreifer Pedro Rodriguez (21., 69., 72.), die spanische Führung erzielte sein Clubkollege Jordi Alba (12.).

Die Mannschaft von Erfolgstrainer Vicente del Bosque, die auch gegen Weißrussland ohne gelernten Mittelstürmer agierte, feierte damit den 24. Sieg in Qualifikationsspielen in Serie. Gegen Frankreich könnte das Jubiläum gelingen. Auch die "Bleus" halten nach zwei Partie im WM-Quali-Rennen bei sechs Zählern.

Alexander Kerschakow bescherte Russland nach dem Duell mit Portugal eine makellose Bilanz. Der Stürmer von Zenit St. Petersburg traf beim 1:0 im Schlager der Gruppe F im Moskauer Luschniki-Stadion bereits in der 6. Minute. Für die unter Neo-Teamchef Fabio Capello erstarkten Russen war es der dritte Sieg im dritten Spiel, der EM-Halbfinalist um Kapitän Cristiano Ronaldo kassierte hingegen die erste Niederlage nach zwei Erfolgen.

Ronaldo beschäftigte die Hausherren über 90 Minuten. Dem Superstar von Real Madrid standen im Dauerregen aber zumeist zwei Russen auf den Füßen. Die Gastgeber igelten sich vor allem in der zweiten Spielhälfte ein, den Portugiesen fehlten auch die zündenden Ideen, um das Bollwerk auszuhebeln. "Heute habe ich ein russisches Team gesehen, das mit sehr viel Leidenschaft gespielt hat", sagte der siegreiche Capello nach der Partie. Portugals Trainer Paulo Bento war enttäuscht: "Wir wollten hier gewinnen und sind nun sehr traurig."

England fuhr gegen Fußballzwerg San Marino einen einprogrammierten Erfolg ein. Doppelpacks der Manchester-United-Stürmer Wayne Rooney (35./Elfmeter, 70) und Danny Welbeck (37., 72.) bescherten einen 5:0-Erfolg im Londoner Wembley-Stadion. Für den fünften Treffer der nun bei sieben Zählern aus drei Spielen haltenden "Three Lions" erzielte Alex Oxlade-Chamberlain (77.).

Die belgische Nationalmannschaft wird ihrem Beinamen Rote Teufel indes langsam wieder gerecht. Die junge Mannschaft von Marc Wilmots gewann in Serbien 3:0. Zwei 21-Jährige sorgten für die ersten beiden Treffer. Christian Benteke von Aston Villa schoss sein zweites Tor im Trikot von Belgien (34.), der von Chelsea an Werder Bremen verliehene Kevin de Bruyne legte entscheidend nach (68.).

In britischen Duell der Gruppe A siegte Wales in Cardiff gegen Schottland mit 2:1. Beide Tore für die Waliser schoss Gareth Bale im Finish. Der Tottenham-Flügelspieler traf zunächst in der 81. Minute per Elfmeter und legte acht Minuten später noch nach.

Der aus der Verbannung zurückgekehrte Rafael van der Vaart hat den Grundstein für den 3:0-Sieg der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra gelegt. Der HSV-Profi brachte die Niederländer am Freitagabend in Rotterdam in seinem 101. Länderspiel in der sechsten Minute in Führung. Den dritten Sieg der Mannschaft von Louis van Gaal im dritten Spiel der Gruppe D machten Klaas-Jan Huntelaar (14.) und Ruben Schaken (49.) perfekt.

Die "Oranjes" sind in Gruppe D trotzdem nur Zweiter. Auch Rumänien steht nach einem 1:0-Erfolg in der Türkei überraschend mit einer makellosen Bilanz da. Auch in der aufgeheizten Stimmung in Istanbul ließen sich die Rumänen nicht beirren. Gheorghe Grozav erzielte kurz vor der Pause den einzigen Treffer der Partie. Obwohl die Türken in der Folge alles nach vorne warfen und noch sieben Minuten Nachspielzeit erhielten, gelang dem Heimteam der Ausgleich nicht mehr.

Vizeeuropameister Italien entledigte sich der Pflichtaufgabe in Armenien mit einem 3:1-Auswärtserfolg. Nach einem 1:1 zur Pause legten die Gäste in Eriwan erst nach Seitenwechsel zu. Daniele de Rossi brachte den Favoriten in Führung (64.), Pablo Osvaldo (82.) machte den zweiten Sieg der Italiener in ihrem dritten Spiel der Gruppe B perfekt. (APA, 12.10.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Blöd gelaufen für die Herren mit dem bunten Kreuz auf der Brust.

Share if you care.