0:0 in Kasachstan lässt Aufbruch stocken

12. Oktober 2012, 22:14

Ein etwas hektisches Team kann den Außenseiter nicht knacken, nach zwei Spielen in der WM-Qualifikation steht für Österreich nur ein Punkt zu Buche

Astana -Die Fußball-Weltmeisterschaft findet 2014 programmgemäß in Brasilien statt. Von einer Teilnahme Österreichs ist aber nicht unbedingt auszugehen. Denn das ÖFB-Team hat am Freitagabend in Astana gegen Kasachstan nur 0:0 gespielt, zwei Punkte liegen gelassen. Die könnten im Endeffekt fehlen, aber das weiß man erst später. Denn acht Partien stehen noch aus. Aber ein Sieg in Kasachstan wurde als "Pflicht" angesehen. Vor einem Jahr, am 11. Oktober 2011, gab es an gleicher Stelle auch ein torloses Remis. Damals war es insofern wurscht, als das Scheiten in der EM-Qualifikation bereits vor Anpfiff festgestanden hatte.

Teamchef Marcel Koller ist irgendwie auf Nummer sicher gegangen, er verzichtete auf Experimente, nahm im Vergleich zum Spiel gegen Deutschland keine Veränderungen vor. Schließlich hatte diese Elf vor einem Monat relativ großartig 1:2 verloren. Der Wille, die Leidenschaft, der Teamgeist sollten allemal reichen, um Kasachstan, die Nummer 147 der Welt, zu biegen. Kunstrasen hin, Kunstrasen her, Zeitverschiebung hin, Zeitverschiebung her.

Die angekündigte und erhoffte Dominanz blieb vor der Pause verborgen, es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Na gut, ein bisserl mehr Ballbesitz hatten die Österreicher schon. Aber es fehlte an Präzision im Spielaufbau, die Pässe gerieten zu lang, zu kurz. Die Kasachen standen gut, lauerten auf Konter. Die linke Seite mit Kapitän Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz nahm am Spiel nicht wirklich teil, rechts war György Garics relativ aktiv, sein Vordermann Marko Arnautovic entschied sich zunächst eher für den Schatten als für das Licht.

Zwei gute Chancen hat es trotzdem gegeben. 15. Minute: Garics passt steil auf Zlatko Junuzovic, der hat Probleme bei der Ballannahme und schießt drüber. 28. Minute: Doppelpass Martin Harnik mit Junuzovic, Harnik scheitert an Keeper Andrej Sidelnikow. Immerhin hat diese Aktion an Fußball erinnert. Dazwischen, in der 18. Minute, verhinderte Sebastian Prödl mit einem Tackling den Führungstreffer der Kasachen.

Selbsttäuschung

Nach der Pause wurde es besser, aber es blieb entfernt von gut. Druck und Tempo wurden erhöht, es gab Chancen durch Junuzovic, Harnik, Veli Kavlak und Arnautovic. Koller wechselte Marc Janko (62.), Jakob Jantscher (73.) und Debütant Andreas Weimann (84.) ein. Julian Baumgartlinger, Ivanschitz und Harnik mussten weichen. Junuzovic schoss in der Nachspielzeit knapp daneben, die Partie hat übrigens 97 Minuten gedauert. Bittere Erkenntnis: Die ÖFB-Nationalmannschaft ist vielleicht doch nicht so gut, wie sie glaubt. Die Spieler betonen ja stets, dass man absolut konkurrenzfähig sei, schließlich kicke nahezu der komplette Kader bei ausländischen Vereinen.

Während der Vorbereitung in Bad Tatzmannsdorf wurde übrigens das Toreschießen geübt, angeblich hat es gut geklappt. Training und Match sind halt zweierlei. Junuzovic, noch einer der Besten, sagte: "Sehr bitter, die Entschlossenheit hat gefehlt. Selber schuld, wir hätten ein Tor machen müssen. Die haben sich nur hinten reingestellt. Am Kunstrasen lag es nicht."

Koller reagierte gefasst. "Es war die erwartete schwierige Partie. Wir sind vor der Pause nicht gut nach vorn gekommen. Es ist kein Rückschritt. Es war ein anderes Spiel als gegen Deutschland. Jetzt müssen wir regenerieren, es wird Änderungen geben." Miroslav Beranek, der tschechische Teamchef von Kasachstan, sagte: "Wir sind sehr stolz und glücklich."

Das Team flog gleich nach der Partie zurück nach Wien. Dort wartete David Alaba, der Bayern-Legionär hat den Mittelfußbruch auskuriert. Ob er am Dienstag im Happel-Stadion eingesetzt wird, ist völlig offen. Die Kasachen reisen als Außenseiter an. Die Österreicher sagen: "Wir werden gewinnen." (hac - DER STANDARD, 13.10. 2012)

WM-Qualifikation (Gruppe C):
Kasachstan - Österreich 0:0. Astana, Astana Arena, 10.000 Zuschauer, SR Tamas Bognar (HUN).

Kasachstan: Sidelnikow - Kirow, Dmitrenko, Roschkow, Nurdauletow - Bogdanow - Konisbajew (95. Gridin), Korobkin, Chairulin (92. Muchtarow) - Nuserbajew (87. Nurgalijew), Ostapenko

Österreich: Almer - Garics, Prödl, Pogatetz, Fuchs - Baumgartlinger (62. Janko), Kavlak - Arnautovic, Junuzovic, Ivanschitz (73. Jantscher) - Harnik (84. Weimann)

Gelbe Karten: Nuserbajew, Ostapenko, Roschkow bzw. Janko

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Posting 1 bis 25 von 1131
1100 Postings für ein verlorenes Spiel..

.. wow .. was wirds wenn wir mal geweinnen sollten!??

So viele Postings nur deshalb, weil wir so hoch verloren haben.

Wieso verloren?

Über das naTeam muss man nicht spotten..

.. einfach zuschauen.

DAS sind Kapazitäten!

Es ist ja schön

gegen Deutschland dagegen halten zu können - in Wien (was freilich wenig nutzt, wenn man dann in Gelsenkirchen oder Bad Sonstwo regelrecht hingerichtet wird), auch wenn man trotzdem verliert.

Aber wenn man zur WM fahren will, wenn man sich qualifizieren will, dann muss man konstant gut spielen, und ja, dann muss man Pflichtsiege auch gewinnen. Gerade das konstante Punktesammeln gegen schwache Mannschaften macht es dann am Ende aus - nicht spektakuläre Einzelleistungen, die punktelos bleiben.

Schade, dass Österreich nicht gewonnen hat.

Trotzdem ist es immer wieder lustig zu sehen, wie bei der ersten Gelegenheit die Sofatrolle und Möchtegernteamchefs, die Fußball nur von der Playstation kennen aus ihren Löchern kriechen und Chefanalytiker (alternativ auch: beleidigter Herbert) spielen.

Wer gestern das Deutschlandmatch gesehen hat, weiß, warum Ö keine Chance hat zur WM zu fahren:

denn das Spiel der Deutschen gegen die Iren, war von der Taktik her, das gleiche Spiel wie KAZ:Ö. Eine tief stehende Abwehr der Heimmannschaft, versucht den angreifenden Gast auszukontern. Laufbereitschaft, Ballsicherheit, Bewegung im Mittelfeld und vor allem Abschlußsicherheit wären die Erfolgfaktoren gewesen. Bei den Deutschen reichte das zu einem 1:6 Erfolg. Eine Mannschaft, die aus 9 Spielern der deutschen Buli besteht (übrigens mehr als in der deutschen Startelf), sollte diese Tugenden ohne großartiges Zutun des Teamtrainers bereits verinnerlicht haben. Es hilft mir der beste Knipser der Welt nichts, wenn ich die Wuchtel nicht treffe. Und ballablenkende Grasbüschel, wie bei Arnautovic in Wien, gab es am Kunstrasen ja wohl nicht.

Wir schlogn Poin, auswärts, wir schlogn wales und wir schlogn wales zwa mol mir is des so wurscht.

hahahaha!!!

bitte um quelle. war das der krankl hansi? :)

haha! zum zerkugeln..

http://www.youtube.com/watch?v=K1qI4hK8R6o

und

http://www.youtube.com/watch?v=E... ure=relmfu

wir brauchen wieder einen trainer mit dem wir 3:3 gewinnen!!!!

"A Spü 3:3, des ma gwunna haum!"

da

war das scheitern wenigstens noch lustig.

nur zur erinnerung

nach der auslosung hat`s geheissen, die gruppe sei zu schwer für uns. dann haben wir erwartungsgemäss gegen deutschland verloren und alle haben gesagt, wir müssen uns qualifizieren. dann spielen wir auswärts gegen kasachstan unentschieden und es heisst, das wird nie was. dieses psychopathische gejaule ist unerträglich. genauso sinnvoll wie einem boxer nach der zweiten runde von zehn, eine verloren, eine unentschieden zu sagen: wast wos, gemma ham, des bringt nix.

Das naTeam hats aber mittlerweile oft genug bewiesen..

,, das weiße Männer es nicht bringen. In Österreich.

Vollkommen richtig !

... wast wos, gemma ham, des bringt nix ...

Das kommt davon,

wenn man sich an einer Niederlage orientiert.

Koller kann die WM-Quali abschreiben. Er soll sich lieber auf die EM 2016 konzentrieren.

das geht mittlerweile seit 15 jahren so. no is die quali ned vorbei, also weiter gas geben!

Der Teamchef ist ja auch nur ein großer Redner.

Zuerst verspricht er, Arnautovic (ist seit Wochen nicht in Form) auf der Bank zu lassen, dann steht dieser Totalversager wieder von Anfang an in der Elf.

Im Tor steht Almer (ist beim Verein nur Bankerldrücker)

Daß Ersatzspieler aufgestellt werden, nur weil sie im
Ausland auf der Bank sitzen, zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch alle Teamchefs.

Im Vertrauen gesagt: so wird´s nie was

äh,

arnautovic hat noch am meiten von allen vorne gemacht. und den tormann bei einem 0:0 zu ktitisieren zeugt sowieso von völligem Unverständnis.

Unverständnis hin oder her - der Querschläger in der ersten Hälfte Richtung Pogatetz war schon hart an der Grenze zum Eigentor.

Und wenn ihn der Kasache nicht irre regulär an die Hand bekommen hätte, hätten wir nicht 0:0 gewonnen.

Wir solltens endlich einsehen, Fußball ist nicht unser Sport.

Auch wenns noch 10 Mal bewiesen wird ..

Rapid Fans sind wie Katholiken und glauben auch noc h an den Weihnachtsmann.

trotz allem

spielt die österreichische mannschaft besser als noch vor 1 jahr.
es will sich zwar niemand drauf ausreden,aber ich glaube dass auch der kunstrasen eine rolle gespiet hat.das timing stimmt einfach nicht so.

Stimmt

es hat zwar niemand als Ausrede verwenden wollen, was auch gut so ist - aber beim zusehen hatte man doch den Eindruck, dass der Ball herumhüpft wie ein Gummiball, was ganz anders als auf Rasen aussieht.

Z.B. die Chance von Juno in der 1. HZ war so ein Fall. Auf gewohntem Untergrund hätte er den (technisch auch so schwierigen Ball) wohl besser gebändigt...

Aber was soll's - das ist leider genauso regulär, wie minutenlanges herumkugeln und wechseln...

Man muss nicht besser spielen können als andere, man muss einfach Spiele gewinnen. Mir persönlich vollkommen egal, ob das Spiel schön ist oder effizient. Gewinner sind nicht immer auch die Besten.

Posting 1 bis 25 von 1131

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