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In puncto Kinderbetreuung erfüllt nur Wien die EU-Vorgaben.
vergrößern 645x379Der Anetil der Krippenkinder im Ländervergleich.
Linz/Wien/Graz - Was das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren angeht, liegt Oberösterreich weit hinter den EU-Vorgaben. Laut sogenanntem Barcelona-Ziel sollte die Betreuungsquote bei 33 Prozent liegen. Nur Wien hat diese Quote sogar übererfüllt. Dort haben weniger als ein Prozent der Einrichtungen nur halbtags und knapp neun Prozent weniger als 50 Wochen im Jahr geöffnet. In Oberösterreich hingegen beträgt die Betreuungsquote gerade einmal knapp elf Prozent.
Dennoch: Der Linzer Sozialstadtrat Klaus Luger (SP) lobt die oberösterreichische Landeshauptstadt ob der "herausragenden" Betreuungssituation. Der Stadtrat untermauert diese Behauptung mit einer Erhebung der Abteilung Stadtforschung. Diese hat anhand der Daten zur bundesweiten Kindertagesheimstatistik die Öffnungszeiten aller Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige analysiert. Und damit liegt Linz im Vergleich mit den Landeshauptstädten Graz, Innsbruck und Salzburg bei den Wochenöffnungszeiten an der Spitze. 87 Prozent der Kleinkinder besuchen eine Einrichtung, die mindestens 50 Stunden die Woche aufgesperrt hat. Die Betreuungszeit beginnt frühestens um 6.30 Uhr und endet spätestens um 17 Uhr. In Graz und Salzburg haben lediglich 78 und 73 Prozent der Kids einen Betreuungsplatz für 50 Wochenstunden, in Innsbruck sogar nur 44 Prozent.
Ebenso wichtig sei für Eltern "aber auch die Öffnungszeit über das Jahr gesehen", meint Luger. Und auch hier hebt er die Linzer Führungsposition hervor: "Seit 2010 ist bei der Stadt die Ganzjahresbetreuung Realität." Nur private Einrichtungen haben meist noch über den Sommer geschlossen. So verfügen insgesamt 86 Prozent der unter Dreijährigen in Linz über einen Betreuungsplatz, der mindestens 50 Wochen im Jahr offen hat. In Salzburg sind es 59 Prozent in Innsbruck rund 52 Prozent.
In Graz hingegen, so entnimmt Luger der Statistik, "sieht die jährliche Öffnungszeit mit nur rund 31 Prozent nicht sehr gut aus". Im Büro des zuständigen Stadtrats Detlev Eisel-Eiselsberg (VP) heißt es dazu: "Wir können die Zahlen von Linz nicht nachvollziehen." Graz sei, was die Wochenöffnungszeiten wie auch die Betreuungszeiten im Jahr inklusive Sommerferien betreffe, an die Elternwünsche angepasst. "Grundsätzlich haben wir einen Versorgungsgrad bei den Null- bis Dreijährigen von rund 30 Prozent", teilt das Büro mit.
Der Innsbrucker Stadtrat Ernst Pechlanen (SP) hingegen sieht in der Tiroler Landeshauptstadt "bei den Null- bis Dreijährigen ganz klar Handlungsbedarf. Denn in Innsbruck gebe es nur private, keine städtischen Kinderkrippen. (Kerstin Scheller, Verena Langegger, DER STANDARD, 13./14.10.2012)
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jetzt "aus allen wolken" zu fallen kommt nicht gut an. die grünen haben vor jahren schon darauf hingewiesen, aber als sie dabei waren nichts daran geändert. (was zugegebenermaßen bei der ÖVP als seniorpartner ein ding der unmöglichkeit ist)
in graz ist nicht nur die kinderbetreuungssituation schlecht sondern auch das angebot für ältere kinder. keine freiräume, keine organisation. ich habe das gefühl kinder werden hier von allen als ärgernis oder übel empfunden.
aber in ein paar jahren über die folgen wundern und ausländern und den eltern die schuld geben.
die ÖVP steht noch immer für das modell "frau an den herd". das kanns doch nicht mehr spielen, oder?
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