Stronach-Partei: Kärntner BZÖ-Abgeordneter nächster heißer Tipp

12. Oktober 2012, 18:20
96 Postings

Markowitz dementiert nicht

Wien - Die Stronach-Partei nähert sich dem Klubstatus: Mit Christoph Hagen ist am Freitag der vierte BZÖ-Abgeordnete zu Stronach gewechselt. Kommt noch einer aus dem Lager der Orangen dazu - die Gerüchte verdichten sich auf den Kärntner Nationalratsabgeordneten und stellvertretenden BZÖ-Landesobmann Stefan Markowitz -, erreicht die neue Partei Klubstärke im Parlament.

Dies würde nicht unerhebliche Vorteile bringen: Denn einem neuen Klub stünden eigene Büromöglichkeiten zu, die Ausschüsse müssten erweitert werden, da das Entsendungsrecht der Parteien den Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat entsprechen muss. Zusätzlich stünden den Stronach-Leuten 1,43 Millionen Euro Grundausstattung zu. Für jeden weiteren Mandatar müsste der Staat noch 159.000 Euro zahlen.

BZÖ: Ein Drittel weg

Ein etwas entnervter Stefan Markowitz wollte Informationen, wonach er bereits in finalen Gesprächen mit Stronach stünde, nicht kategorisch dementieren: "Mit Stronach in Verhandlungen? Der ist ja gar nicht in Österreich." Das Gerede gehe ihm schon "einigermaßen auf den Geist". Innerhalb des BZÖ hält man jedenfalls Markowitz wie auch die steirische Abgeordnete Martina Schenk für "absprungbereit".

Mit dem Abgang von Christoph Hagen zur Stronach-Partei ist dem BZÖ bereits ein Drittel seiner Abgeordneten abhandengekommen. Von den ehemals 21 Klubmitgliedern tragen heute nur noch 14 die Parteifarbe Orange. Ein Teil wanderte auch zu den Freiheitlichen ab. (mue/nik, DER STANDARD, 13./14.10.2012)

Share if you care.