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„Tuning“ für die Energiezukunft

15. Oktober 2012, 11:55
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Der Umbau des Energiesystems ist eingeleitet. Aber der Motor der die Veränderung antreiben soll, läuft noch nicht rund. Oesterreichs Energie sieht Bedarf an umfangreichen Tuningmaßnahmen.

Ausgehend vom Energie- und Klimapaket der Europäischen Union wurde das Projekt einer Energiewende zum fixen Bestandteil der Zukunftspolitik Europas. Bis 2050 soll es gelingen, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weitgehend abzubauen und durch einen Ausbau der erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen zu ersetzen. Damit das ehrgeizige Vorhaben gelingt, muss in Zukunft intensiver und zielgerichteter gearbeitet werden. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Überblick.

Bürokratie bremst

Zum Beispiel sieht der Masterplan Wasserkraft der Österreichischen Energie vor, die Turbinenleistung aller Speicher- und Pumpspeicherkraftweke bis 2020 auf über 10.000 MW zu steigern. Obwohl Größenordnung und Zeitplan der vorliegenden Projekte der österreichischen Energie-Wirtschaft die Vorgaben erfüllen, sieht es derzeit so aus, als ob bestenfalls 50 Prozent der bis 2020 geplanten Wasserkraftleistungen zur Verfügung stehen werden. Grund dafür sind die überlangen und komplexen Genehmigungsverfahren, große Unterschiede bezüglich der Anforderungen von Projektunterlagen und genereller Ressourcenmangel in den Behörden. Hier Kräfte aufzustocken, oder ein Outsourcing von Verfahrensabschnitten an externe Sachverständige wären erste Schritte, die Verfahren zu verkürzen und eine Erreichung der Ziele zu erleichtern.

Neues Design für Energiemärkte

Die intensive Förderung erneuerbarer Energien führt zu einer mangelhaften Betreuung bestehender Projekte und Anlagen. Es drohen die vorzeitige Stilllegung von Anlagen, ein Ausbleiben dringend benötigter neuer Kraftwerksbauten und die Gefahr von „stranded investments". Mehrere EU-Mitgliedsstaaten haben sich daher bereits zur Einführung von Kapazitätsmechanismen entschieden, eine Entwicklung, die weitreichende Gefahren birgt: Wenn finanzielle Zuschüsse - auch in anderen Ländern - die Haltung von Reservekapazitäten erleichtern, könnten diese Kapazitäten ähnliche Anlagen in Österreich vom Markt verdrängen und damit die Versorgungssicherheit im Inland gefährden. Oesterreichs Energie plädiert für vorausschauende Analysen und eine Flexibilisierung der Märkte, sowie eine intensive Beobachtung der Entwicklungen in den Nachbarländern, bis hin zu einer aktiven Mitgestaltung dieser Pläne, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Netze unter Spannung

Die geplante Energiewende bedeutet auch eine immense Herausforderung für die Netzinfrastruktur, die zukünftige Netzsteuerung sowie die Netzstabilität, die mit den Herausforderungen vor mehr als einem Jahrhundert, als das gesamte Elektrizitätsnetz aufgebaut wurde, vergleichbar sind. Um künftig garantieren zu können, dass Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz integriert wird und zu den Verbrauchern gelangt bedarf es dringender rechtlicher Rahmenbedingungen, rasch umgesetzter Umweltverträglichkeitsprüfungen und zeitgemäßer Finanzierungsbedingungen.

Neue Regeln für Netz-Finanzierung und Tarife

Die wachsende dezentrale Einspeisung Strom durch erneuerbare Energien könnte weiters zu einer Kostenschieflage führen: Da die installierte Leistung steigt, die nachgefragten Strommengen auf Verbraucherseite jedoch sinken, reduziert sich die Finanzierungsbasis der Netze: Es kommt zu einer Verschiebung der Kostenbelastung zu jenen Abnehmern, die nicht gleichzeitig Einspeiser sind. Oesterreichs Energie schlägt daher einen Umbau der Finanzierungsbasis der Netze vom Arbeitspreis zum Leistungspreis vor.

Richtigen Weg zur Energieeffizienz finden

Der effiziente Umgang mit Energie ist der Schlüssel zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung. Es ist allerdings unzulässig, Energieeffizienz mit Energiesparen gleichzusetzen, da der Trend zu steigender Ausstattung mit Konsumgütern und Informationstechnologien weiter anhält. Gefordert ist daher die Gesamtbetrachtung der Effizienzwirkung aller Energieträger.

In die Pflicht zu nehmen sind vor allem Sektoren mit hohem Effizienzpotential wie Verkehr und Raumwärme. Ebenfalls wichtig ist der Bereich von Geräten des täglichen Lebens wie Kühlschränke, Fernseher oder Duschköpfe. Hier ist auf eine transparente, kundenfreundliche Kennzeichnung ohne Überregulierung zu achten.

Chance E-Mobilität nutzen

Elektromobilität stellt für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Österreich eine enorme Chance dar, um sich mit innovativer Spitzentechnologie am internationalen Markt erfolgreich zu positionieren. Durch die rechtzeitige und zeitgerechte Umsetzung kann Österreich zu einem weltweiten Frontrunner beim Thema Elektromobilität werden. Entsprechende Potenziale bei Wertschöpfung und Beschäftigung könnten so bestmöglich gehoben werden.

  • Artikelbild
    foto: verbund
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