Diabetes: Fettarme Kost wird überschätzt

Ein Experiment zeigte, dass kohlehydratarmes und eiweißreiches Essen für übergewichtige Diabetiker einen höheren Nutzen hat als fettarme Kost

Hamburg - Eine kohlehydratarme, eiweißreiche Diät wirkt sich bei übergewichtigen Diabetikern besser auf die diastolische Herzfunktion und die Insulinresistenz aus als eine häufig empfohlene fettarme Kost. Zu diesem Ergebnis kommt eine in München, Isny und Mainz durchgeführte Studie, die am Freitag auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde.

"Damit könnte diese Ernährungsform die Entwicklung einer durch Diabetes bedingten Herzmuskelschwäche sowie eines metabolischen Syndroms verhindern oder zumindest verzögern", sagt Studienautorin Helene von Bibra vom Städtischen Krankenhaus Bogenhausen in München.

Zwei Gruppen von jeweils 16 Diabetikern mit Übergewicht wurden im Rahmen eines dreiwöchigen Rehabilitationsprogramms entweder auf eine fettarme (55 Prozent Kohlehydrate, 25 Prozent Fett und 20 Prozent Eiweiß) oder eine kohlehydratarme (25 Prozent Kohlehydrate, 45 Prozent Fett, 30 Prozent Eiweiß) Diät gesetzt. Zudem wurden beide Gruppen täglich einem zweistündigen Training unterzogen.

Was den Gewichtsverlust und die Verbesserung des Cholesterinspiegels betrifft, zeigten beide Diäten ähnliche Erfolge. Die Gruppe mit der kohlehydratarmen Diät wies allerdings deutliche Verbesserungen bei der Insulinresistenz, den Triglyzerid- und Blutdruckwerten und der diastolischen Herzfunktion auf. (red, derStandard.at, 12.10.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 28
1 2

Je 16 Patienten und 3 Wochen Zeit sind zu wenig, um daraus allgemein vebrindliche Schlüsse zu ziehen. Um wirklich ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen, müsste man eine mehrere hundert Patienten erfassende randomisierte Cross-over Studie machen, um individuelle Dispositionen auszuschließen - und natürlich müssten im Vorfeld alle Patienten genauestens untersucht werden, ihre Lebensbedingungen verbindlich festgelegt und etwaige Verändeurngen genau erfasst werden.

das ist schon klar und richtig

ich frage mich warum das nicht schon längst gemacht wurde. sie sich nicht auch?
ist zuwenig geld da für eine ordenliche präventionsstudie? wer profitiert am wenigsten, wer am meisten?....
das sich die wichtigen fragen, um generell eine bessere versorghungslage zu bekommen. oft ist es besser man niemmt all die medikamente nicht, die man verschrieben bekommt und geht spazieren. das darf man natürlich nicht offiziell sagen, aber jeder weiß es. so ein scheix das system.....

Von Low-Fat profitiert vor allem die Industrie. Die holt das Fett aus den Lebensmitteln heraus, verkauft es separat und ersetzt im Lebensmittel Fett durch billige Kohlenhydrate die sich dann auch noch teurer verkaufen lassen.

Du hast absolut keine Ahnung wovon du bei Diabetes redest. Das wissen wir jetzt. War es das schon an Weisheiten oder kommt da noch mehr?

eine so einfache studie, die so einfach zu machen ist

millionen von diabetikern und man weiss schon immer, dass die ernärung eine rolle spielt und man weiss nichts darüber. ist doch interessant.
dich scheint anscheined anderes zu interessieren, wie diese tatsache, aber was solls...

leider habe ich sehr wohl annung, da ich mit allen fällen von diabetikern zu tun habe von kind bis erwachsen. aber mutmassung kann man immer machen.
wer ist eigentlich "wir". haben sie eine persönlichkeitsstörung?

Tut das weh, wenn du so was schreibst?
Nur für den Fall, dass mir auch mal so was passiert...

oft ist es besser man niemmt all die medikamente nicht, die man verschrieben bekommt und geht spazieren. das darf man natürlich nicht offiziell sagen, aber jeder weiß es. so ein scheix das system.....

Gerade bei Diabetikern wird dieser Aspekt wieder und wieder von Ärzten betont. Wenn man die Faulheit des Einzelnen auf das System schiebt, macht man es sich gar etwas zu leicht.
Andererseits gibt es auch Diabetiker, bei denen "spazierengehen" keinen messbaren Nutzen bringt. Wenn die keine Tabletten nehmen, liegen die recht schnell im Koma.

oh wunder oh wunder... Wieso diabetiker überhaupt kohlenhydrate zu sich nehmen ist mir schleierhaft

bitte um einen kohlenhydratfreien ernährungsplan

Frühstück: 3 Spiegeleier mit Speck.
Mittag: Gebratener Schweinebauch mit scharfem Senf.
Abends: Käse.

Ich bin kein Diabetiker, habe das aber selber schon probiert. Nach einigen Tagen kann ich den Schweinebauch zwar nicht mehr riechen, aber gesundheitlich bin ich dann recht fit.

eh - aber das vorposting klang ein bissl nach jemandem der nicht ganz kapiert, dass halt fast überall kohlenhydrate drinnen sind.
und ich weiß das weil ich eben diabetiker bin und selbst in ihrem scharfen senf befinden sich kohlenhydrate.

so genau weiß ich das weil ich typ I diabetiker bin.

Weil sie nicht verblöden wollen und nicht zu martinus geschlachtet werden wollen.

weil praktisch

in allem kohlehydrate enthalten sind zb?
besonders viele zb im obst und manchen gemüsen

In Eiern, Fleisch und Käse sind fast keine Kohlenhydrate. Das sind schon mal recht viele Lebensmittel. Vor allem Grundnahrungsmittel.

vielleicht weil zwischen den Ohren ein nicht unwesentliches Organ sitzt, das sich ausschließlich davon ernährt?

Das ist ein Irrglaube. Das Gehirn kann auch Ketone verstoffwechseln.

13.10.2012, 14:22

einzige erklaerung, weil dann muessen sie insulin spritzen und das bringt big pharma und der korrupten medizinerschaft geld.
in laendern ohne flaechendeckende medizinische versorgung bleibt einem diabetiker nichts anderes uebrig als ohne kohlenhydrate zu leben, weil er keine versicherung hat die ihm das insulin aus der ampulle zahlen wuerde. im endeffekt aber eh gesuender fuer ihn. hierzulande kriegt ein diabetiker, der im krankenhaus liegt zur behandlung seiner folgekrankheiten, zum abendessen griessschmarrn mit viel zucker und zwetschkenkompott und dann ein fettes jaukerl, und das arme schwein daneben (in dem fall war das ich) liegt die ganze nacht in nachbars blaehungen. die heutige medizin ist durch geldkorruption nur noch absurd.

in laendern ohne flaechendeckende medizinische versorgung bleibt einem diabetiker nichts anderes uebrig als ohne kohlenhydrate zu leben, weil er keine versicherung hat die ihm das insulin aus der ampulle zahlen wuerde

Weit sind Sie sicher nicht herumgekommen. Scheint wohl leichter zu sein, vom Speckgürtel aus zu sudern, wo man eh alles kriegt, was man braucht...

In Ländern ohne flächendeckende Versorgung gibt's für Typ 2-Diabetiker Metformin bzw. als höchstes der Gefühle irgendeinen Sulfonylharnstoff. D.h. solange die Insulinproduktion noch funktioniert, besteht ständig Unterzuckergefahr. Ist das körpereigene Insulin mal weg, kann man in der Regel abwarten, ob man zuerst am Nierenversagen oder am Herzinfarkt stirbt.

Sie kommen aber auch bei vollkommen Kohlenhydratfreier Ernährung nicht um das Insulin herum. Zumindest nicht bei DM I. Zwar wird - nonaned - das prandiale Insulin rediziert, das Basisinsuln braucht man aber nachwievor.

Einmal ein "Jauckerl" für Sie und dann keine Kohlehydrate danach.

Dann wissen Sie wozu Kohlehydrate da sind und benötigt werden.

unsinn³

Sie kennen sich null aus ...

Bei den Diabetikern im Artikel geht es offensichtlich um Typ II Diabetiker. Die haben nicht einen Insulinmangel, sondern eine Insulinresistenz. Insulininjektionen bringen da nichts. Die Therapie richtet sich zunächst gegen die Insulinresistenz; man probiert es normalerweise zuerst mit Bewegung und Gewichtsabnahme.

Also kein Grund für Pharma-Paranoia (andererseits, für Paranoia braucht man keinen Grund, insofern haben Sie recht).

Tschuldigung, aber Insulinresistenz wird heute genauso mit noch mehr Insulin behandelt.

In diesem Fall würde ich den Arzt wechseln.

Da dürfte man aber ziemlich oft wechseln müssen...

Oder aber Sie haben die Geschichte nicht zu Ende gelesen: Nach einigen Jahren bis Jahrzehnten versagen die Beta-Zellen des Typ2-Diabetikers und sie entwickeln ebenso einen absoluten Insulinmangel (wie der Typ 1-Diabetiker) und brauchen dementsprechend Insulininjektionen.

Posting 1 bis 25 von 28
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.