Mars-Rover untersuchte "Pyramide" aus vulkanischem Gestein

  • "Jake Matijevic" in der Nahaufnahme. Die roten Punkte zeigen an, wo der Stein mit Laser bearbeitet wurde. In den weißen bzw. schwarzen Kreisflächen hat die "ChemCam" des Rovers auf die vom Laser 
produzierten Grübchen eingezoomt. Die purpurnen Kreise zeigen an, worauf das "Alpha Particle X-ray Spectrometer" seinen Fokus gerichtet hat.
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    foto: reuters/nasa/jpl-caltech/msss/handout

    "Jake Matijevic" in der Nahaufnahme. Die roten Punkte zeigen an, wo der Stein mit Laser bearbeitet wurde. In den weißen bzw. schwarzen Kreisflächen hat die "ChemCam" des Rovers auf die vom Laser produzierten Grübchen eingezoomt. Die purpurnen Kreise zeigen an, worauf das "Alpha Particle X-ray Spectrometer" seinen Fokus gerichtet hat.

Der Brocken "Jake Matijevic" ähnelt in seiner Zusammensetzung Gestein, wie es auch von der Erde bekannt ist

Washington - Es gibt ein neues Bild von "Jake Matijevic", dem ersten Mars-Stein, den der Rover "Curiosity" näher unter die Lupe genommen hat. Der Brocken hat etwa die Größe eines Fußballs und die Form einer Pyramide. Benannt wurde er nach dem NASA-Ingenieur Jake Matijevic, der zum Projekt-Team gehörte und heuer gestorben ist, wenige Tage nach der Landung des Rovers auf dem Mars.

"Jake ist ein seltsamer Mars-Fels", sagte Ralf Gellert von der kanadischen Universität Guelph, der ebenfalls an den Forschungen beteiligt ist. Es handle sich um einen Felsbrocken, der vulkanischem Material auf der Erde ähnelt. "Dieser Typ Gestein entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung in etwa einer ungewöhnlichen, aber durchaus bekannten Art von Gestein, die in vielen vulkanischen Regionen der Erde gefunden wird", sagte Edward Stolper vom Institute of Technology in Pasadena.

Auf der Erde entsteht diese Art von Gestein den Forschern zufolge durch großen Druck sowie Wasser und Magma unter der Erdkruste. Der Entstehungsprozess auf dem Mars sei aber noch unklar. "Mit lediglich einem Mars-Stein dieser Art ist es schwierig zu sagen, ob es sich um die gleichen Prozesse handelt", betonte Stolper. (APA/red, derStandard.at, 12. 10. 2012)

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