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Auch beim Facebookauftritt von derStandard.at/Kultur (Bild) wurde das Bild nach wenigen Stunden gelöscht.
Das Werbesujet des Wiener Leopold Museums für die kommende Ausstellung "nackte männer" (ab 19. Oktober), das drei unbekleidete Fußballer zeigt, wird von der Kultureinrichtung mit Balken an den Anstoß erregenden Stellen überklebt.
Man habe zahlreiche Proteste gegen das Foto erhalten, weshalb man sich nun freiwillig zum Handeln entschlossen habe, so ein Leopold-Sprecher: "Wir wollen niemanden verletzen und weder Kinder noch Erwachsene verstören. An sich handelt es sich lediglich - passend zum Thema der Ausstellung - um die künstlerische Darstellung von drei nackten Männern. Wenn manche es nicht ertragen, einen nackten Menschen zu sehen, ist das zu respektieren."
Nach Affichierung der 250 Plakate habe man Reaktionen erhalten, die von "gehirnlos" über "erbärmlich" bis "pornografisch" reichten, berichtete der Museumssprecher. Eine Dame habe sogar gedroht, persönlich zum Pinsel zu greifen und die männlichen Genitalien zu übermalen.
Natürlich sei die Reaktion nicht völlig überraschend gewesen, habe man doch auch bewusst eine Diskussion über die neue Ausstellung initiieren wollen, jedoch sei ebenso klar: "Wir wollen nicht nur provozieren." "Aber wir haben natürlich Verständnis, für jemanden, den das verletzt", unterstrich der Leopold-Sprecher. Deshalb werden nun Balken den Intimbereich schmücken und vor Schulen einige Plakate gänzlich durch ein Sujet des Leopold-Hauskünstlers Egon Schiele ersetzt - das zwar ebenso einen Nackten zeigt, aber eben keine Fotografie. "Offensichtlich ist die Unmittelbarkeit der Fotografie ein Problem."
Probleme gibt es auch mit Facebook. So musste das Leopold Museum bei seinem Facebook-Auftritt eine retuschierte Variante einsetzen, nachdem das ursprüngliche Original vom Unternehmen mitsamt der Postings gelöscht worden war. Auch beim Facebook-Auftritt von derStandard.at/Kultur wurde das Bild nach wenigen Stunden gelöscht. Nach Angaben von Facebook, weil es gegen das Regelwerk, das sogenannte "Statement of Rights and Responsibilities", verstoße. Das Posting hatte 95 Shares und rund 150 Likes. Im Sommer sorgte die Zensur des "Zeit"-Magazins für Aufsehen. Auch damals war ein Nacktfoto am Cover ein Problem für den Social-Media-Giganten.
Pierre & Gilles
Die affichierte Arbeit mit dem Titel "Vive la France" stammt vom renommierten französischen Künstlerpaar Pierre & Gilles. Die beiden wollten mit ihrem Werk aus 2006 die multikulturelle Gesellschaft Frankreichs feiern, kommen die drei Nackten doch aus der schwarzen, der arabischen und der weißen Volksgruppe. (APA/red, 12.10. 2012)
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Nein, das ist nicht zu respektieren. Jeder Mensch muss so, wie er ist, als legitim angesehen werden, und das muss konsequenterweise auch heißen, dass er sich auch so zeigen darf.
Wer den Anblick von nackten Menschen nicht erträgt, soll zuhause bleiben, die Fenster zu machen und die Rollos runterlassen.
Diese Körperfeindlichkeit ist ein Zeichen einer generellen Lebensfeindlichkeit und sollte eher als Warnung angesehen werden. Das war schon einmal besser, aber es wird wieder schlimmer.
Man muss eben Verständnis haben: In den US ist "male frontal nudity" das also-ganz-das-wirklich-aller-ärgste,-das-man-sich-nur-vorstellen-kann.
Vielleicht kein Zufall, dass man sich dann hauptberuflich mit radikalen Islamisten balgt. Selbe Sandkiste und so ...
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