KPÖ erwägt linkes "Wahlprojekt" für Nationalratswahl

12. Oktober 2012, 12:55

Messner: Entscheidung über eigenständige Kandidatur hängt davon ab, ob man etwas "qualitativ Neues" auf die Beine bringt - Ziel nicht Bündnis linker Kleinparteien

Wien - Die KPÖ erwägt den Versuch eines linken "Wahlprojekts" für die Nationalratswahl 2013 und hat dies bereits im September beim Bundesvorstand in einem Beschluss festgehalten. Bundessprecher Mirko Messner dementierte am Freitag aber Medienberichte, wonach ein Antreten der Kommunisten bereits vom Tisch sei. Man führe Gespräche mit "interessierten Persönlichkeiten". Nur, wenn aus diesen Gesprächen etwas "qualitativ Neues" entstehen könne, wäre die KPÖ bereit, "ihre eigenständige Kandidatur zugunsten des gemeinsamen Wahlprojekts zurückzustellen", hieß es auf APA-Anfrage.

Entscheidung noch nicht gefallen

Es gehe nicht um ein Bündnis linker Kleinparteien und erst recht nicht darum, eine neue Linkspartei zu gründen, hielt die KPÖ fest. Der Vorstandsbeschluss sehe vor, "alle Anstrengungen zu unternehmen, um mit Sympathisierenden und AkteurInnen fortschrittlicher sozialer, kultureller, frauenpolitischer, gewerkschaftlicher, jugend-, migrationspolitischer usw. Bewegungen und Milieus einen Wahlvorschlag für die Nationalratswahl 2013 zustande zubringen". Dabei sei es egal, "ob sie aus dem sozialdemokratischen, grünen, links-katholischen Umfeld, oder aus der unorganisierten Linken kommen", so Messner. Gelinge dieses Unterfangen nicht, werde die KPÖ antreten.

2004 war eine Plattform namens "Linke - Opposition für ein solidarisches Europa" bei den Wahlen zum EU-Parlament in Österreich angetreten und von der KPÖ unterstützt worden. Intern hatte das der KPÖ auch Konflikte beschert. (APA, 12.10.2012)

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Die gehen wieder

in Statuten-bissigen und marxistischem fundamentalistischem Innengejaule ein!
Vor allem die Wiener, die können Kalrenegger nicht das Wasser reichen. Aus Wien kommen nun mal keine guten Signale für eine Volksnahe Linke!

bitte ein beispiel für marxistischen fundamentalismus der kpö wien???

des wird nix

die KPÖ hat es nie geschafft(so wie andere Kommunistische Parteien in Westeuropa) aus dem Schatten Moskaus zu treten.Da hilft keine Umbenennung die Punzierung bleibt.Sie schaffen es nichteinmal ihre Sprache zu reformieren.Man hört immer noch die abgedroschenen Phrasen, de eh schon keiner mehr glaubt.Außerdem muss man akademisch gebildeter Marxist sein sonst begreift man gar nicht wovon die Rede ist.Die PR-Verantwortlichen der KPÖ leben in einer eigenen Welt."Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" , sollten sich KP'ler mal reinziehen.Sie könnten daraus was lernen, vielleicht.

Sprache

Stimmt, man hört wenig von Outsorcing, human resources, Wettbewerb, Standort sichern, etc von der KPÖ.

Ich find den Gedanken immerhin sympathisch, dass man endlich mal gebildet sein muss (in welche Richtung auch immer), um einen Politiker zu verstehen. Bei den meisten versteht man ohnehin mehr, als man will.

Im Ansatz eine gute Idee, hoffentlich bemüht man sich aber diesmal wirklich um eine echte und ehrliche Linke Politik (Themen gäbe es genug: Armutsschere, Politlobbyismus, Arbeitsrecht/Leiharbeit, Wohnkosten, demokratisches Wahlrecht für ALLE im Land Lebenden, usw.usw)!
Wie bisher praktisch ausschließlich auf den Inhalten "Gegen Rechts!", "FPÖ = Pfui!" und "Genderproblematik" herumzureiten, wird die Öffentlichkeit auch in Zukunft nicht überzeugen, ganz egal, wie sich die Gruppierung nennt, die zur Wahl antritt.

Was machen 3 Kommunisten?

Sie gründen 4 Parteien.

ich sag bloß: fpö, bzö, fpk, fik, bzö kärnten ohne fpö, fpö österreich ohne fpk, etc.

diese idiotische zersplitterung ist ein echtes problem. bitte endlich schluss mit dieser sinnlosen streiterei um des kaisers bart. ich wünsche mir eine echte linke partei ohne kp-bodensatz.
a) fundiertes ökonomisches verständnis auf grundlage einer tragfähigen analyse.
b) entwicklung einer linken perspektive, jenseits einer sozialdemokratischen beliebigkeit
c) entwicklung eines linken, humanistischen diskurses ohne diesen ganzen kp-schmarren aus der vergangenheit
d) entschiedene distanz zu allen realsozialistischen experimenten der vergangenheit (diese waren im grunde diktatorische staatskapitalistische systeme und nicht auf marxistischer grundlage)
machts endlich was!

eine linke ohne kpö? und das in einem land, in dem die kpö die einzige linke organisation mit bundesweiter struktur ist. viel spaß beim weiterträumen.

das ist das grösste problem der kpö

der begriff "kommunismus" ist in der gesellschaft extrem negativ behaftet. einerseits durch die anti-kommunistische propaganda des westens im kalten krieg, vielmehr noch weil sich schlächter wie stalin oder mao diesen auf die roten fahnen geheftet haben.
was sich marx angesichts dieser schwerverbrecher gedacht hätte kann man sich vorstellen, er hat wohl schon wegen lenin (eine äusserst zweifelhafte persönlichkeit) im grab rotiert.

leider schwelgen aber auch junge kpöler zugerne in sowjet-nostalgie, anstatt eine dem 21. jahrhundert entsprechende, auf dem marxismus basierende ideologie zu forcieren.

aber was heisst "macht's was"?

mach du was. das gleiche gilt für mich. ich hab's satt grün zu wählen (esm!!!) wei's das kleinste übel ist.

ich schwelge nicht in einer sowjet-nostalgie...

wenn ich an marx denke...ich bin eher dafür dem 21.jahrhundert entsprechende anpassung des marxismus...so wie du...

arrogante egoistische "linke" Intellektuelle...

sind in ihrer selbstbefriedigenden Überheblichkeit nicht fähig oder nicht Willens in ihrem Narzissmus über ihren eigenen Schatten zu springen und der menschenverachtenden profitgierigen kriegsgeilen rechtskonservativen Märchenwelt, der "Freiheit" der Schönen, Reichen, Adeligen, Feen, Zauberer und Wunder eine verständliche Lebensalternative entgegenzusetzen in der zum Beispiel
- die persönliche Entwicklung des Menschen im Vordergrund steht und nicht der tägliche Überlebenskampf "jeder gegen jeden", wie in der Tierwelt.
- eine Erklärung auf die Fragen nach dem Leben und dem Tod zu geben ohne ständig mit der Strafe eines übermächtigen grausamen Überwesens zu drohen um die Menschen in Angst und Schrecken zu unterdrücken.

sie wollen "eine Erklärung auf die Fragen nach dem Leben und dem Tod" von politikern? und sehen eine schwäche darinn dass die keine haben?

das kann doch nicht ihr ernst sein.

diese fragen sind prinzipiel unentscheidbar. suchen sie hilfe bei philosophen um das für sich persönlich abzuklären.
wenn sie von politikern antworten darauf verlangen, verlangen sie totalitarismus von ihnen. das kanns ja wohl nicht sein.

und warum nennen sich dann Parteien "christlich" ?

sind das Ihrer Meinung nach totalitäre Parteien, die einem Personenkult huldigen ?
"christlich" bedeutet doch ein Lebensprinzip vom Anfang des Lebens, bis zum Ende und wird von Politikern verwendet um Menschen von den eigenen Ideen zu überzeugen.

phu.. und jetzt soll i c h ihnen beantworten warum es "christliche" parteien gibt... -die anführungszeichen kommen wohlgemerkt von ihnen.

mir widerstrebt es zutiefst dass es das gibt. es ist geradezu scheinheilig. da mag es gemässigt christliche geben wie es will, aber es öffenet religiösen fundis tür und tor... und kann natürlich totalitär sein, die ausrichtung ist jedenfalls gegeben, sieht man immerwieder bei sozial/gesellschaftspolitischen fragen, dabei wollen in wahrheit noch nicht mal christen in einem staat leben der auf den lehren der bibel aufgebaut ist.
religion kann eine schöne sache für ihre anhänger sein, und soll auch gelebt werden (dürfen). aber politik sollte meiner ansicht nach mit einer vernunft basierten ethik argumentieren und überzeugen und nicht mit dogmen. ..es folgt noch teil zwei...

fortsetzung...

natürlich soll politik auch "sinnstiften".
aber -so wie sie- von ihr zu vordern "letztgültige" antworten auf die "letzten" fragen zu geben, bedeutet eben einen totalitären staat wenn sie das mal durchdenken. wenn politik beantwortet "warum wir da sind" und "wohin wir gehen" dann.... um in bildern zu sprechen: kreuzzug, holocaust, etc. denken sie es mal durch. oder lesen sie mal den dystopischen roman "the handmaids tail" von margaret atwood...

Wenn die KPÖ dafür eintritt

dass nicht nur die Reichen, grüne und rosarote FunktionärInnen Autos besitzen und parken dürfen sondern auch ArbeiterInnen hat Sie meine Stimmen .
Kleiner Tipp , Sie (liebe KPÖ) können sich garnicht vorstellen wieviele ArbeiterInnen von Rot/Grün und Rot/Schwarz die Nase voll haben aber trotzdem nie Blau/Orange/Strohsack.... wählen würden . Take your chance !

Besitzen Arbeiter keine Autos

und dürfen sie nicht parken?

gähn, die partie braucht ja kein mensch

Gerade der Mensch braucht so eine Partie, bevor er sich selbst ausrottet.

WIR wissen wie es geht, WIR werden es besser machen!

Hörte man in der Sovietunion.

Hörte man in China.

Hörte man in der DDR.

Hörte man in Polen.

Hörte man in Ungarn.

Hörte man in der Tschechoslowakei.

Hörte man in Rumänien, Bulgarien.

Hört man in Nordkorea.

Hört man in Kuba.

...

Bloss: NIRGENDWO und NIEMALS hat Kommunismus funktioniert.

Ja, ich weiß, weil die alle das falsch gemacht haben.

Das wäre in Österreich anders.

WIR wissen wie es geht.

SO wie Frankreichs Hollande ja auch gewusst hat wie es geht.

WIR würden der Welt beweisen: es gibt angewandten Sozialismus, der nicht in Freiheitsberaubung, Unterdrückung, Meinungsdiktatur und wirtschaftliche Armut führt.

Weil WIR viel klüger, besser, toleranter, ... sind als all die anderen Millionen von Experimentatoren.

Ahnung von Politischer Theorie: Null

Danke, setzen.

Einfach ausgedrückt: die KPÖ strebt soetwas an, wie die Linke in Deutschland.

Dazu braucht es erstens bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, den Medien und der Kultur. Es braucht zweitens eine Abspaltung von Teilen der bisherigen Parteien, insbesondere SPÖ und Grüne. Es braucht drittens eine Öffnung hin zu sozialen Bewegungen und Organisationen.

dazu sag ich nur: kaltenegger...

den muß man unbedingt reanimieren für diese sache

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