Trainer akzeptieren Sperre im US-Manipulations-Skandal

US-Athlet hatte auf Traineranweisung Kufen von kanadischem Rivalen unbrauchbar gemacht

New York - Im Manipulationsskandal um das Short-Track-Team der USA ist Nationaltrainer Jae Su Chun zurückgetreten und hat eine Sperre akzeptiert. Assistenzcoach Jun Hyong Yeo sei diesem Schritt gefolgt, bestätigte der US-Verband der Nachrichtenagentur Reuters in einer Email. Zuvor war bekanntgeworden, dass 500-Meter-Ex-Weltmeister Simon Cho bei der Team-Weltmeisterschaft 2011 in Warschau auf Anweisung des Nationaltrainers die Schlittschuhe seines kanadischen Rivalen Olivier Jean mit einem Kufenbiege-Apparat unbrauchbar gemacht hatte.

Coach Chun war bereits vor Bekanntwerden des Skandals suspendiert worden, weil ihm der Missbrauch von Athleten vorgeworfen wird. Der Verband hatte seinen Assistenten zum Interimstrainer berufen. Nun wurden beide mit einer Sperre belegt, die auch die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 umfasst. In den USA gibt es damit derzeit keinen Nationaltrainer mehr.

Short-Tracker Cho und der US-amerikanische Verband haben Olivier Jean und die anderen betroffenen Athleten um Verzeihung gebeten. Durch Jeans plötzlichen Ausfall war die kanadische Staffel im WM-Finale nur mit drei und nicht vier Athleten angetreten. In der Gesamtwertung wurde Kanada Dritter hinter Südkorea und China. Ohne die Sabotage wäre ein besserer Rang wahrscheinlich gewesen. (APA/dpa; 12.10.2012)

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