Amazon startet Vorverkauf von Kindle Paperwhite

12. Oktober 2012, 11:17
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    foto: amazon

Auch für Österreich - Digitale Bücher können künftig auch im deutschsprachigen Raum ausgeliehen werden

Besitzer der Kindle-Lesegeräte von Amazon können sich künftig auch im deutschsprachigen Raum digitale Bücher ausleihen. Zum Start sind 8500 Titel auf Deutsch verfügbar, wie Amazon am Donnerstag mitteilte. Pro Monat kann ein Buch ausgeliehen werden. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Service Amazon Prime, die 29 Euro im Jahr kostet. Österreichische Kunden können ebenfalls auf das Leihservice zugreifen, andere Versand-Vorteile von Amazon Prime (wie z.B. Gratis-Lieferung am nächsten Tag) gelten für Österreich jedoch nicht, wie Amazon auf Anfrage mitteilte.

Paperwhite

Außerdem bringt Amazon mit dem Kindle Paperwhite ein weiteres Modell seiner E-Book-Reader nach Deutschland und Österreich. Es hat eine höhere Auflösung und durch spezielle Beleuchtung einen deutlichen helleren weißen Bildschirm im Gegensatz zum Grau der klassischen Kindle-Modelle. Inzwischen verkaufe Amazon auch in Deutschland mehr digitale als Hardcover-Bücher, sagte Amazon-Chef Jeff Bezos der dpa in München. Seit dem August dieses Jahres kamen auf 100 Hardcover-Ausgaben verkaufte 108 Kindle-E-Books. Kostenlose digitale Bücher wurden dabei nicht eingerechnet.

Zugleich zeichne sich derzeit nicht ab, dass E-Books gedruckte Bücher vollständig verdrängen. "Wir sehen bisher, dass die Menschen, die sich ein Kindle-Lesegerät anschaffen, danach nicht nur mehr digitale Bücher kaufen, sondern auch mehr gedruckte", sagte er. "Im Moment ist es kein entweder/oder" - er wisse aber nicht, wie sich das Geschäft weiterentwickeln werde.

"Tech-Krieg"

Bezos sieht sein Unternehmen nicht in einem "Tech-Krieg" mit Konkurrenten wie Apple oder Google, wie es oft in Branchen-Medien beschrieben wird. "Viele betrachten das Geschäft als eine Art sportlichen Wettkampf, aber Business ist etwas ganz anderes." Hier gebe es im Gegensatz zum Sport Platz für mehrere Gewinner. Zu schon lange anhaltenden Spekulationen über ein Amazon-Smartphone wollte Bezos nichts sagen: "Wir sprechen nicht über Pläne für zukünftige Produkte."

In der Kindle-Leihbücherei sind insgesamt über 200.000 E-Books in verschiedenen Sprachen erhältlich. Die Bücher können auf unbegrenzte Zeit ohne zusätzliche Kosten ausgeliehen werden. Das Programm lief zuvor bereits in den USA. Das Geschäftsmodell sei anders als bei einer traditionellen Bücherei, erläuterte Bezos: "Der Rechteinhaber wird jedes Mal bezahlt, wenn sich jemand ein Buch ausleiht." Für Amazon lohne es sich trotzdem: "Es ist ein Anreiz, in das Amazon-Ökosystem einzusteigen."

Kostenfrage

Der neue E-Book-Reader von Amazon, Kindle Paperwhite, kostet in der WLAN-Version 129 Euro und 189 Euro mit UMTS-Funk. Es füllt die Lücke zwischen den einfachen Lesegeräten und den Tablet-Computern Kindle Fire, die Amazon am 25. Oktober auch auf den deutschen Markt bringen wird. Amazon verfolge bei seinen Tablets einen anderen Ansatz als die Konkurrenz, betonte der Amazon-Chef. "Für uns ist es ein Service und kein rein technisches Gerät. Das Tablet werde praktisch zum Produktionspreis abgegeben. "Wir hoffen, das Geld mit der Zeit hereinzubekommen, wenn Kunden Bücher, Musik oder Apps kaufen."

Kindle Fire HD

Während sind der Kindle Paperwhite auch nach Österreich bestellen lässt, sieht dies beim Kindle Fire HD anders aus. Das Android-basierte Tablet gibt es vorerst nur für Deutschland, nach Österreich werden die Geräte hingegen nicht versandt. (APA, 12.10.12)

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nochntip-calibre

mit calibre findet man ein sehr nützliches freies tool mit dem man zeitungen raufladen oder beliebige formate in .mobi (und zurück) konvertieren kann

Wenn das Gerät nur annähernd so gut ist...

... wie es zu sein scheint, dann muss ich das haben. In der Nacht im Bett ohne Lampe lesen und das bei dieser Akkuleistung ist sensationell.

Lieferbeginn ist der 22.11. laut Amazon:
http://goo.gl/5CAUr

Wirklich ein super-top Gerät!

Noch besser, offener, mit mehr Formaten, mit weniger oder keiner Spionage, etc.: Kobo Glo, lieferbar ab naechster Woche und auch offline z.b. im MM erhaeltlich.

sehe im Format-Wirrwarr keinen Vorteil.

Das Wirrwarr generieren doch die Hersteller die ihr eigenes Sueppchen kochen und nicht die 2,3 vorhandenen offenen Formate hernehmen.

die Bücher die ich auf Amazon kaufe werd ich auf dem Gerät vermutlich nicht lesen können oder?

schon bestellt ;-)

Will jemand meinen alten Kindle Keyboard haben (ohne 3G)?!

Kann man mit dem Kindle eigentlich EBooks lesen die nicht von Amazon stammen? Wie tut sich der Reader mit PDF, LIT, E-Pub, DOC,...

Und last but not least: Wieviel möchtest du dafür haben?

Mobi und doc liest er problemlos. Aber man kann alle Formate umwandeln, also kann man auf dem Kindle auch alles lesen... Aber PDFs lassen sich schlecht lesen - kannst gerne auf youtube schauen, wie das aussieht

Danke für die Antwort!

Da meine EBook Bibliothek vornehmlich aus PDF besteht, werde ich mir das ganze noch mal genauer anschauen müssen.

Hab selbst einen Kindle Touch. Für pdfs weiche ich gerne auf den Iriver Story Hd meiner Freundin aus - hat auch eine deutlich bessere Auflösung!

ich behalte meinen alten Kindle weil ich damit auch wieder meine Bücher verborgen kann. Das war das Einzige was mich am Kindle gestört hat.

Sonst liebe ich meinen Kindle uneingeschränkt.

Obwohl es mich eigentlich immer noch stört das ich meine Bücher im Gegensatz zu gedrucken Bücher danach nicht wieder verkaufen oder spenden kann. Gut, hab ich zwar bei meinen gedrucken Bücher auch nicht gemacht, aber trotzdem ist es eigentlich eine Einschränkung des erworbenen Eigentums. Noch dazu wo der Preisvorteil zwischen e und print minimal ist.

Stimmt, das ist der große Nachteil. Hab meine Taschenbücher bis auf wenige Ausnahmen nach dem Lesen verschenkt.

Das Gerät kann in Österreich vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt erst am 22. November 2012.

Das ging ja flott. Also das Ding ist wirklich eine Überlegung wert!

Stimmt, man sollte sehr gut überlegen, ob man einen an Amazon gebundenen Reader kaufen möchte.

ja zu Amazon

.... und wird am Ende des Regenbogens oft feststellen dass man beim Kindle am besten weil pflegeleichtesten aufgehoben ist ;-)

hab das erst kürzlich recherchiert und null Bock auf umständlich aufwendige Alternativen welche auch keine größere Auswahl bieten

Mag sein - das Argument löst allerdings einen Gähn-Effekt aus und wird durch ständige Wiederholung nicht spannender. Kindle und amazon sind ein geniales Gespann - so what?

Das ist relativ

Natürlich ist der Kindle eng mit Amazon verknüpft, allerdings kann man sich auch (nicht kopiergeschützte) eBooks ins Mobi-Format umwandeln und auf den Kindle laden.
Und wenn man ein böser Raubmordkopier-Hacker ist geht das sogar mit kopiergeschützten Büchern.

PS: Technisch finde ich die Kindles allerdings schon recht beeindruckend. Aber ich bin mit meinem Kobo auch sehr zufrieden.

su viele Gratis-Bücher wie beim Kindle gibts wohl sonst nie (legal): http://goo.gl/Dlkm7
Die Forderung nach offenen Formaten - so muss man unterstellen - ist oft aus weniger legalem Hintergrund stammend. Natürlich kann man illegale Ebooks nicht sooo leicht mit Kindle zu lesen. Allerdings gibt es auch hier schon ein Programm...

Unterstellung ...

Warum? Die Auswahl ist bei Amazon doch am größten....

Ich bin sehr zufrieden. Habe den Paperwhite auch schon bestellt. Die Auswahl ist viel größer als im herkömmlichen Buchhandel, ich finde immer was interessantes, neues, schräges, gutes. Das hab ich grade gelesen. https://www.amazon.de/dp/B009JBYXO0 Wo bekommt man sonst aktuelle Bücher um 3 Euro? (nicht 15 Jahre alt und zerfleddert in einem Antiquariat) Also ich bin zufriedene Amazon Kundin.

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