Interne Rektors-Anwärter an Innsbrucker Med-Uni im Dreiervorschlag

12. Oktober 2012, 10:59
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Frauengesundheitszentrums-Direktorin Hochleitner, Vizerektorin Fritsch und amtierender Uni-Chef Lochs

Innsbruck - Nach den Hearings an der Medizinischen Universität Innsbruck für den Posten des Rektors von Donnerstag haben die "Tiroler" Bewerber das Rennen in den Dreiervorschlag gemacht. Neben Margarethe Hochleitner, Direktorin des Frauengesundheitszentrums an der Med-Uni und der Vizerektorin für Personal, Helga Fritsch, ist auch der amtierende Rektor, Herbert Lochs, dabei. Das Universitätsgesetz sieht aber ohnehin vor, den ausübenden Uni-Chef in den Vorschlag aufzunehmen.

"Diese Entscheidung wurde nach ausführlicher Diskussion und im Lichte des Bundesgleichbehandlungsgesetzes getroffen", hieß es in einer Presseaussendung Donnerstagabend. Die Findungskommission hat diesen Dreiervorschlag nun an den Senat weitergeleitet. Dieser ist aber nicht an diese Vorgabe gebunden. Vonseiten des Senats wird der Dreiervorschlag im Anschluss an den Universitätsrat für die eigentliche Bestellung der Rektorin oder des Rektors weitergeleitet. Der neue Rektor wird sein Amt mit 1. Oktober 2013 antreten.

Lochs hatte sich "im Sinne der Kontinuität" beworben. Seiner Aussage in der Vergangenheit nach habe er in seiner Amtszeit wesentliche Strukturentscheidungen sowohl im klinischen als auch im medizinisch-theoretischen Bereich wie der Inneren Medizin, Psychiatrie oder Kinderklinik getroffen. Zudem habe er beim Klinischen Mehraufwand eine Einigung mit Bund und Land erreichen können, begründete der Med-Uni-Chef seine erneute Kandidatur.

14 Bewerber

Die bei der Rektorswahl Mitte April 2009 nicht zum Zug gekommene 62-jährige Hochleitner hatte sich erneut beworben. Nach der Wahl damals hatte die Bundes-Gleichbehandlungskommission (B-GBK) in einem Gutachten bestätigt, dass die Internistin als Frau diskriminiert worden war. Die frühere Vizerektorin klagte daraufhin auf Schadenersatz. Das Landesgericht Innsbruck lehnte die Klage Anfang Juni schließlich ab. Hochleitner ist zudem Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung.

Insgesamt hatten 14 "hochkarätige Bewerber" aus dem In- und Ausland Interesse für den Rektorposten bekundet. Sieben waren in die engere Wahl gekommen, darunter drei Frauen. Vier der zum Hearing geladenen Kandidaten kamen aus Deutschland.(APA, 12.10.2012)

 

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