Börse Frankfurt schließt mit Verlusten

12. Oktober 2012, 18:59
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Frankfurt am Main - Der DAX hat am Freitag im Minus geschlossen. Er folgte damit der schwächelnden Wall Street, die nach einem freundlichen Auftakt ihre Gewinne vollständig abgab. Überraschend gute Konjunkturdaten hatten dem deutschen Leitindex ebenso wie gute Zahlen und Daten aus den USA nur vorübergehend Auftrieb gegeben: Er ging 0,68 Prozent tiefer bei 7.232,49 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht steht ein Minus von mehr als zwei Prozent zu Buche. Der MDAX mittelgroßer Werte sank am Freitag um 0,86 Prozent auf 11.231,35 Punkte. Hingegen legte der TecDAX um 0,47 Prozent auf 814,25 Punkte zu.

In der Eurozone war die Industrieproduktion im August unerwartet gestiegen. Zudem legten die US-Banken JPMorgan und Wells Fargo starke Quartalszahlen vor, und das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima hatte sich im Oktober überraschend aufgehellt.

Die Bankenwerte im DAX entwickelten sich nach den guten Zahlen der US-Konkurrenz uneinheitlich: Commerzbank legten um 1,80 Prozent zu und knüpften damit an die gute Vortagsentwicklung an. Deutsche Bank gaben dagegen um 1,47 Prozent nach. Die Daimler-Aktien verloren nach dem bekanntgewordenen Rückzug des bedeutendsten Großaktionärs 0,29 Prozent, hielten sich damit aber vergleichsweise gut. Branchenexperten sehen im Ausstieg des Scheichtums Abu Dhabi kein Alarmzeichen für den Autobauer.

Die Papiere der Deutschen Telekom büßten 2,09 Prozent ein. Händler verwiesen darauf, dass sich der japanische Konzern Softbank an der Branchenkonsolidierung im US-Mobilfunkmarkt beteiligen will und auch für MetroPCS bieten könnte. Das drücke bei den T-Aktien auf die Stimmung, da sich die Telekom-Tochter T-Mobile USA als Nummer vier der Branche gerade durch die geplante Fusion mit dem kleineren Anbieter MetroPCS verstärken wolle.

Im MDAX rutschten die MAN-Papiere um 3,31 Prozent ab, wofür Börsianer skeptische Aussagen des Nutzfahrzeugherstellers zur Geschäftsentwicklung verantwortlich machten. Starke Eckdaten für das dritte Quartal bescherten hingegen den Aktien der Software AG einen Kurssprung von knapp zwölf Prozent und damit den Spitzenplatz im TecDAX. (APA, 12.10.2012)

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