Facebook-Angriffe auf den Chef kosten den Job

12. Oktober 2012, 09:43

Lehrling, der Chef als "Menschenschinder" titulierte, wurde laut Gerichtsurteil rechtmäßig entlassen

Beleidigungen in sozialen Netzwerken rechtfertigen fristlose Kündigungen. Daher darf auch einem Auszubildenden fristlos gekündigt werden, wenn dieser den Arbeitgeber auf der Internetplattform Facebook als "Menschenschinder" und "Ausbeuter" tituliert hat. Zu diesem Urteil kam jetzt das Landesarbeitsgericht im deutschen Hamm im Fall eines Lehrlings auch Bochum.

Auch ohne Namensnennung

Zwar habe der Lehrling weder den Namen der Firma noch den seines Chefs direkt genannt. Trotzdem müsse sich ein Arbeitgeber ein solches Verhalten nicht gefallen lassen, so das Gericht. (red, DER STANDARD, 12.10.2012)

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10 Postings
Konnte

der Azubi bei Gericht nicht den Wahrheitsbeweis erbringen?

Interessant wäre es zu wissen,

ob der Lehrling im privaten Rahmen (bei sich daheim) sowas sagen dürfte, oder ob er dann auch entlassen wird. Dürfte man in einem Gasthaus sowas seinen Freunden erzählen? Gibt es da eine Grenze?!

Ist dassebe. Nur wird das in der Regel der Arbeitgeber nicht erfragen. Da liegt der große Unterschied.

Wo kein Kläger.... Sie wissen schon.

Ein Glück, dass ich kein Facebook nutze.

falls sie also auch einen fb-account hätten,

würden sie genau das gleiche tun. sehr clever

Systemimmanenz

Arbeitgeber sind nun mal Ausbeuter. Das liegt in der Natur der Sache und ist eigentlich eine allgemein bekannte Weisheit.

Bitte? Wirklich erschreckend wie ernst selbst schon Gerichte Facebook nehmen!

frechheit! was kommt als nächstes, muss man seinem arbeitgeber zugang zu seinem profilgeben... -.-

Wieso "als nächstes"? Passiert doch schon.

rhetorische fragen der form "was kommt als nächstes, $absurde_spekulation?" anfangen, stossen bei mir den rotstricheln-reflex an

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