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Der US-Chiphersteller AMD hat wegen einer weltweit schwachen Nachfrage seine Umsatzprognose fürs dritte Quartal gekappt. Es werde nun mit einem Einbruch der Erlöse um zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal gerechnet, teilte der Intel -Konkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Bisher hatte AMD lediglich mit einem Minus von ungefähr einem Prozent gerechnet. Im vergangenen Monat hatte bereits Intel seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt.
Auch für die Bruttomarge ist AMD nun pessimistischer und geht nur noch von 31 Prozent aus. Dies hänge mit einer einmaligen Abschreibung zusammen, hieß es zur Begründung. Bisher waren 44 Prozent prognostiziert worden. Analyst Suji De Silva von Thin Equity führte die schlechte Entwicklung bei AMD unter anderem auf die wachsende Nachfrage nach Tablet-Computern zurück, die der Chip-Hersteller unterschätzt habe. Allerdings könnte der Absatz mit der bevorstehenden Einführung des neuen Betriebssystems Windows 8 schnell wieder anziehen.
Wegen der Kaufzurückhaltung von Geschäftskunden und einem langsameren Wachstum in Schwellenländern hatte der AMD-Rivale Intel bereits Anfang September überraschend seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt. Der Weltmarktführer rechnet nur noch mit Erlösen von rund 13,2 Milliarden Dollar. Erst Mitte Juli hatte der Konzern die Umsatzprognose für das Gesamtjahr reduziert und dies mit der weltweit schwächelnden Konjunktur begründet.
Druck
Die Umsatzwarnung von AMD dürfte die Technoligiewerte an der Wall Street am Freitag unter Druck setzte. Bereits im nachbörslichen Handel verlor die AMD-Aktien rund zehn Prozent an Wert. Der Konzern will am 18. Oktober seine komplette Quartalsbilanz veröffentlichen. (Reuters, 12.10.12)
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